Noch ein Abenteuer mit Alex Benedict und seiner Assistentin Chase.
War ich von Polaris doch sehr enttäuscht, so ist McDevitt mit "Die Suche" wieder ein etwas besserer Wurf gelungen.
Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, dass es sich bei den Romanen von McDevitt eher um Detektivgeschichten handelt, welche in einem SF-Rahmen spielen, dann ist man relativ gut bedient.
Wie schon in "Polaris" wurde auch "Die Suche" leider in der Ich-Form aus der Sicht von Chase geschrieben.
Damit nimmt der Autor, seiner im großen und ganzen guten Story, sehr viel von ihrer Spannung.
Auch lässt er mit dieser Erzählform seinen Protagonisten keine Möglichkeit zur Entwicklung.
Deshalb bleiben alle Nebenfiguren, einschließlich des Hauptprotagonisten Alex Benedict, flach, unpersönlich und eindimensional.
Das die Polizei im Grunde total unfähig und de facto nicht Existent ist, kennt man ja schon aus "Polaris".
Was für den Roman spricht, ist die gute Grundidee und dass der Autor die Spannung doch über sehr weite Strecken aufrechterhalten kann.
Mit der Person, des oder der Verräter/innen (mehr möchte ich nicht verraten) schafft McDervitt wieder einmal einen sehr unlogischen Teil des Schlusses.
Ach ja, und das finstere Geheimnis dass auf dem Klappentext angekündigt wird..., lasst euch selbst überraschen.
Fazit. Eine Lektüre für zwischendurch ohne besondere Ansprüche, wenn man sonst kein Buch zur Hand hat.