Die gefährliche Reise auf der Suche nach der sagenumwobenen Stadt Skarabapur geht weiter. Khalis der Magier, der Ifritjäger Almarik, die Geschwister Ifranji und Nachtgesicht und Tarik und Sabatea reisen mit ihren fliegenden Teppichen geführt von einem fliegenden Zauberpferd durch die lebensfeindliche Glaswüste. Auf ihrem Weg begegnen sie Dschinnheere mit Kettenmagiern, Satbeschrecken und säurespeienden Faltern.
Was wird sie in Skarabapur, wo seit langer Zeit die Wunschmacht des dritten Wunsches zusammenfließt, erwarten?
Wird es Junis gelingen Maryams letzten Wunsch zu erfüllen und den geheimnisvollen Jibril aus der Gefangenschaft der Dschinn zu befreien, die sich vor Bagdad zur letzten Schlacht versammeln?
Das Buch beginnt an der Stelle, an welcher Band 2 endete und nimmt die Geschichte wieder nahtlos auf.
Auch mit diesem Buch erschafft Kai Meyer wieder eine Welt die unserer ähnlich genug ist um sie wiederzuerkennen, aber dennoch genug Magie enthält, um Wesen zu erschaffen wie Fliegende Pferde, Roch oder Dschinn. Auch Band drei wartet mit vielen neuen innovativen Ideen auf aber dennoch sind auch Anleihen aus anderen großen Romanen zu erspüren. So erinnert die Sandwurmepisode ein wenig an Dune, der Wüstenplanet. Ein wenig Zombie und Splatter Potential ist auch vorhanden, das an Stephen Kings Friedhof der Kuscheltiere oder Carrie erinnert. Und auch ein wenig Avatar - der Herr der Elemente ist in Jibril dem glatzköpfigen kindlichen Sturmkönig zu erahnen. Dieses Buch ist insgesamt deutlich blutiger und actionreicher als Kai Meyers Jugendfantasybücher.
Etwas irritierend muten die moralischen Exkurse währen der Geschichte an. Der Autor versucht die Beweggründe der Dschinn zu beleuchten und lässt Junis zu dem Schluss kommen, dass die Dschinn aus ihrer Sicht ebenfalls glauben im Recht zu sein, genau wie die Menschen. Er lässt sich den Sturmreiter Junis schuldig fühlen für die Kollateralschäden des Krieges an den Sklaven und hinterfragt letztendlich auch die Moralischen Abgründe hinter dem ausgesprochenen dritten Wunsch, der letztendlich ein ganzes Volk auslöscht. Dies jedoch hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, als wenn der Autor die Blut- und Mordorgie der letzten Seiten mit ein wenig Nachdenklichkeit und "ich kann sie ja verstehen" abmildern will, um es auch den Moralisten recht zu machen.
Kai Meyer ist einer der wenigen Autoren, die es schaffen den Leser so zu führen, dass er die Schlüsse ein wenig vorher zieht und dann kommt die Auflösung für die langsameren noch einmal etwas direkter.
Kai Meyer schreibt sehr plastisch und flüssig. Man versinkt zwischen den Zeilen und taucht in einer anderen Welt wieder auf. Auch wenn streckenweise wenig geschieht zieht die Geschichte dennoch zügig an einem vorüber und plötzlich ist das Buch zu Ende.
Das Buch ist ausgestattet mit einer schönen Karte, die jedoch leider auch schon viel über die Reise der Freunde verrät und daher vor der Lektüre nicht zu ausgiebig studiert werden sollte.