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Die Syro-Aramäische Lesart des Koran: Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache
 
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Die Syro-Aramäische Lesart des Koran: Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache [Taschenbuch]

Christoph Luxenberg
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Die Syro-Aramäische Lesart des Koran: Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache + Streit um den Koran: Die Luxenberg-Debatte: Standpunkte und Hintergründe + Die dunklen Anfänge: Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 356 Seiten
  • Verlag: Schiler Verlag; Auflage: 4. Unveränd. (23. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899300289
  • ISBN-13: 978-3899300284
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.931 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christoph Luxenberg
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Das faszinierendste Buch, das je über die Sprache des Koran geschrieben wurde. Wenn es sich in seiner Hauptthese als richtig erweist, ist es das bedeutendste je verfasste Buch zum Koran. THE GUARDIAN
Viele dunkle Stellen, die in über 1000 Jahren Arbeit am heiligen Text selbst für arabische native speakers rätselhaft bleiben, kann Luxenberg erhellen. (...) Luxenbergs Werk hat nicht nur eine Pointe für die Muslime, sondern auch für die Christen. Auch sie werden gezwungen, im vermeintlich Anderen das Fortleben der eigenen Tradition zu erkennen und zwar ohne das übliche Kulturdialog-Gequatsche, nur mit den Mitteln der Philologie.
DIE ZEIT

Kurzbeschreibung

"Mit ... Interpretationsproblemen bei "unklaren" oder "dunklen" Stellen [im Korantext] beschäftigten sich die westlichen Koranübersetzer, die sich mit den Erklärungsversuchen der muslimischen Gelehrten nicht zufrieden gaben. Hier hakt eine neue Studie von Christoph Luxenberg ein... Bei der Klärung der umstrittenen Stellen... prüft er, ob es im Syro-Aramäischen eine gleich lautende Wurzel gibt, die andere Bedeutung hat, aber zum Kontext besser passt... Spektakulär ist seine neue Lesart zweier Verse in Sure 44 und 52. Darin werden den ins Paradies eingegangen großäugige Huris (Paradiesjungfrauen) versprochen, ein feststehendes Element der islamischen Jenseitsvorstellung. Nach Luxenbergs Lesart erwarten den Seligen dort jedoch nur noch weiße, kristallklare Weintrauben.... Es ist zu hoffen, dass das Buch...zu einer regen wissenschaftlichen Diskussion führt" (Neue Zürcher Zeitung). "This naturally leads to the most fascinating book ever written on the language of the Koran, and if proved to be correct in its main thesis, probably the most important book ever written on the Koran" (The Guardian). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
«... fabelhafte Geschichten jüdischer und christlicher Religion, Amplifikationen aller Art, grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, sooft wir auch darangehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.» Goethes bemerkenswert ehrliche Bemerkungen zum Koran (in den Noten und Abhandlungen zum West-Östlichen Diwan) zeigen deutlich die Ambivalenz, die jeden unbefangenen Leser «dieses heiligen Buches» beschleicht. Das soll unmittelbar Gottes Wort sein, überbracht durch den Engel Gabriel?
Christoph Luxenberg, der mit seinen Forschungen nach eigenen Worten «die Würde des Koran» wiederherstellen will, gibt sich damit nicht zufrieden. Der wissenschaftliche Spürsinn des Linguisten führt ihn zu den Wurzeln der Unklarheiten und Verzerrungen: Die Sprache des Koran ist keine ursprüngliche, sondern eine mit syro-aramäischen Elementen versetzte, daher muss es eine tiefere, reinere Schicht unterhalb der Oberfläche des «arabischen» Koran geben. Und diese verweist auf das verschwundene orientalische Christentum, dessen Erbe der Islam, ohne es zu wissen (oder wissen zu wollen), angetreten hat. Vermutlich entstammen zumindest die «mekkanischen Suren» des Koran der Übersetzung eines christlichen, in syrischer Sprache abgefassten, Lektionars (syr. qeryana).
Der Rezensent, der mit Übersetzungen mystischer Texte aus dem Islam befasst ist und dort auf Schritt und Tritt christlich-esoterischen Ideen begegnet, kann erst jetzt sein eigenes tieferes Interesse für diese Texte wirklich begreifen. Aufatmend darf er seine Scheuklappen ablegen und auch im Koran den christlichen Kern unbefangen anschauen. Und dabei ist bisher nur ein Teil von Luxenbergs Erkenntnissen veröffentlicht...
Der Leser sollte allerdings wissen, dass er es hier mit einer sprachwissenschaftlichen Studie für Semitisten (also nicht bloß für Arabisten) zu tun hat. Wer diesem Kreis von Spezialisten nicht angehört, vermag die ziemlich verwickelte Beweisführung des Autors kaum in jedem Detail nachzuvollziehen. Und doch besteht an der wissenschaftlichen Integrität Luxenbergs auch für den unbedarften Leser kein Zweifel. Seine Forschungsergebnisse sind in ihrer Plausibilität derart beeindruckend und spannend, dass man mit ihm «die Hände über dem Kopf zusammenschlägt», wenn man die grotesken koranischen Fehllesungen (etwa zu den sogenannten Huris) mit der geklärten Version (nach syro-aramäischer Lesart) vergleicht.
Was würde nun Mohammed selbst zu diesen neuen Erkenntnissen sagen? Ein von ihm überliefertes Hadith drückt es aus: «Macht euch auf die Suche nach Wissen, und sollte es in China sein!» Die Koranforscher brauchen nicht mehr so weit zu gehen, das Wissen liegt viel näher...
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78 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meilenstein! 4. Juni 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Bei diesem äußerlich unscheinbar aufgemachten Werk dürfte es sich um einen wichtigsten deutschen Beiträge zum Weltwissen in den letzten 10 Jahren handeln. Das Buch ist allerdings eine reine Gelehrtenschrift. Der Laie vermag dem Gedankengang Luxembergs zu folgen: Seine Argumente zu überprüfen, dürfte allerdings selbst den Kenntnisstand der meisten deutschen Semitisten und Islamwissenschaftler übersteigen. Angenehm fällt an dem Werk auf, dass es weitestgehend auf spekulative Schlussfolgerungen aus seinen philologischen Erkenntnissen verzichtet. Die naheliegenden Schlüsse haben längst andere für Luxenberg besorgt. Auch beinhaltet das Werk alles andere als eine kulturkritische Interpretation des Korans, was in einer der vorangegangenen Rezensionen missverstanden wird. Vielmehr ist der (wahrscheinlich aussichtslose) Versuch zu erkennen, die Gefühle der Strenggläubigen durch einen respektvollen Umgang mit dem Text nicht zu verletzen, ihnen die harte philologische Botschaft durch die Andeutung eines höheren Sinns des Textes schmackhaft zu machen. Dies alles erfolgt nur am Rande und stört nicht den zentralen Eindruck: Hier wird wissenschaftlich seriös gearbeitet und rational argumentiert. Am Ende der Exegese steht meist ein leicht verständlicher, den gesunden Menschenverstand ansprechender Textsinn, im Gegenteil zur traditionellen Exegese, die ihre Textschwierigkeiten durch Mystifizierung der Textbedeutung "löst". Der Erfolg des Werks in den Vereinigten Staaten wird für ein fundamental neues Textverständnis des Korans sorgen. Und davon kann nur Gutes ausgehen!
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76 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ergebnisse der Koranforschung produzieren eine explosive Atmosphäre der Wahrnehmung. Ein sehr beachtenswerter Beitrag wird der Öffentlichkeit unter dem Pseudonym „Christoph Luxenberg" vorgestellt. Der Experte des Syro-Aramäischen, der Koransprache, publiziert seine Erkenntnisse anonym. Der Autor erbittet Nachsicht bezüglich einiger Mängel bei der philologischen Untersuchung, aber der in der vorliegenden Arbeit veröffentlichte Bruchteil umfangreicherer Untersuchungen ist brisant - aus engem Blickwinkel von Fundamentalisten und Extremisten.
Das Syro-Aramäische war zur Zeit der Entstehung des Korans in jenem Raum die vorherrschende Schrift- und Kultursprache. Das Arabische jener Zeit war noch nicht Schriftsprache. Die gebildeten Araber benutzten damals das Aramäische als Schriftsprache. Die heilige Schrift des Islam, der Koran, enthält nach islamischer Überlieferung die 644 bis 656 n. Chr. schriftlich aufgezeichneten „Offenbarungen des Propheten Muhammad", die jener in zwei Jahrzehnten, etwa zwischen 612 und 632, verkündet hatte. „Nach islamischer Theologie gilt dessen (des Koran) Inhalt darüber hinaus als das in arabischer Sprache offenbarte ewige Wort Gottes" (S. 1).
Einige Ergebnisse der Erforschung des koranischen Textes:
1. Der aus Ostsyrien stammende Koranforscher Alfons Mingana stellte zum fremdsprachigen Anteil des Koran wohl einigermaßen zutreffend fest: Fast 70% - von der Bemessungszahl 100 ausgehend - sind dem Syrischen (Syro-Aramäisch) zuzurechnen.
2. Die Entwicklung des koranischen Textes bis zu seiner gegenwärtigen Gestalt ist nicht befriedigend geklärt. Schon bis zur endgültigen „Fixierung der Koranlesung durch Einführung der diakritischen Punkte" waren vermutlich drei Jahrhunderte vergangen (S. 19).
3. Gabriel soll dem Propheten zunächst befohlen haben, den Koran in einer Lesart zu lesen. Die sieben Lesarten seien aufgrund von Bitten des Propheten für sein Volk und die Intervention des Engels Michael als Zugeständnis entstanden - „mit Rücksicht auf die Vielfalt der arabischen Dialekte" (S. 22).
4. Eine elementare Erkenntnis betrifft den Terminus Koran (qur-an) - von islamischen Exegeten ignoriert: „Der Koran ist entsprechend der etymologischen Bedeutung des Wortes ursprünglich und eigentlich ein zu kultischem Vortrag bestimmter und im privaten wie öffentlichen Gottesdienst auch tatsächlich verwendetere liturgischer Text. Daher liegt es nahe, daß Liturgie bzw. liturgische Dichtung, und zwar die christliche, die die jüdische miteinschließt, Mohammed maßgeblich angeregt und beeinflußt hat""(S. 55f.)
5. Zu den „himmlischen Jungfrauen", den „großäugigen Huris": Die Bezeichnung hur bedeutet „weiße" (Trauben). Sure 44,54 und 52,20 sind wohl Ausgangspunkt des Mißverständnisses: „Und wir geben ihnen großäugige Huris als Gattinnen ..." (S. 225ff.). und Sure 38,52 ist syro-aramäisch so zu verstehen: „Bei ihnen (werden) niederhängende saftige Früchte (sein)" (S. 248). Mit anderen Worten kurzgefasst: Die Gotteskrieger werden beim „Empfang im Paradies" nicht von „gleichaltrigen großäugigen Jungfrauen" erwartet, sondern von (paradiesischer) Nahrung, „weißen Trauben".
Der am Koranverständnis interessierte Leser, der allerdings Vorkenntnisse im Aramäischen/Hebräischen haben müsste, wird bei genauerer Lektüre nachvollziehen können, welch fatale Folgen sich für „Selbstmordattentäter" wie Atta ergäben, wenn sie den Koran vor textkritischem Hintergrund verstehen könnten. Höchstwertung im Blick auf eine qualifizierte Zielgruppe.
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