Was Schawinski schreibt, ist unterhaltsam und aufschlussreich. Bei Erzählungen von diversen Begegnungen mit sogenannten TV-Stars muss man einfach schmunzeln, bei Beschreibungen medienpolitischer Gegebenheiten in Deutschland dagegen stehen einem die Haare zu Berge. Vor allem für Leute, die der TV-Branche nahestehen, ist das Buch sehr interessant.
Sicher, der Autor mag eitel sein. Es ist zu spüren, dass "Die TV-Falle" Schwawinskis Abrechnung mit diversen Personen und Institutionen ist. Viele kriegen ihr Fett weg. Seine Perspektive ist die eines Senderchefs, er ignoriert manche Zusammenhänge, und meiner Meinung nach beurteilt er die Zukunft des Mediums "Fernsehen" nicht richtig und zu negativ. Macht da vielleicht einer eine Branche schlecht, in der er für sich keine Zukunft mehr sieht?
Trotz aller Kritik ein tolles Buch. Kann es sein, dass die zum Teil sehr schlechten Rezensionen hier von Leuten geschrieben wurden, die sich von Schawinski persönlich auf den Schlips getreten fühlen?