oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Jetzt eintauschen
und EUR 4,20 Gutschein erhalten
Eintausch
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 

Die Summe meiner einzelnen Teile

Peter Schneider , Timur Massold , Hans Weingartner , Cüneyt Kaya    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Mittwoch, 22. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Mehr Informationen zu Lovefilm
Testen Sie LOVEFiLM jetzt 30 Tage: Sehen Sie über 50.000 Titel auf DVD/Blu-ray und streamen Sie über 5.000 Filme und Serien auf immer mehr Endgeräten als Video-on-Demand. Jetzt testen

Hinweise und Aktionen

  • Mobil Preise vergleichen und über das Handy einkaufen mit der kostenlosen Amazon Shopping-App für Ihr Smartphone: Hier klicken.


Wird oft zusammen gekauft

Die Summe meiner einzelnen Teile + Halt auf freier Strecke
Preis für beide: EUR 21,96

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Halt auf freier Strecke EUR 9,97

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Produktinformation

  • Darsteller: Peter Schneider, Timur Massold, Henrike von Kuick
  • Regisseur(e): Hans Weingartner, Cüneyt Kaya
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Russisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 21. September 2012
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 113 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B008BYQ8O4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 33.867 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Die täglichen Anforderungen im Beruf werden immer größer. Und viele sind heutzutage mit dem Alltagsstress, den der Beruf mit sich bringt, überfordert. Wer nicht rechtzeitig die Bremse zieht, manövriert sich immer mehr in einen unausweichlichen Kreislauf hinein. Doch aus Angst den Job zu verlieren, ignorieren viele Arbeitnehmer die Signale des Körpers, bis es zum Burn-out kommt. Regisseur Hans Weingartner („Die fetten Jahre sind vorbei“) greift das Phänomen der Volkskrankheit auf und zeigt wie das Leben nach der erfolgreichen Behandlung weitergeht. In den Handlungsfokus stellt er den Mathematiker Martin, der sehr eindrucksvoll von Peter Schneider verkörpert wird, dessen Leben plötzlich jeglichen Sinn verloren hat. Vom einstig angesehenen Mann ist innerhalb kürzester Zeit nichts mehr übrig. Die Welt hat sich gegen ihn verschworen und aus dem sozialen Netzwerk geworfen. Fernab der Freunde ist er dazu gezwungen, das Leben eines Stadtstreichers zu fristen. Doch die Freundschaft zu einem russischen Jungen gibt ihm neuen Mut, das Leben bei den Hörnern zu packen und einen Neuanfang zu wagen.  Fazit: Einfühlsames Drama über einen schweren Neubeginn und eine ungewöhnliche Freundschaft, die Grenzen der Ausgrenzung überwindet.

Moviemans Kommentar: Die Farben des Dramas wirken sehr matt und düster und passen sich dem neuen Leben der Hauptfigur an, in der nichts mehr ist, wie es mal war. Weder die Kleidungsstücke der Charaktere noch die Natur heben sich durch strahlende Farben hervor. So wird der Besuch im Supermarkt für Martin und den Zuschauer zum Spießrutenlauf durch die farblosen Regale (0:16.35). Erst im Wald nehmen die Farbebenen auffallend zu (0:55:29) und symbolisieren eine natürliche Freiheit fernab der sozialen Strukturen. Im Hintergrund der geschlossenen Räume kommt es immer wieder zu Rauschelementen. In der dunklen Keller-Szene kommt es zudem zu leichten Nachzieheffekten, die den Blick etwas irritieren (0:10:32). Die Wohnung des russischen Jungen ist sehr düster gestaltet (0:17:23), sodass der Zuschauer die dortige Handlung nur erahnen kann. Im Gegensatz dazu erscheint Martins Wohnung regelrecht hell (0:18:57), was durchaus hoffnungsvoll erscheint. Die Kontraste sind insgesamt sehr schwach bemessen. Martin verschwindet fast komplett im Schatten seiner Wohnung (0:5:49). Auch das nächtliche Berlin (0:22:44) wirkt wie eine dunkle Masse, aus der nur die Autoscheinwerfen hervorstechen. Die Anzüge beim Vorstellungsgespräch erscheinen als schwarze Einheit, die keinerlei Strukturen erkennen lässt. Auch hier verschmilzt der Vorgesetzte in seinem Anzug mit dem Hintergrund (0:07:50). Die Bildstärke ist im Großen und Ganzen noch recht befriedigend. In den Außenaufnahmen könnte die Stärke jedoch wesentlich besser sein (0:55:53). Auch hier kommt es zu Rauschelementen, die den Blick auf das Geschehen beeinträchtigen. Feuerwehrsirenen sorgen für authentischen Straßenlärm, der bei geschlossenen Fenstern sofort verstummt (0:13:43). Ansonsten sind die Hintergrundgeräusche sehr sparsam verwendet, wodurch der Raumeindruck sehr ruhig ausfällt. Nur der Lauf durch den nächtlichen Wald ist durch knackende Äste unter den Füßen hervorgehoben. Der aufkommende Sturm sorgt für natürliche Hintergrundgeräusche, die zwischenzeitlich etwas leise werden (0:51:21). Auch die Dialoge sind zwischenzeitlich etwas leise und wirken dadurch gemurmelt. Bei den Extras bietet die DVD neben dem Trailer und entfernten Szenen ein 32-minütiges Making-of, das Einblicke in die Produktion gewährt. Zudem findet der Zuschauer fünf Interviews mit dem Produktionsteam und Hauptdarsteller Peter Schneider. Das alternative Ende ist leider wenig spektakulär. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Deutschland Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 5.1 ), Deutsch ( Untertitel ), Englisch ( Untertitel ), Russisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.85:1), BONUSMATERIAL: Alternative Gesamtlänge, Anamorphic Widescreen, Bilden Von, Dokumentarisch, FormMannschaft Interview(s), Gelöschte Szenen, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Ein genialer junger Mathematiker kommt wegen Burnout in die Psychiatrie. Nach seiner Entlassung steht er vor dem Nichts. Den alten Job bekommt er nicht mehr, die Freundin hat einen Neuen, er fliegt aus seinem Miniapartment in Marzahn, sogar der Vater jagt ihn davon. Wenn er versucht, der Wirklichkeit zu begegnen, orientiert er sich an Zahlenreihen. Einziger Halt ist die Freundschaft zu einem ukrainischen Jungen, der im Mut zum Leben macht und mit dem er gemeinsam im Wald eine Hütte baut. Die Idylle währt nicht lang. ...Hut in the Woods ( Die Summe meiner einzelnen Teile )

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die fetten Jahre gab es nie 14. August 2012
Von Ophelia TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Martin Blunt, ein Mathematiker in einem großen Unternehmen, verlobt, wohl situiert - doch plötzlich bricht alles über ihm zusammen. Eine schwere psychische Erkrankung schleicht durch Martins Psyche und bricht sich ihre Bahn. Erst funktioniert er in der Leistungsgesellschaft nicht mehr, dann bricht die Beziehung zu seiner Verlobten. Ohne Halt beginnt der Absturz, er stürzt immer tiefer, vergräbt sich immer tiefer in seine eigene Welt…dann geht es die Treppe weiter abwärts… bis ganz nach unten: Straße.
Von ganz da unten aus betracht ist unsere Welt keine freundliche mehr. Nicht, dass sie für dich und mich nicht auch freundlich sein kann, aber vom Blickwinkel Martins aus, ist die Welt wie wir sie kennen, eine schlechte.
Martins krankes Hochleistungsgehirn versucht verzweifelt, mathematische Muster zu erkennen. Zahlen waren seine Begabung und seine Passion. Sie allein halten nun seine Welt zusammen. Martin zählt alles, in der Hoffnung, in der Quersumme ein Mittel gegen die Angst zu finden. Sich wenigstens eine Identität zurechtzurechnen. Da begegnet er dem 10-jährigen Viktor, der nur russisch spricht. Er muss sich auch allein auf der Straße durchschlagen und sie tun sich zusammen. In ihrer sehr berührenden Freundschaft ruht ein wichtiges Geheimnis, das sich uns Zusehenden erst gegen Ende des Filmes nach und nach enthüllt ...

Abgedroschene Klischeegeschichte VOM ANZUGTRÄGER ZUM PENNER?
Erst mal riecht das nach Klischees: Alle Menschen um Martin herum sind schlecht: die Freundin, die Polizei, die behandelnden Ärzte, die Chefs, die Väter und Mütter.
Allein, es wirkt alles irgendwie echt!
Regisseur Hans Weingartner will doch nicht filmüber zeigen dass alle deutschen Cops Schweine, alle hiesigen Psychiatrieärzte kalte Verständnislose sind, oder alle jungen Zahnarzthelferinnen tieftraurig in ihrem Job roboten und gerettet werden wollen. Das Schwarzsehen ist allein der Perspektive geschuldet, aus dem schiefen Blickwinkel des Protagonisten von unten herauf erscheint es so. Für IHN ist das die Realität. Es zeigt alles ganz aus der Wahrnehmung des gesellschaftlich Gestrauchelten. Wenn Martin als Penner einem Polizisten den Sabber über die Hose sabbert und der sich mit abfälligen Worten ekelt, will das nicht Gute oder Böse zeigen. Es zeigt keine Häme, weder für den einen, noch für den anderen, es zeigt allein die tiefe Distanz. Für mich ist es der Blickwinkel des komplett aus dem sozialen Leben Rausgeworfenen, der unser normales Leben aus seinem enormen Abstand heraus, als lebensfeindlich und fremd empfindet. Eindrucksvoll wird das in der Szene, wo Martin eine belebte Straßenszene vom Wipfel eines Baumes aus betrachtet - er frei im Grünen - unten die menschlichen Maschinen in ihrer trostlosen Welt. Unsere Welt erscheint ihm wie eine Aneinanderreihung von anonymen Wegen, Fluren und Straßenzügen und er - ein Fremdkörper darin.
Diese innere Erzählperspektive ist auch akustisch unglaublich sinnlich und eindrücklich unterlegt. Die Geräusche der Stadt und dann die des Waldes. Man kann ihn förmlich riechen, den Wald.

DIE STADT:
Tote Bäume. In Weingartners Film herrscht Winter. Kein Frost, kein Eis, kein Schnee, aber Kälte. Klimatische Kälte und emotionale Kälte. Bäume, die ihre kahlen Äste in den grauen Himmel strecken. Die Häuserblocks wirken trostloser und grauer, als sie es ohnehin von Natur aus tun. Naturfarbtöne: braun, gelb, grün, und vor allem grau. Der Himmel so grau. Kühlblau. Handkamera nah dran. Nah an Martins Gesicht, nah an der Realität. Auf der Straße verweilt man jetzt ungern, mit hochgezogenen Schultern, behandschuhte Hände zurren unbeholfen an der Jacke, um sich vergeblich vor der eindringenden Kälte zu schützen. Zufluchten in unbeheizten Abrisshäusern, schlafen auf verratzten Matratzen in tristen Löchern. Schnaps in großen Schlucken, was kurzfristig wärmt, es kurzfristig erträglicher macht.
Das ist nichts für Feige und Faule. Hier kann Obdachlosigkeit fern vom lustigen Vagabundentum und seiner Clochardromantik gezeigt werden. Es ist nicht nett. Nichts ist nett hier. Kälte, Dreck, Sucht, Einsamkeit, Gewalt, Angst. Große Angst.
Rückzug in triste Löcher, in den Schnaps, in tröstliche Zahlenketten.
Ausgeschlossen vom Lebendigen. Ob auf der Straße, beim Flaschensammeln im Park oder im Supermarkt, Martin ist „draußen“. Kein Mensch freut sich über abgewrackte problembeladene Gestalten, niemand möchte sie sehen oder riechen.
Ausgesperrt.
Eine autistisch anmutende Lebenswelt, die den totalen Rückzug eines Menschen in Einsamkeit, Krankheit und Verelendung nicht nur hinnimmt, sondern nicht einmal bemerkt.

Der Film erspart uns zwar nichts, aber er verharrt auch nicht beim Zeigen eines Elends.
Es geht ihm um etwas anders. Um das Gefühl tief drin. Und das ist fein gemacht, dass Martin und Viktor verschiedene Sprachen sprechen, so kommt vieles durch Schweigen und auf der nonverbalen Ebene zur Sprache. Die beiden sind sich irgendwann sehr nahe gekommen und schlagen sich gemeinsam durch. Wie schön, dass Martin und Viktor sich gefunden haben, sie beschützen sich gegenseitig und ihre vater-sohn-artige Gemeinschaft ist berührend zart und spendet beiden Trost.

DER WALD:
Und wieder: Es ist kalt, es regnet, es ist hoffnungslos - und doch …
Er baut für sich und Viktor dort eine Hütte. Dort leben sie fortan. Im Wald, dem Ursprungsort des Menschseins. Und im Wald kann Martin plötzlich seine schiefe, krumme, Angst machende Welt, die unbewältigbar geworden ist aus den Angeln heben. Er kann sich frei fühlen, durchatmen. Wieder schön und stark und gut sein. Freier Atem, der durch Nase und Lungen strömt. Schnaps und Tabletten verlieren ihre Dringlichkeit und werden schlicht vergessen. Martin kann auf seine Art gesunden. Am Ende ist natürlich auch der Wald ein Illusion, die dort gefunden Heilung keine echte, aber er hatte kurz den Halt in sich selbst. Und in einer Vollmondnacht trifft er dort auch auf seinen Seelenverwandten. Den Wolf.
Beeindruckend ist sie Sequenz wo der leichte Regen plötzlich in Sturm übergeht.
Nah an den Gesichtern, nah an Martin dran. Peter Schneider heißt übrigens der Mann, der diesem Martin ein so lebendiges und authentisches Gesicht gibt. Auch Timur Massold überzeugt als Viktor, genug noch Kind und doch früh gealtert.

Krankmachende Kultur und gesundmachende Natur? Klar, irgendwie schon, aber auch das allein aus Martins Blickwinkel. Wer hier vordergründig Kritik unserer westlichen Zivilisation auf der einen Seite sieht und die Hippieverheißungen eines "gelobten Landes" auf der anderen, wird dem Film nicht gerecht. So einfach ist das nicht. Ich glaube das findet auch Weingartner.
Spätestens die geniale Volte zum Schluss, die alles noch mal in ein neues Licht taucht, stellt eh noch mal alles auf den Kopf.

winziger SPOILER:
[Nur geträumt:
Ich glaube auch nicht, dass es wirklich um Naturromantik geht oder die Verheißung eines alternativen Lebens in einer Hippiekommune. Ist das alles nur geträumt, so wie dass eine jungehübsche Zahnarzthelferin einen verwahrlosten mundfaulen Waldschrat ins Cafe einlädt, um am nächsten Tag ihren Job aufzugeben, um mit ihm in ein Hippiedorf nach Portugal auszuwandern?
Teilt nicht Lena das Schicksal Viktors?
Oder? ;-) ]

Mit Das weiße Rauschen, hat Hans Weingartner uns schon einmal auf einen Trip in die Innenwelten eines psychisch Kranken geschickt.
Mighty Oaks, einer in Berlin beheimateten Indie-Folk-Band unterlegen den Film mit einem schönen melancholischen Klangteppich.
Wer das mag, mag vielleicht auch Die Liebenden von Pont-Neuf oder Vagabond ... dtsch. Titel "Vogelfrei" - aber der ist leider nicht zu bekommen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich 18. September 2012
Format:DVD
Ich hab den Film schon im Kino gesehen und muss sagen, er hat mich wirklich umgehauen. Schon nach wenigen Minuten ist man mittendrin im Geschehen und kommt bis zum Ende nicht mehr raus. Der Film kommt so realistisch rüber, dass er einen wirklich packt.

Dabei hat er auch eine poetische Ebene. Dir Freundschaft mit dem Jungen, wie die beiden sich aus der Patsche helfen, das hat mich wirklich berührt. Ich finde das ist bei meinen Vorrednern zu kurz gekommen. Für mich ist es nicht nur die Geschichte eines Mannes der aus dem System ausbricht, der sich nicht mehr als "Irrer" abstempeln lassen will, sondern auch eine starke Geschichte über Freundschaft und Nächstenliebe.

Im Film wird sehr wenig gesprochen, er lebt von der Mimik und Gestik der Schauspieler und den großartigen Bildern. Dadurch gerät man in so einen Sog. Und man hat mehr Zeit, die Gesichter zu studieren.

Ich hab zwar noch nie auf der Straße gelebt, und war auch noch nie in der Klapse, trotzdem hatte der Film auch was mit mir zu tun. In gesellschaftlichen Zwängen eingesperrt zu sein, mit dem Stress nicht mehr klar zu kommen, aber mit niemanden mehr drüber reden zu können, weil man sich "schwächlich" vorkommt. Ich glaube das kennt fast jeder. Deswegen tut es auch richtig gut, wenn Martin, der Protagonist des Films, ausbricht, in den Wald geht, sich nichts mehr gefallen lässt. Seinen Weg geht. Dahin wo er sich gut fühlt, wo er leben kann.

Den Mut hätte ich auch gerne. Eines Tages geh ich auch in den Wald.

Ein ganz besonderer, feiner, empfehlenswerter Film.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgeschrieben 20. Oktober 2012
Von profun TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Der Film hat gerade in unserer Zeit eine große Aktualität.
Martin, ein großartiger Mathematiker wird plötzlich von einer psychischen Krankheit heimgesucht und fällt in seinem Unternehmen für längere Zeit aus.
Als er genesen zurückkehren will ist er in vielerlei Hinsicht abgestempelt und somit unbrauchbar.

Martin fällt ins Nichts, Beziehungen und private Kontakte zerbrechen schmerzlich, er landet auf der Straße, ist nicht mehr gefragt, man rümpft die Nase über ihn.
Victor, ein kleiner Junge, der jedoch nur russisch spricht, entdeckt Martin und "kümmert" sich zunächst um ihn. Auch hinter Victor liegen schwere Jahre.
Beide sitzen im gleichen Boot.

Endlich ist jemand gefunden, der nicht unnötige Fragen stellt, der Leid sieht, erkennt, der hilft, der Acht gibt. Zusammen nisten sich beide in einem provisorisch erbauten Holzhaus im Wald ein.
Eigenlich ging es beiden in dieser Hinsicht nie besser, sie verstehen sich und achten aufeinander, jeder ist in Sorge um den anderen, keiner stellt Forderungen, vor niemandem müssen sich die beiden beweisen oder erklären.

Ein Film, der sehr nachdenklich stimmen kann. Klar tritt aber zu Tage, dass sich Menschen verstehen können, ohne Worte, ohne große Vorleistungen erbringen zu müssen, weder Alter noch Geschlecht spielen da eine Rolle, die Wellenlänge stimmt, der Leidensdruck ist der gleiche und somit auch Ausgangspunkt für die gemeinsam erfahrene unausprechlich große Freude, die auf einem bedingungslosen Vertrauen basiert. Ein wertvoller Film, der den Blickwinkel eines jeden weiten könnte.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Flop
Ich weiß nicht wie dieser Film die teilweise überragenden Kritiken bekam. Ich habe wirklich gedacht, dass der Film genauso "grandios" ist wie es die Aussagen auf... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von Smurf veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beeindruckender Film, von der Härte und dem Wahnwitz des Lebens
Danke für die schnelle Lieferung! Der Film ist ungewöhnlich und zeigt den Versuch eines übertalentierten Mathematikers, der letztlich in der Psychiatrie landet, aus... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Andrea Fischer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnsfilm!
Ein Fim der zum Nachdenken anregt. Peter Schneider legt eine grandiose schauspielerische Leistung hin. Wer auf das besondere steht ist mit dem Film gut bedient!
Vor 1 Monat von Karsten A. veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Naja
Ich weiss nicht, wo die gute Bewertungen herkommen und die Geschmäcker sind verschieden.
Meine DVD geht als Geschenk an nen sozialen Zweck - vielleicht hat einer dort nen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Miraculix veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen schöner film
toller film hat mir sehr gut gefallen. würde wenn ich ihn auch schon kenne nochmals zulegen. kann mann mehrmals sehen
Vor 5 Monaten von vrana veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hat mich umgehauen!
Dieser Film hat 5 Sterne verdient. Da ich wusste worauf ich mich einließ weil der Produzent in dieser Sparte viel Potenzial hat ging ich mit einem guten Gefühl an den... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Flo veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Toller "Freiheits" Film
Die guten Rezensionen haben schon alles ausführlich erzählt, aber ich wollte mich wenigstens auch noch kurz zu Wort melden, dass dieser Film hervorragend gemacht ist. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Brain veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Brillant, spannend, wahnsinnig...
In "Die Summe meiner einzelnen Teile" erzählt Regisseur Weingartner die Geschichte eines psychisch Erkrankten und seiner Aussperrung aus der Gesellschaft. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Sebastian Janeck veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de