Charlotte Link ist mit ,Die Täuschung` ein psychologischer Kriminalroman gelungen, der es mit den Besten seiner Klasse aufnehmen kann. Die Story spielt in der Provence und der Leser glaubt manchmal den Duft des Lavendels riechen zu können - so eindringlich beschreibt Charlotte Link u. a. die Landschaft. Aber nicht nur die Landschaft, auch die handelnden Personen werden mit einer ungeheuren Intensität beschrieben, so dass der Leser glaubt, Teil des Romans zu sein.
Peter Simon, ein erfolgreicher Geschäftsmann aus Frankfurt am Main, verschwindet während einer Reise in die Provence spurlos. Seine Frau Laura versucht verzweifelt, ihren Mann vor Ort zu finden. Allerdings stößt sie auf Widersprüche, die ihr zeigen, dass ihr Mann nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Die Wahrheit ist für Laura Simon mit tödlicher Gefahr verbunden...
Das Buch ist in zwei Teile untergliedert. Im ersten Teil werden die Morde und die Suche Lauras nach ihrem Ehemann eingehend und spannend beschrieben. Es gibt viele überraschende Wendungen und der Leser ist ein ums andere Mal versucht, eine Person des Mordes zu verdächtigen. Im zweiten Teil ist der Mörder bekannt. Es entwickelt sich aber dennoch eine immer spannender werdende Story, die in der tatsächlichen Bedrohung von Laura Simon durch den Mörder gipfelt.
Das Buch hat meiner Meinung nur eine Schwäche. Nach dem Mord zu Beginn des Buches vergeht zu viel Zeit, bis es wieder ,zur Sache geht`. Das soll heißen, die Handlung schleppt sich auf den ersten 100 Seiten ein wenig. Dies wird aber durch die insgesamt fesselnde Geschichte teilweise wieder aufgehoben.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen.