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Die Tante Jolesch: oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten
 
 
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Die Tante Jolesch: oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten [Taschenbuch]

Friedrich Torberg
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423012668
  • ISBN-13: 978-3423012669
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.467 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Torberg
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Tante Jolesch
OA 1975 Form Anekdotensammlung Epoche Moderne
Die Tante Jolesch mit dem Untertitel oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten ist ein originelles Zeitgemälde aus Anekdoten und Porträts von Zeitgenossen Friedrich Torbergs. Es bietet ein in dieser Form einzigartiges Panorama des habsburgischen Kulturkreises und der ihn prägenden jüdischen Bohème Wiens, Prags und Budapests.
Entstehung: Ein Buch der Wehmut nannte Torberg seine Anekdotensammlung, mit der er der Nachkriegsgesellschaft Kunde geben wollte von einer Welt der namhaften und namenlosen Originale und Sonderlinge, für die in der technokratischen Zeit kein Platz mehr war. Mit dem Werk wollte Torberg ihr Andenken bewahren.
Inhalt: In den Anekdoten begegnen dem Leser Literaturgrößen wie Alfred Polgar (1873–1955), Ferenc Molnàr (1878–1952) und Egon Erwin R Kisch ebenso wie heute weitgehend vergessene Schauspieler, Journalisten, Rechtsgelehrte, Rabbiner und auch Oberkellner. Ihnen allen ist eins gemein: die Freude an der wohlgewählten, geschliffenen Formulierung, die immer das Ziel hat, zu einer Pointe zu geraten. So bieten die Geschichten jenseits ihrer eigentlichen Form der Anekdote ein Feuerwerk an Sprachwitz, Bonmots, Sentenzen und Aphorismen.
Neben allem Witz und Humor stellt sich beim Lesen häufig eine wehmütig-melancholische Stimmung ein, resultierend aus einigen eingeflochtenen Anmerkungen, dass die porträtierte Welt durch den Nationalsozialismus gewaltsam zerstört wurde. So sind einige Geschichten bereits im amerikanischen Exil einzelner Personen angesiedelt.
Struktur: Die Anekdoten sind in lockerer Folge Themen zugeordnet, von denen das ergiebigste das des »Kaffeehauses« ist, einer wichtigen Institution des Humanen und des Geistes im alten Österreich. Ein Zusammenhang in der Abfolge der Anekdoten zeigt sich nicht; er ergibt sich aus der zwingenden Notwendigkeit des Apropos an der rechten Stelle und dem bezaubernden Esprit, der das Ganze trägt.
Wirkung: Die Tante Jolesch hat keine Aufnahme in die großen Literaturlexika gefunden, da diese Art Anekdotenliteratur hier zu Lande nicht eben hoch geschätzt wird. Die Leserschaft hingegen nahm es mit Begeisterung auf; wohl auch, weil es das letzte Zeugnis eines originellen Humors ist, der im deutschsprachigen Raum nicht mehr heimisch ist. R. F. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein hoch amüsantes Büchlein, auch bestens geeignet zur kurzen Lektüre zwischendurch.«
Solinger Morgenpost 13.09.2008

»Torbergs ›Tante Jolesch‹ ist ein wunderbarer Reisebegleiter. Wiegt fast nichts.«
Der Tagesspiegel

»Ein nobles, schönes, lustiges, trauriges Buch. Eine kleine Recherche der verlorenen Zeit, das Panorama einer gewitzten und geistesgegenwärtigen Menschlichkeit.«
Dieter Hildebrandt, Die Zeit

»Kaum ein dicker Roman könnte fassen, was sich hier durch das Ventil des sprachlichen Witzes in bewegte Miniaturen umsetzt.«
K. H. Kramberg, Süddeutsche Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Den "Schüler Gerber" kennen viele als Schullektüre und meinen, damit auch Torberg zu kennen. Auch das Synonym "der Übersetzer von Ephraim Kishon" wird Torberg nicht gerecht. Die Tante Jolesch, die man unbedingt gleich mit dem Fortsetzungsband bestellen sollte, wird man nicht mehr aus der Hand legen können, bis die letzte Zeile verklungen ist. Diese unvergleichliche Leichtigkeit der Sprache habe ich bisher nicht wieder gefunden. Torberg bringt Sätze fertig, die sich über fast eine ganze Seite erstrecken, aber dennoch so klar und intuitiv sind, daß man wie auf einer Welle mitgerissen wird. Dieses Buch ist ein Phänomen. Unerreicht, wie präsent er Marginalien beschreibt. Eine Geschichte handelt von einer alten Frau, die auf dem Sterbebett das entscheidende Geheimnis eines Kochrezepts preisgibt: Sie hatte nie genug von dem betreffenden Gericht gekocht. Eigentlich nicht wirklich witzig oder typisch oder österreichisch. Aber genial zu lesen. Ich persönlich habe diese Buch wahrscheinlich schon 50 mal gelesen und inzwischen mehrfach nachbestellen müssen, weil es im Urlaub, in der Badewanne oder durch "Verleih" abhanden gekommen war. Und jedesmal, wenn ich ein neues Exemplar in der Hand halte, kann ich es kaum erwarten, wieder einzutauchen. Ein Tip für Lehrer: Die Besprechung des Schüler Gerber sollte unbedingt von der Textanalyse einer kleinen Jolesch-Geschichte begleitet werden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist eine ganz gemeine, hinterlistige Attacke auf alle Menschen, die nostalgisch veranlagt sind.

Es wird zwar keine Geschichte erzählt aber dafür tausend kleine Geschichtchen und am Ende meint man, man wäre selbst dabeigewesen. Man erhält einen Einblick in die Zeit der ausgehenden Donaumonarchie und die Zeit zwischen den Weltkriegen, den einem kein Geschichtsbuch vermittelt. Und man bedauert unendlich, nicht selbst dabeigewesen zu sein.

Ich habe durch einen glücklichen Zufall das Buch gelesen, kurz bevor ich eine Reise nach Prag gemacht habe. Das war 1995 und obwohl Prag schon damals voller amerikanischer Schüler und Japaner war, konnte man doch noch viele der im Buch auftauchenden Schauplätze wiederfinden; mit der entsprechenden, die Phantasie anregenden Ost-Patina. Es sah einfach noch genau so aus wie bei uns vor dem Krieg oder eben wie man meint, daß es zu der Zeit in der das Buch spielt ausgesehen haben müsste. Aber auch bei den Plätzen, die heute anders sind, den Kaffeehäusern die es nicht mehr gibt (wie z.B. dem häufig auftauchenden Cafe Arco), oder Orten wie dem ehemaligen Judenviertel, die heute mit Touristen gestopft voll sind kann man mithilfe des Buches die Menschen sehen, die dort einmal gelebt haben oder sich die Dinge vorstellen, die sich dort einmal abgespielt haben (sollen).

Im Endeffekt ist es nichts anderes als wenn man vor der Teenie-disco oder Studentenkneipe steht, in die man früher immer gegangen ist und die nun geschlossen ist. Nur daß man die Geschichten von Torberg eben nicht selbst erlebt hat, sondern sie nur gelesen hat. In der Regel sind die Geschichten aber besser als das, was man selbst so erlebt hat. Zumindest in der Masse. Denn es ist schón beeindruckend mit welchem Fleiss der Autor über Jahre Buch geführt hat.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der nach Wien, Prag, Budapest oder sonstwo im ehemaligen k.u.k. Österreich fährt oder der einen Film über Franz Kafka drehen will. Vielleicht lässt er es ja nach der Lektüre des Buches bleiben und dreht stattdessen einen anderen Film. Vielleicht über Dean Martin. Aber das wäre schon wieder eine andere Geschichte.

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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Torberg schildert auf geniale Art und Weise Käuze und Originale der Zeit vor dem 2. WK in der früheren Habsburgermonarchie mit all ihren Spleens, Marotten und Bonmots. Bei der Lektüre kommt man aus dem Schmunzeln nicht heraus, obwohl einem gleichzeitig das Lächeln auf den Lippen fast gefriert, wenn man an viele Zeitgenossen der geschilderten Personen denkt, die den 2. WK nicht überlebten und daran, dass es solche Persönlichkeiten und Umstände heute leider nicht mehr gibt.
Torbergs Buch ermöglicht einen unglaublich interessanten und witzigen Einblick in die "gute alte Zeit", die für uns heute wie ein Museumsbesuch anmutet.
Mit Torbergs Charakteren ist tatsächlich ein Stück des Abendlandes und unserer Zivilisation untergegangen, die "Tante Jolesch" bietet die beste Gelegenheit, sich diese Zeit noch einmal vor Augen führen zu lassen - erstklassiger Unterhaltung inklusive!!!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Ganz nett
Hübsche Anekdoten, die einen durchaus zum Schmunzeln bringen. Sympathische Charaktere. Allerdings gefällt mir nicht, dass die Geschichtchen relativ beliebig... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Pseudo Nym veröffentlicht
Die Tante Jolesch....
Das Buch habe ich für eine Freundin bestellt. Sie hat sich darüber gefreut. Das Buch hatte sie in ihrem Bücherschrank, hat es verborgt und nicht mehr... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Helga Russu veröffentlicht
Neue Auflage, schlechter geworden
Nachdem ich meine geliebte alte "Tante Jolesch" nicht mehr finde (oder verliehen und nicht wiederbekommen habe), habe ich mir nun diese Ausgabe gekauft. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Jim Panse veröffentlicht
Wertvolles Zeugnis einer vergangenen Epoche
Der von Friedrich Torberg skizzierte "Untergang des Abendlandes" vollzieht sich völlig anders als bei Oswald Spengler, der diesen Titel ja bereits 1918 bzw. 1922 prägte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Januar 2009 von Stefan T.
Dem Himmel ein Kaffeehaus!
Ja, Friedrich Torberg. Als ich unlängst sein Meisterwerk "Mein ist die Rache: Novelle" las, fiel mir ein, dass ich vor genau 30 Jahren seine Tante Jolesch gelesen hatte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2008 von helmpr.
Großartig
Eine Pflichtlektüre! Wer die Möglichkeit hat, sollte sich überlegen das Audiobook anzuschaffen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2008 von C. Sevcik
Köstliche Anekdoten aus einer untergegagenen Welt
Eine Sammlung köstlicher Anekdoten aus der Welt der Literaten, Journalisten und Künstler, vor allem jener des jüdischen Bürgertums des Städtedreiecks Wien,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2006 von H. Schumacher
Herrgott, schau oba.....
...heisst soviel wie "Lieber Gott, sieh doch herunter zu uns" und ist als Phrase tief im Wienerischen verwurzelt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. September 2006 von daydreamer
gemütlich wie ein kaffee im hawelka
Die Tante Jolesch - ein Synonym für's alte Wien. Ebenso die Anekdoten, mit denen Friedrich Thorberg den Leser in eine Zeit entführt, die es nicht mehr gibt. Lesen Sie weiter...
Am 18. April 2005 veröffentlicht
Diese CD: Zuviel Hammerschlag, zu wenig Tante Jolesch
Über die "Tante Jolesch" Lobendes beizusteuern heißt, Kaffee (oder besser Einspänner, Braune usw. usw.) ins Kaffeehaus zu tragen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2004 von weiser111
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