Die Geschichte einer Revolte im 19. Jahrhundert. Jamal Mahjoub entwickelt rund um historische Fakten eine spannende Geschichte in einer intensiven und doch lesbaren Sprache. Und er beherrscht eine grosse Kunst, er lässt uns fühlen wie Fundamentalismus oder auch nur Fanatismus entstehen können, während wir als Leser ebenso vom Gang der Ereignisse mitgerissen werden.
Es ist auch die Geschichte des Gefühls einer religiösen Berufung, die der Autor von seinen Figuren kommentieren lässt. Dabei kommen der Zweifel, die Bewunderung aber auch Hass und Zorn in den Charakteren zu einer stets nachvollziehbaren Darstellung. Nichts wirkt konstruiert.
Was ich bis jetzt für unmöglich gehalten hätte. Nämlich, dass eine spannende Handlung, Landschaftsbeschreibungen, treffend geschilderte Charaktere und philosophische Gedanken zu einer Einheit finden, das ist Mahjoub geglückt. Das Buch verdient Zeit gelesen zu werden.