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Die Töchter Egalias - Ein Roman über den Kampf der Geschlechter
 
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Die Töchter Egalias - Ein Roman über den Kampf der Geschlechter [Taschenbuch]

Gerd Brantenberg
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 234 Seiten
  • Verlag: Frauenoffensive (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 388104163X
  • ISBN-13: 978-3881041638
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 113.297 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Klappentext

Für eilige: "Da werden blitzartig Vorurteile, plumpe Klischees, abgenützte Denkschablonen entlarvt." Gisela Schlientz/SüdfunkFür kritische: "Das überzeugendste an dieser witzigen Satire aufs Patriarchat ist: Es funktioniert."Manuela Reichhert/Die Zeit.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als Petronius 15 Jahre alt ist, herrschen im Staat Egalia die Frauen, die entrechteten Männer können nur durch die Überlassung eines Vaterschaftspatronat (Ehe) zu einigermaßen Sicherheit kommen. Petronius fühlt sich in seiner Rolle sehr unwohl: warum kann er nicht Seefrau werden? Dann der PH, in dem jeder Mann ab einem bestimmten Altern seinen Penis ausserhalb des Hemdes zu tragen hat, und -als beste Chance auf ein Vaterschaftspatronat- der Einführungsball, auf dem jeder junge Mann erste sexuelle Erfahrungen machen soll. Seine Bekanntschaft mit Herrlein Uglemose (ein verspotter "Übriggebliebener", den keine heiraten wollte) ermöglicht es ihm und einigen Schulkameraden, sich zu treffen und zu diskutieren: z.B. über vergangene Gesellschaften, in denen nicht das Matriarchat herrschte, oder über die Willkür, mit der der Staat für die bestehende Ordnung argumentiert. Dies wächst sich langsam zu einer Männerbewegung aus, die sich für gleiche Rechte für Männer einsetzt.

Die beschriebene Gesellschaft ist in verschiedener Hinsicht keine einfache Umkehrung der bestehenden Gesellschaft. Die Machtverhältnisse sind sehr stark polarisiert, ungefähr wie vor Einführung des Wahlrechts für Frauen. Einiges ist übertrieben und kam wohl in der Geschichte so nicht vor z.B. Menstruationsfestspiele. Trotzdem bietet der Roman viele Denkanstöße zur heutigen Gesellschaft: muß alles so sein, wie es ist? Wäre es richtiger, einiges anders zu machen? Nicht nur in Bezug auf des Verhältnis der Geschlechter, sondern auf diskriminierende Merkmale allgemein. Daher eignet sich der Roman gut als Schullektüre oder für Referate.

Die Handlung bietet Abwechslung: die politischen Aktivitäten von Petronius und seiner Freunden sind nur die Früchte verschiedener Ereignisse z.B. der Lebensgeschichten seiner Eltern, seines Lehrers, seiner Geliebten. Außerdem werden wichtige Stationen und die damit verbundenen, teils abstrus anmutenden Zeremonien im Leben einer Tochter Egalias an Familienereignissen beschrieben.

Die Figuren fand ich nicht so stark herausgearbeitet. Allerdings halte ich dies legitim, um Parteilichkeit des Lesers mit der sympathischen Seite zu vermeiden.

Etwas schwierig ist die Sprache: konsequent werden eigentlich männliche Wörter, die nun eine anscheinend geschlechtsneutrale Bedeutung haben z.B. man, Mensch, herrschen, gegen ein weibliches Synonym ausgetauscht: dam, Wibsche, frauschen. Das ist manchmal etwas anstrengend, aber das soll es wohl auch sein, um zu zeigen, wie verfestigt die Vorherrschaft des Männlichen in unserer Sprache ist.

Das Buch hat neugierig gemacht auf andere Werke von Gerd Brantenberg - 5 Sterne!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Konsequent, Komisch, Klasse! 14. September 2003
Von Ein Kunde
Anfangs verwirrt vielleicht die Sprache: konsequent findet die feminine Form Gebrauch. Hey, das ist doch unser Alltag sonst: dauerhaft umgeben von männlicher Sprache. Wie sehr diese Einseitigkeit unser Denken und Verhalten prägt, hier entwickelt man oder "dam" ;-) ein Gespür dafür.

Wer nun glaubt, es mit plumper Umkehrung zu tun haben, irrt gewaltig. Überaus einfallsreich entwirft die Autorin ein Bild einer 'Gegenwelt' - Ähnlichkeiten mit unserem (westlichen) Leben garantiert gewollt. Vermeidet gekonnt Klischees und entlarvt sie zugleich.

Die Geschichte ist klasse geschrieben und bewegt - in Kopf, Herz, Bauch; und die Lachmuskeln. Ein, in vielerlei Hinsicht, aufregendes Buch.

Es fällt sicher auf, niemand verrät viel über die Story - denn wie bei einem guten Krimi gilt: lesen und sich überraschen lassen. Und dann immer mal wieder 'aufgeklärt' nochmals lesen und den Spaß neu genießen.

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verkehrte Welt? 24. Juni 2006
Wenn jemand behauptet, feministische Literatur sei humorlos, dann reiche frau ihr/ihm dieses reichlich geschmacksfrei aufgemachte Paperback.

In diesem Roman ist alles anders: Hier sind die Frauen die "Männer" und die Jungen die "Mädchen", und sehr schnell wird offenbar, daß soziale Geschlechterdifferenz ("gender") keine Frage der Körperkraft ist, sondern eine mentale, die sich in der Sprache ausdrückt. Kreativ und clever formt Gerd Brantenberg (und mit ihr die Übersetzer Elke Radicke und Wilfried Sczepan) die real existierende Sprache und ihre gendertypischen Ausprägungen um -- und den LeserInneN bleibt das Lachen im Halse stecken! Auf der einen Seite die offensive Ausdrucksweise derer, die ihre "biologische" Höherrangigkeit zu rechtfertigen wissen, auf der anderen die zwischen Beschwichtigung und hinterlistigen Umtrieben changierenden Dialekte des minderen Geschlechtes. Es gibt weder "gut" noch "böse", denn alle Beteiligten sind mehr oder weniger krampfhaft damit beschäftigt, die bestehende Ordnung aufrechtzuerhalten, denn es kann ja eigentlich nur schlimmer werden.

Und der arme Petronius (dem Altphilologen fällt bei diesem Namen sofort das Satyricon ein!) stellt diese Ordnung nachdrücklich in Frage ...

Die Geschichte ist zwar inzwischen etwas hausbacken, dennoch stellt sie auf witzige und scharfzüngige Weise aktuell gebliebene Fragen. Und man versteht plötzlich sehr gut, was die Frauenbewegung der 1960er und 1970er Jahre antrieb, was immer noch akut ist, und wo es sich lohnt weiterzustreiten.
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Die neuesten Kundenrezensionen
leider immer noch aktuelle Karikatur der Gechlechterverhältnisse...
'Schließlich sind es immer noch die Männer, die die Kinder bekommen', sagte Direktorin Brams [...]. Es war ihr anzusehen, dass sie gleich die Befrauschung verlor. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Pelegrine veröffentlicht
Klassiker - Einführung in alte Zeiten und aktuelle Zustände
Die Töchter Egalias ist eins der besten Bücher, um sich schrittweise an die Emanzipation der Frau heranzutasten! Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Lazuli veröffentlicht
Ein wirklich wichtiges Buch
Ich habe das Buch in den 80ern als damal 13jaehrige gelesen - heute bin ich 38 - und an meine Mitschuelerinnen weitergereicht. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von S. Dolezal veröffentlicht
Ein Juwel
Schade, dass kaum noch einer unter 50 dieses Buch kennt.... Frauen UND Männer sollten es lesen, um sich zu emanzipieren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Mai 2009 von Brigitta
Unbedingt, aktualisiert auf 2008, neu auflegen!
Eine als Roman getarnte Gesellschaftskritik, die sich gewaschen hat. Ich kenne kein weiteres Buch und keinen Film (wo bleibt eigentlich die Verfilmung? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2008 von Christiania
ein geniales Buch über dir Rolle der Geschlechter
Töchter Egalias habe ich bereits in der Schulzeit im Unterricht gelese. Seitdem lese ich es mindestens einmal pro Jahr, da es brilliant die Rollenverteilung der Geschlechter... Lesen Sie weiter...
Am 6. Dezember 2001 veröffentlicht
Lies, lache und denke nach!
Auch beim zweiten Lesen bleibt dieses Buch ein Hochgenuß! Mit scharfer Beobachtungsgabe hat Gerd Brantenberg die Regeln unserer Welt karrikiert und führt bestehende... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. November 2000 von Lotte Paschke
Nicht nur für Frauen
Der Anfang ist ein bisschen schwer verdaulich. Wird mann doch in eine vollkommen weibliche Welt geworfen, mit all ihren Einschränkungen und Vorurteilen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2000 von its_tom@gmx.net
Das Beste seiner Art-!!
Ich kenne KEIN Buch, daß so leicht intensives Umdenken einleitet. Mein Lieblingsbuch seit seinem Erscheinen. Lesen Sie weiter...
Am 27. November 1999 veröffentlicht
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