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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schwache Geschichte, schwache Sprache, schwache Charakterzeichnung,
Von Desevi "desevi" (da wie dort) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Tallinn-Verschwörung: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Es zieht sich, es zieht sich. Ich gebe es zu: ich bin erst bei der Hälfte des Buches. Aber ich weiß nicht, ob ich bis zum Ende durchbeiße.Das Thema Kirchenverschwörung ist zwar mittlerweile abgelutscht, aber die Autoren haben wenigstens versucht, dem Ganzen neue Facetten abzugewinnen, indem sie die kirchlichen Verschwörer mit Neonazis in ein Boot setzen - was aber durch die schwache Story ziemlich in die Hose ging. Dabei, ich glaube, es ist gar nicht so sehr die Story, die mich stört. Viel schlimmer sind die oberflächlichen Charaktere, wie zB der Held Torsten Renk, bei dem man nie genau weiß, ob er nun über den Tod seiner Freundin traurig ist oder nicht, oder auch die anderen sehr eindimensional gezeichneten Charaktere. Mit den "Guten" identifiziert man sich nicht - mir ist es in diesem Fall völlig egal, wie es mit einem gewissen Entführungsopfer weitergeht - und die "Bösen" sind nicht wirklich furchteinflößend, vielleicht auch, weil sie einfach zu bizarr sind (die Kampfmaschine, der Italiener - molto potente - im Hawaii-Hemd, der dünne, bleiche Geistliche,...). Und dass die Polizei und die Vorgesetzten des Heldes gegen ihn arbeiten bzw ihn nicht ernst nehmen, ist nun wirklich ein tausend Mal gelesenes Stilmittel (und immer wieder ärgerlich). Außerdem ist das Buch von einem irritierenden Schreibstil geprägt. Es finden sich auf beinahe jeder Seite eigenartige Ausschmückungen der Marke "die vorbeilaufenden Jogger achteten mehr auf ihre Pulsuhren als auf ihn". Wie gesagt, ich bin erst bei der Hälfte - aber das Buch ist nicht mehr zu retten. EDIT: ich habe mich durch das Buch bis zum Ende durchgekämpft. Ich hatte mit meiner Vermutung Recht: es wird nicht mehr besser. Bis zum Schluss findet man keine Identifikationsfigur, zu simpel gestrickt sind die Charaktere, die allesamt nur aus Hüllen zu bestehen scheinen. Man nehme zum Vergleich Stieg Larssons "Verblendung": die Akteure, und zwar sämtliche, haben eine Geschichte und scheinen aus Fleisch und Blut zu sein. Man kann sich identifizieren und versteht deren Handlungen. Im Gegensatz dazu bleiben in der "Tallinn-Verschwörung" die Motive der Personen oft schleierhaft und komplett irrational. Außerdem hat man das Gefühl, dass die Autoren das Bedürfnis hatten, die Handlung zu strecken. Warum wird über mehrere Seiten geschildert, wie sich die Helden der Geschichte mit einem Paar um reservierte Sitzplätze im Zug streiten? Soll das für mehr Realismus sorgen? Ging daneben. Oder die Art, wie sich Torsten Renk eine Genehmigung für das Mitführen einer Waffe im Flugzeug holt und dann vom Flughafenpolizisten gleich spontan als Skymarshall angeheuert wird (was aber mit der Handlung gar nichts mehr zu tun hat). Mir kann bitte keiner erzählen, dass ein Flughafenpolizist die Kompetenz hat, so eine Genehmigung spontan auszustellen und das schnell macht, weil er in Ruhe sein Pornoheft lesen will. Einfach blödsinnig und eigentlich ärgerlich. Klar, ein Roman ist nicht unbedingt ein Tatsachenbericht, aber so offensichtlich realitätsfern, wie hier agiert wird, stößt mir das sauer auf. Fazit: die Tallinn Verschwörung ist für mich auch als leichte Urlaubslektüre nicht lesenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Grotesk schwaches Buch - Finger weg!,
Von Fabian Seith "Alpenblick" (Konstanz, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die Tallinn-Verschwörung: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Vor zwei Wochen habe ich mir das Buch "Die Tallinn-Verschwörung" als Hardcover gekauft. Das bedeutet schon etwas, da ich normalerweise kaum mehr als 10 Euro für ein Buch ausgebe. Ich kann es vorwegschicken: Das Geld war eine grobe Fehlinvestition!Um mit etwas Positivem zu beginnen: An sich bietet die Idee des Buches - das Bündnis der Rechten mit ultrakonservativen Kirchenkreisen (die obligatorische Bruderschaft darf hier natürlich nicht fehlen) genügend Spannkraft und Sprengpotenzial für einen fesselnden Thriller - wenn, ja wenn man hier nicht so ziemlich alles falsch gemacht hätte. Ich möchte aus der Flut der Kritikpunkte, die auch meine Vorredner erwähnt haben, noch einmal einen besonders hervorheben: Die Charakterzeichnung. Ich habe nun doch schon einige Bücher, auch aus diesem Genre, gelesen, aber derart flache, holzschnittartige, klischeehafte, plumpe und langweilige Protagonisten sind mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Den Charakteren wird kaum Entwicklung und Veränderung (und davon lebt ein gutes Buch nicht zuletzt) zugestanden, sie verbleiben in ihren vorgefertigten Bahnen. Aber wenn diese Bahnen wenigstens differenziert wären, und nicht geradezu grotesk klischeehaft überformt. Kostprobe? Die Informatikerin ist dick, aber genial und hat nen Job bei Bill Gates. Der MAD-Mann ist chronisch schlecht gelaunt, aber eine Kampfmaschine. Die Italienerin ist sinnlich und dekorativ. Die Kirchenmänner skrupellos und intrigant. Die Nazis sind (mit einer Ausnahme) dumm wie Stroh, die ganz Dummen haben natürlich eine Glatze, sind dafür aber enorm potent, und so weiter. Wer braucht denn so etwas? Wenn ich mich auf solche Klischees einlassen möchte, dann kaufe ich die Bildzeitung, die ist zumindest billiger! Fazit: Finger weg! Dieses Buch bereitet einem erwartungsvollen Leser einen ganzen Abend schreckliche Schmerzen, liest man es nicht als unfreiwillig komische Groteske - dann kann man zumindest lachen... MfG Fabian Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Hölzern geschrieben und ausgesprochen vorhersehbar,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Tallinn-Verschwörung: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Nicola Marni ist das Pseudonym des schreibenden Ehepaars Iny Lorentz und Eric Maron, das sich auf historische Romane spezialisiert hat. Warum das Pseudonym? Vermutlich, weil die beiden sonst in einem anderen Verlag erscheinen und vermutlich, weil sie das Genre wechseln... Aber das ist fast auch schon das Spannendste, was man zu diesem Roman sagen kann.Jetzt aber zum Buch. Es mixt wild und ungeniert alle Bestandteile zusammen, die - scheibar - für einen gelungenen Thriller stehen: Vatikan. Böse Kardinäle. Geheimnisvolle und geheime Logen. Eiskalte Killer. Harte Kerle. Schöne Frauen. Rechtsradikale. Bornierte Vorgesetzte. Pittoreske Landschaften oder interessante Städte. Bloß liegt beim Rezept die Kunst halt in der feinen Abstimmung der Zutaten... Hier kommt kaum mehr bei raus und rum als ein kruder Roman, der nach Belieben die unglaublichsten und unglaubwürdigsten Details mixt, der so ziemlich jedes Klischee verbrät, das es gibt und dessen Handlung sehr vorhersehbar ist. Im Zentrum steht eine geheime kirchliche Loge, die Fratelli Martelli, von denen es aber gar keine Spuren mehr gibt. Kein Wunder, wurden die doch alle in den vatikanischen Archiven versenkt oder von willfähigen Archivaren und Kardinälen gefälscht. Die Brüder des Hammers spielen natürlich auf Karl Martell und dessen Sieg gegen die Türken an, und das ist der Hintergrund, vor dem sich alles abspielt: wir wollen keine Moscheen, wir wollen keinen Islam, wir wollen ein christliches Abendland und müssen den Islam so bekämpfen wie seinerzeit Karl Martell. Und dafür verbrüdern die Brüder sich mit deutschen und italienischen Rechtsradikalen. Und das Hauen und Stechen, Morden und Sprengen geht munter los, eine schöne Frau wird entführt (aber auch gerettet), der Held kann zeigen, was er drauf hat usw. Zu den kirchlichen Würdenträgern wäre noch zu sagen, daß sie in diesem Buch entweder alt und tattrig, schwul und verklemmt, machtgeil und verlogen oder einfach nur naiv sind. Auf einer Skala von 1-10 bewerte ich das Buch so: Anspruch = 0, Spannung = 3, Handlung = 3, Personen = 1, Dialoge = 2, Klischeedichte = 10. Also maximal Mittelmaß. Was aber nicht heißt, daß man das Ding nicht - getreu dem Verlagsnamen Page & Turner - einfach runterfatzen und weglesen kann. Kann man, aber man kann dabei getrost noch eine Unterhaltung führen oder sich sonst wie beschäftigen. Ein Marshmallow hat mehr Nährwert!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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