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Die Suche nach der vollkommenen Sprache
 
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Die Suche nach der vollkommenen Sprache [Taschenbuch]

Umberto Eco , Burkhart Kroeber
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342330829X
  • ISBN-13: 978-3423308298
  • Originaltitel: La ricerca della lingua perfetta nella cultura europea
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Umberto Eco
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Wie stets bei Eco ist auch hier das ausgebreitete Material überwältigend. Nicht nur der Sprachwissenschaftler, sondern auch der an Sprachfragen interessierte Laie liest das Buch mit Interesse und Gewinn.«
Vierteljahresschrift für deutsche Sprache, Muttersprache Nr. 4/2002

Kurzbeschreibung

In welcher Sprache spricht der Gott der Genesis zu Adam, benennt Adam die Geschöpfe? Gab es eine Ursprache aller Menschen, die sich erst später, wie im Bericht von der babylonischen Sprachverwirrung erzählt, in viele Sprachen aufspaltete? Zu allen Zeiten träumte die Menschheit den Traum von der Wiedergewinnung der vollkommenen Sprache, und Umberto Eco zeichnet die Geschichte dieses Traumes nach. Von der ekstatischen Kabbala über die universelle Grammatik bei Dante, von den Geheimsprachen der Rosenkreuzer bis zu den Welthilfssprachen wie Esperanto führt die Suche durch ein jahrtausendealtes Labyrinth der Zeichen und Zeichensysteme, in dem Ungeheures auf Absurdes, Bizarres auf Geniales folgt.

Der Semiotiker Eco greift hier die Thematik der Sprache aus dem ›Foucaultschen Pendel‹ auf und behandelt unter den Aspekten »vollkommene Sprache/universelle Sprache« ein umfangreiches Kapitel europäischer Kulturgeschichte. Daß alle Versuche, eine vollkommene Sprache a posteriori zu konstruieren, fehlschlagen müssen, versteht sich von selbst, müßte sie doch die Allheit aller existierender Sprachen sein. Doch für Eco liegt die Aufgabe der zukünftigen europäischen Kultur auch nicht im Triumph der totalen Vielsprachigkeit, sondern »in der Herausbildung einer Gemeinschaft von Menschen, die in der Lage sind, den Geist, das Aroma, die Atmosphäre einer anderen Sprache zu erfahren«. »Hier schreibt ein gelernter Babyloniker die Geschichte einer antibabylonischen Idee.« (Ludger Lütkehaus in der ›Süddeutschen Zeitung‹)


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Zauberer von Babylon, 31. Januar 1999
Von Ein Kunde
So spricht der Mythos: Als die Menschen Gott gleich werden wollten, bauten sie einen Turm in den Himmel. Gott strafte sie mit der babylonischen Sprachverwirrung. Das ist der richtige Stoff für Umberto Eco, Bestsellerautor und Professor für Sprachwissenschaft in Bologna. Er nimmt seine Leser mit auf eine absolut faszinierende, teilweise sehr amüsante Reise durch Jahrhunderte der geistigen Auseinandersetzung mit der Sprache. Ein wichtiger Kandidat für die vollkommene Sprache ist das Hebräische. In mystischer Weise als vollkommen galten auch das Altägyptische und das Chinesische; das I Ging ist ein Sprachspiel mystischer Tiefe, die sonst wohl nur noch von der Kabbala erreicht wird. Im Mittelalter wurde unter Gelehrten heftig darüber diskutiert, ob Kinder, die ohne Kontakt zu sprechenden Erwachsenen aufwüchsen, wohl von sich aus hebräisch sprechen. Im 16. Jahrhundert bewies allerdings ein Autor, daß der Dialekt von Antwerpen die vollkommenste Sprache überhaupt sei, während ein anderer im 17. Jahrhundert herausfand, daß Gott schwedisch, Adam dänisch, die Schlange aber französisch gesprochen habe. Gab es sie wirklich, die ursprüngliche Universalsprache, zu der die Wurzeln der Wörter zurückreichen und mit der sich alle Menschen verständigen konnten? Umberto Eco ist ein Zauberer, dem es gelingt, aus dem babylonischen Gewirr erkennbare Muster herauszuarbeiten. In der Sprache, die wir täglich mehr oder weniger unbewußt benutzen, legt er Bereiche frei, in denen noch viele Geheimnisse zu lüften sind. Verständlich und fesselnd geschrieben, liegt hier ein Buch mit großem historischen, sprachwissenschaftlichen und philosophischen Wissen vor, das immer wieder zum Lesen und zum Weiterdenken einlädt. Hans-Curt Flemming
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nichts für Anfänger, aber lohnend für Fortgeschrittene, 15. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Suche nach der vollkommenen Sprache (Taschenbuch)
Der Mythos ist bekannt: Vor der babylonischen Sprachverwirrung sprach die Menschheit eine Sprache - so die Genesis im Alten Testament. Solange man die Bibel für ein Geschichtsbuch nahm, lag die Folgerung nahe: Diese vorbabylonische Sprache musste die vollkommene Sprache per se gewesen sein. Welche Sprache also war das? Diese Frage hielt jedenfalls jahrhundertelang die Gelehrten in Atem, und deren Antworten und Überlegungen waren mitunter krude, mitunter aber zeitigten sie Ergebnisse, die heute so selbstverständlich wirken, dass kaum noch jemand darüber nachdenkt. Und schließlich dauert diese Suche gewissermaßen bis heute an - unter anderen Prämissen und mit anderen Zielen.
Die Geschichte der "Suche nach der vollkommenen Sprache" in all ihren Facetten ist ein gefundenes Fressen für Umberto Eco, der hier die verschiedensten Strömungen v.a. der europäischen Geistesgeschichte und ihre Ergebnisse unter den verschiedensten Gesichtspunkten abhandelt: Die Buchstabenmystik z.B. der Kabbala, die "Entdeckung" der Volkssprache durch Dante, die streng nach philosophischen bzw. erkenntnistheoretischen Gesichtspunkten entwickelten Plansprachen des 16. und 17. Jahrhunderts, die Suche nach der "Ur-Muttersprache" der Menschheit unter den zeitgenössischen Volkssprachen und den Wettstreit, der sich aus dieser Suche ergab ("Sprachen Adam und Eva im Paradies womöglich dänisch?"), den "furor etymologicus", die Wechselwirkung zwischen linguistischen Thesen (im weitesten Sinne) und Enzyklopädien v.a. im 18. Jahrhundert, die Rekonstruierung des Indogermanischen, schließlich die "modernen" Plansprachen (z.B. Esperanto), und vieles, vieles mehr.
Das Buch ist interessant und liefert dem Leser so manchem Aha-Effekt, geizt dabei auch nicht mit Anekdoten - besonders hübsch der Hinweis auf Andreas Kempe, dersich im 17. Jh. "eine Eva ausdenkt, die von einer frankophonen Schlange verführt wird, während Gott schwedisch spricht". Hier allerdings läse man gern Kempes (ernstgemeinte!) Beweisführung. Schade, dass Eco sie nicht mitteilt...
Ecos erklärend gemeinte Schaubilder sind auch in diesem Buch oft rätselhaft; wer sie nicht auf Anhieb versteht, sollte davon absehen, in ihnen doch noch einen Sinn erkennen zu wollen. Verwirrend sind auch einige seiner Darstellungen modernerer linguistischer Thesen und Theorien (ab Ende 19. Jh.); diese Abschnitte sollte man besser meiden.
Vor allem: Eine allgemeine Einführung zum Thema ist die "Suche nach der vollkommenen Sprache" nicht; dazu müsste sie systematischer aufgebaut und stringenter formuliert sein. Man sollte ein gerüttelt Maß Vorwissen für die Lektüre mitbringen; Lesern ohne einschlägige Vorkenntnisse dürften etliche Kapitel nur schwer verständlich sein, besonders, da man im Anhang weder Sacherklärungen noch wenigstens ein Sachregister findet (Personenregister und Bibliographie freilich sind vorhanden).
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6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Schwer, trocken, lähmend, interessant, 18. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Suche nach der vollkommenen Sprache (Taschenbuch)
Das kann man also nun wirklich kaum lesen. So interessant das Thema auch ist, so gern ich "den Eco" hab', so trocken und sperrig sind die Texte, die da vorliegen. Kann sein, es liegt an der Übersetzung auch. Aber sicher nicht nur. In Wahrheit macht sich Eco auf seinem urgeigensten Fachgebiet sehr sehr breit. Und das ist ein wenig drückend ...
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