Die Geschichte einer anfangs problematischen Liebe hat Mark Twain mit seinen „Tagebüchern von Adam und Eva" geschrieben. Der Text liegt hier ansprechend verpackt und mit „paradiesischen" Bildern von Henri Rousseau versehen als Geschenkbuch in der Reihe „Edition Herder" vor. Nun ist die Geschichte von Adam und Eva, die als erste Menschen nach der Erschaffung der Welt im Paradies lebten, sowie deren nachfolgende Vertreibung aus dem Garten Eden hinlänglich bekannt. Mark Twain bereitet sie als Tagebucheintragungen auf, in denen die allzu menschliche Seite der Existenz und die bekannten Klischees über Frauen und Männer betont werden: Adam ist es zuerst lästig, das Paradies mit einer zweiten menschlichen Kreatur teilen zu müssen und ärgert sich etwa über ihre Manie, allem einen Namen geben zu müssen, fühlt sich aber auch zu Eva hingezogen. Diese wiederum - so neugierig, daß sie sich mit der Schlange anfreundet - weiß nicht so recht, wie sie den Eigenbrötler für sich gewinnen kann. Nachdem sie das Paradies verlassen haben, geht es mit den Problemen der Kindererziehung weiter... Die Tagebücher enthalten witzige und ironische Stellen, in denen das Begreifen und Aneignen der Welt durch die ersten Menschen aus Mark Twains Perspektive des späten 19. Jahrhunderts gezeichnet wird. Wunderschön auch sein Einfall, mit dem der Band abgeschlossen wird: Adam überlebte seine Eva und ließ „Wo immer sie war, da war Eden" auf ihren Grabstein schreiben (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)