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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Was wollen die, wir lesen doch bloss Bücher....",
Von Kai Freitag "K. Freitag" - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die 3 Tage des Condor (DVD)
...so der Aufschrei von Robert Redford, als er merkt, dass er in eine wirklich üble Sache hinein geschlittert ist - aber keine Ahnung hat, warum.Ich habe diesen Film Ende der Siebziger das erste Mal gesehen, finde ihn aber heute immer noch genauso gut wie damals. Formal ist es ein Spionagethriller, der sich aber von den damaligen Filmen des Genres unterscheidet, weil er nicht den kalten Krieg zum Hauptthema hat. Vielmehr geht es um einen Machtkampf innerhalb der CIA, dem eine Sektion „Bücherwürmer" zum Opfer fällt: das sind Leute, die internationale Literatur (hier Kriminalromane) auf für Geheimdienstoperationen nützliche Ideen auswerten. Robert Redford stolpert dabei über eine brisante Sache, ohne es zu wissen. Und als er als einziger seiner Sektion das Attentat eines Trupps freischaffender Söldner überlebt, beginnt ein tödliches Katz und Maus-Spiel. Filme dieser Art gibt es heute in dieser Form kaum noch, der letzte vergleichbare war kürzlich „Spy Game", ebenfalls mit Redford: spannendes, überwiegend kurzweiliges Popcorn-Kino mit nicht allzuvielen Verwicklungen. Dennoch heben die schauspielerischen Leistungen von Redford, Dunaway und von Sydow den Film über das Mittelmass. Ich muss dazu anmerken, dass ich ein Fan der Bösewichter-Darstellungen des Max von Sydow bin, den er hier so lakonisch wie immer gibt. Egal ob als Blofeld in „Sag niemals nie", als Höllenfürst in „Needful Things" oder Imperator Ming in „Flash Gordon" - ich mag das einfach. Was die technische Ausstattung angeht, ist die DVD leider nicht so toll ausgestattet. Nur der englische Ton würde überarbeitet (deutsch ist Mono), ausser den Kommentaren des Regisseurs gibt es keine weiteren Extras: Trailer, Goofs, Filmographien etc., alles Fehlanzeige. Zum Preis von 25 Euro ziehe ich dafür einen Stern ab. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannender Spionagethriller,
Rezension bezieht sich auf: Die 3 Tage des Condor (DVD)
Sydney Pollack schuf einen der eindruckvollsten, und auch heute noch sehr aktuellen, Spionagethriller der 70er Jahre. Interne Machtkämpfe innerhalb der CIA kosten etlichen "Bücherratten" das Leben, einzig Robert Redford überlebt. Fortan befindet er sich zwischen zwei Fronten, unsicher wem er noch vertrauen kann, ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.Ruhig inszeniert, keine hektischen Schnitte, messerscharfe Dialoge, viel Zeit für die einzelnen Charaktere - Filmklassiker sind oft eine wohltuende Abwechslung zum Krawallkino dieser Tage. Robert Redford, Faye Dunaway, und Max von Sydow - reichlich Starkaliber, was dem Film auch zugute kommt. Vor allem das Spiel zwischen Redford und Dunaway ist intensiv und mitreißend. Einer der Filmklassiker, die aufgrund zeitloser Themen, intelligenter Inszenierung und hochkarätiger Besetzung nie an Attraktivität verlieren werden - "Die drei Tage des Condor" ist ein Genrehighlight. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Condor...zum Abschuß freigegeben....,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die 3 Tage des Condor (DVD)
Ein unauffälliges Büro in New York City, perfekt getarnt als American Literary Historical Society, in Wahrheit eine hochtechnisierte Abteilung der CIA mit 8 Mitarbeitern.Dort werden weltweit Nachrichten gesammelt und danach ausgewertet, ob darin Strategien oder Hinweise zu finden sind, die der CIA von Nutzen sein könnten. Joe Turner (Robert Redford) ist einer von Ihnen und er ist bekannt nicht der pünktlichste und auch nicht der regelkonformste Mitarbeiter im Team zu sein. Heute beispielsweise kommt er etwas zu spät zur Arbeit und in der Mittagspause wird er das Büro verbotenerweise durch den Hintereingang kurz verlassen, dieses Verbot wird ihm aber das Leben retten. Es ist kurz vor Weihnachten, draussen regnet es und die Pause bedeutet eine kurze Entspannung von seinem Job mit Bücher lesen, Passagen ausdrucken, in einen Computer einspeisen, herausfiltern. Als er wieder zurückkehrt, sind alle seine Kollegen bereits tot. Ein drei Mann starkes Killerkommando hat sie alle kaltblütig erschossen. Turner muss nun fliehen, denn die Mörder werden bald herausfinden, dass sie ihren Auftrag nicht vollständig ausgeführt haben und er als einziger Überlebender der Gruppe steht natürlich auf der Abschlußliste. Er muss nun herausfinden, wer hinter diesem Anschlag steckt und vor allem muss er sich in Sicherheit bringen und kann niemandem trauen, vor allem nicht seinem eigenen Arbeitgeber CIA. Er nimmt aber Kontakt zur Dienststelle in Langley auf und soll nun den Anweisungen des Vorgesetzten Higgins (Cliff Robertson) folgen. Aber kann er seinem Chef auch trauen ? Untertauchen wird er bei der schönen Kathy Hale (Faye Dunaway), die taltentierte Fotographin wird seine Geisel. Aber inzwischen ist auch der besonders versierte Profikiller (Max von Sydow) , der von der Organisation nur "der Elsässer" schon dicht auf seinen Fersen... "Die drei Tage des Condor" von Sydney Pollack entstand 1975 und zählt zu den in den 70ern besonders beliebten Paranoia-Thrillern, die u.a. auch politische Verschwörungen und ominöse Geheimdienstaktivitäten beschreiben. Vorausgegangen war das Misstrauen der amerikanischen Bevölkerung gegenüber ihren eigenen Sicherheitsbehörden und vor allem gegenüber der Regierung, die aufgrund der Watergate Affäre in ihrem Vertrauen maßgeblich erschüttert wurde. Dies machte den Weg frei für diese typischen Thriller, die von der undurchsichtigen Haltung der politischen Institutionen handelt. Ein weiteres Thema für diese wunderbaren Thriller war dann auch aufgrund "Watergate" das Abhören durch einen Lauschangriff. Beispiele dafür sind "Klute", "Die Unbestechlichen" oder "Der Dialog". Ein Indiz dafür wie viele klasse Filme in diesen Zeiten der Paranoia hervorgegangen sind. Pollacks Film ist vielleicht einer der flüssigsten seiner Art, denn die Geschichte ist spannend und dynnaisch erzählt. Er bietet auch szenenweise einige Glanzmomente, die super sind (Exposition, Postbotenkiller, jede Szene mit von Sydow), er bietet aber etwas weniger Rätsel im Vergleich zu Alan J. Pakulas "Zeuge einer Verschwörung", bei dem der Zuschauer nicht so viel erfährt. Die Schlußszene von "Drei Tage des Condor" ist aber wieder auf 100 % Paranoia ausgerichtet. Ein runder Film, der durchgehend spannend ist und vorzügliche Unterhaltung bietet. Natürlich bietet es sich bei Kinostars wie Redford und Dunaway an eine Romanze mit einzubauen, die zeigt wie sehr Pollack daran interessiert war seinen Paranoia Beitrag zum großen Publikumserfolg zu machen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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