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Die Stunde des Wolfs
 
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Die Stunde des Wolfs

Max von Sydow , Liv Ullmann , Ingmar Bergman    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Max von Sydow, Liv Ullmann, Ingrid Thulin
  • Regisseur(e): Ingmar Bergman
  • Komponist: Lars-Johan Werle
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Schwedisch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 21. Februar 2006
  • Produktionsjahr: 1968
  • Spieldauer: 84 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000DZIE5U
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.240 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Der Maler Johan Borg hat sich mit seiner schwangeren Frau Alma auf eine abgelegene Insel zurückgezogen, um dort gegen seine Schaffenskrise anzukämpfen. Von Schlaflosigkeit geplagt, leidet Borg unter alptraumhaften Visionen, die sich vor allem zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen, in der "Stunde des Wolfs", einstellen und von denen er seiner Frau berichtet. Sein Zustand verschlimmert sich, als er von einem ebenfalls auf der Insel lebenden Baron zu einem Abendessen eingeladen wird, bei dem es die Gäste scheinbar darauf abgesehen haben, ihn zu quälen.

Produktbeschreibungen

Der Maler Johan Borg lebt mit seiner Frau Alma auf einer abgelegenen Insel. Der Knstler leidet an einer Schaffenskrise und wird von Phantomen und Halluzinationen geplagt. Bilder seiner Vergangenheit mischen sich mit albtraumhaften Visionen von einer dekadenten Gesellschaft, die am anderen Ende der Insel in einem Schloss wohnt und seine Vernichtung zum Ziel hat. Als Johan Alma davon erzhlt, bernehmen seine Erscheinungen die Kontrolle ber das Ehepaar Erlebtes und Getrumtes sind nicht mehr zu trennen und Johan reit seine Frau mit hinein in einen Strudel aus Horror und Wahnsinn...

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Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Nachts zwischen drei und fünf Uhr sinken unsere Vitalfunktionen auf den Tiefstand. Auch die Psyche wird labil. Es ist die Zeit der schweren Gedanken, der Depressionen, der Selbstmorde - aber auch der Geburten. 1968 setzte Ingmar Bergman "Die Stunde des Wolfs" ("Vargtimmen")[1] in verstörender Bildsprache in Szene.

Auf der extrem kargen und unfreundlichen Insel Fårö hatte Bergman selbst seine Heimat gefunden. In den Tagträumen der schlaflosen Hauptperson gibt der berühmte, 2007 verstorbene Regisseur Visionen eigener paranoider Phasen wieder. Alma wird von Bergmans Lebensgefährtin von 1965 - 1970 gespielt.

Der Maler Johan Borg (Max von Sydow, 39) zieht sich seit Jahren mit seiner Frau Alma (Liv Ullman, 29) in der warmen Jahreshälfte in eine verfallene Kate auf der Insel zurück. Stunden stillen Glücks in abgeschiedener Idylle, in der die Zeit stehen zu bleiben scheint.

Irgendwann verschwindet Johan - seine hochschwangere Frau bleibt zurück.

Wochen danach berichtet Alma ("Seele") einem Filmteam und schließlich dem Zuschauer anhand eines Tagebuchs von Johans Depressionen und Phantasien, die aus der Vergangenheit in die glücklichen Jahre mit ihr eingedrungen waren.

Johan kann nicht schlafen. Dämonen verfolgen ihn. In der Dunkelheit der Hütte quält er sich mit seiner Frau durch die Zeiten der Furcht bis zum erlösenden Morgengrauen. Dicht an einer funzligen Öllampe sitzend zählt er die Sekunden jeder Minute.

Er berichtet Alma von Zeichnungen, die er noch niemals gezeigt hatte. Bilder von Gespenstern, die ihn verfolgen, wie das einer alten Frau mit Hut, die zusammen mit dem Hut das Gesicht abnimmt. Er kann sich von der Besessenheit für eine ehemalige Geliebte - Veronica Vogler (Ingrid Thulin, 42) nicht lösen, die Bewohner eines Schlosses in ihrem Umfeld auf der anderen Seite der Insel tauchen auf und verfolgen ihn.

Am Strand begegnet Johan seiner früheren Geliebten Veronika. Baron von Merkens sucht ihn auf und lädt ihn und Alma zu einer grotesken Abendgesellschaft in sein Schloss ein.

Der Zuschauer weiß ebenso wenig wie Alma, die beginnt, Johans Begegnungen in seinem Tagebuch zu verfolgen, wo die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Vergangenheit und jetzt zu ziehen sind.

Johan gesteht Alma, dass er angebliche Schlangenbisse in Wirklichkeit beim Angeln auf einer Klippe durch einen Jungen erlitten hatte, den er daraufhin erschlagen und ins Meer geworfen hat - dort, wo es besonders tief ist.

Alma taucht in die Phantasien ein - sie fragt sich, wie weit die Annäherung zwischen Paaren geht, von denen man ja sagt, dass sie sich im Alter immer ähnlicher werden, weil sie zunehmen das Gleiche denken, erleben. Sie beginnt, Johans Erinnerungen und Träume zu teilen.

Als Johan ein weiteres Mal zum Schloss aufbrechen will, um Veronica zu treffen, versucht Alma vergeblich, ihn zurückzuhalten.

Doch sie nimmt scheinbar selbst Teil an Johans Irrwegen im Schloss, zu den skurrilen Albträumen seiner Psychose, zu seinem Wiedersehen mit der scheintoten Veronica, die anlehnend an ein in einem Puppenspiel vorgeführten Zauberflöte-Motiv von der Schlossgesellschaft als seine "Katharsis" inszeniert worden war - nachdem er im Glauben war, Alma erschossen zu haben...

"Ist es wahr, dass eine Frau, die lange Zeit mit einem Mann zusammen lebt, ihm schließlich immer ähnlicher wird? Ich meine, sie liebt ihn, sie versucht, zu denken wie er, und zu sehen wie er? Man sagt, das kann eine Persönlichkeit verändern. Ich meine damit, wenn ich ihn viel weniger geliebt hätte, und mich nicht so betroffen gefühlt hätte von allem, was ihn betrifft, hätte ich ihn dann nicht besser beschützen können?"

Mit dieser Überlegung Almas endet der Film abrupt.

Lebenslügen, die sich aus der Verdrängung befreien und Menschen in die Paranoia treiben, werden in diesem Film bedrückend visualisiert. Die schauspielerische Herausforderung an zwei Akteure, die in mehrfacher Beziehung fast alleine den Film bestreiten, wurde sowohl von Max von Sydow als auch von der jungen Liv Ulmann mit Bravour bestanden.

Gibt es eine Erlösung, eine Katharsis, oder ist das nur eine schöne Hoffnung? Ingmar Bergman lässt das Ende Johans offen. In der Zauberflöte antworten "einige Stimmen": "Bald, Jüngling, oder nie!"

Im Original 99 Minuten, Format 1,37:1, S/W auf 35 mm Film, mono

film-jury 4* A0495 16.2.2011eg Genre: Drama | Horror

[1] "Die Stunde des Wolfs" ist Teil der sogenannten "Fårö-Trilogie" - allerdings entstanden auf der Ostseeinsel Fårö insgesamt 6 Bergman-Filme. (Quelle: "Zeit Online", 14. Februar 2011)
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im alles andere als einfach zugänglichen Gesamtwerk von Ingmar Bergman nimmt "Vargtimmen" noch einmal eine Sonderstellung ein. Diesmal ist der Bruch mit der traditionellen Erzähltechnik total: "Die Stunde des Wolfs" erzählt nicht von Punkt A nach Punkt B, sondern will als Bebilderung eines psychischen Extremzustandes verstanden sein. Bergmans These: je mehr Zeit zwei Menschen miteinander verbringen, desto mehr gleichen sich ihre Innenwelten aneinander an. Um das zu zeigen, schickt er Max von Sydow und Liv Ullmann auf eine wahre Höllenfahrt in die Tiefen der Seele. Es gibt Bilder in diesem Film, die man nicht mehr vergisst. Der vom Stummfilm inspirierte, überkontrastiert gefilmte und mit geisterhafter atonaler Musik unterlegte Mord an einem Jungen. Die einer Wahnvorstellung entsprungene, bizarre Abendgesellschaft in einem weitläufigen, finsteren Schloss. Eine alte Frau, die sich das Gesicht abzieht. Völlig neu kontextualisierte Horrormotive. Und schließlich: der mehr und mehr anschwellende Wahn in den Augen von Sydows. Dies alles macht "Vargtimmen" zu einem extrem beklemmenden Geisterstück - so abgründig war selbst Bergman selten.
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16 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Stunde des Wolfs" ist ein ganz besonders faszinierender Film von Ingmar Bergman. Das Paar Johan und Alma leben seit sieben Jahren fast das ganze Jahr über auf einer Insel, die wahrscheinlich zur Ostseeinsel Gotland gehört. Die Stamm-Darsteller Liv Ullmann und Max von Sydow sind wahrhaftig ein beeindruckend schönes Paar. Liv Ullmann spricht den Prolog und den Epilog, wie sie das schon öfters in Bergman-Filmen getan hat. Johan und die schwangere Alma lieben sich wirklich, was zwischen beiden steht ist die frühere Geliebte Johans, Veronica Vogler. Dass Johann Veronica nicht vergessen kann überschattet das Glück der beiden. Er kann nachts nicht schlafen, er und Alma warten immer den Tagesanbruch ab, weil Johan sich vor der Dunkelheit fürchtet. Diese Furcht hat ihren Ursprung in traumatischen Kindheitserlebnissen. Alma beschäftigt sich in Gedanken viel mit der Tatsache, dass es Paare gibt, die durch ein lebenslanges Zusammenleben einander gedanklich und vom Gesichtsausdruck her ganz ähnlich werden. Sie träumt davon dass auch ihr und Johan dieses Glück beschieden sein wird, dass sie gemeinsam alt und einander ganz ähnlich werden. Johan ist Maler und wird eines Tages vom Eigner der Insel, einem Baron, mit Alma auf dessen Schloß zum Speisen eingeladen. Eines morgens erscheint Alma eine Angehörige der Schlossfamilie und empfiehlt ihr das Tagebuch Johans heimlich zu lesen. In diesem surrealistischen Film, ganz besonders beeindruckend durch das Schwarz/Weiß-Format, verwischen sich Realität und Phantasie und sind schwer zu durchschauen. Alma liest in dem Tagebuch. Johan erlebt surrealistische Begegnungen wenn er die Schönheit der kargen Insel malt. Auch erscheint ihm Veronica Vogler, die ihm erschreckende Ereignisse prophezeit. Als Johan und Alma die Einladung zum Essen im Schloss annehmen, lernen sie die gesamte Schlossfamilie und einige zwielichtigte Verwandte kennen. Der zwielichtige Herr Lindhorst, der Ähnlichkeit mit einem Vogel hat, lädt die Abendgesellschaft nach dem Kaffee zu einer kleinen Aufführung seines Puppentheaters ein. Ein Ausschnitt aus Der Zauberflöte" wird gespielt. Während Herr Lindhorst die Szene aus der Zauberflöte in seinem Puppentheater ablaufen lässt, fällt das Licht und der Schatten in diesem finsteren Schloss tatsächlich so auf sein Gesicht, dass er einer Krähe ähnlich sieht. Die musikalische Untermalung der Szene aus der Zauberflöte beeindruckt alle ZuseherInnen dieser Abendgesellschaft. Johan fühlt sich nicht wohl dort bei der Familie, er trinkt zuviel, wird etwas aggressiv. Irgendwie haben alle Ereignisse an diesem Abend einen Bezug zu der Existenz Veronica Voglers. Auch die Szene aus der Zauberflöte, dargestellt durch das Puppentheater, haben Bezug auf sie. Johan erkennt dass Veronica noch lebt, wie Pamina, als Tamino verzweifelt den unsichtbaren Chor fragt: Lebet Pamina noch ? und der Chor antwortet: Pamina lebet noch." Als FilmzuseherIn ist man absolut gefesselt von dem Handlungsablauf. Ergreifende Worte werden von dem Intellekutellen Herrn Lindhorst über Mozart und die Zauberflöte gesprochen. Die Ehefrau des Barons von Mertens zeigt dann noch ein Portrait Veronica Voglers, das Johan vor vielen Jahren gemalt hat. Auch Alma ist fasziniert von der Schönheit Veronicas. Auf dem Heimweg in ihr Seehäuschen hat Alma ängstliche Gefühle, dass ihre Beziehung zu Johan durch die Schlossfamilie gefährdet wird. Sie gesteht Johan dass sie sein Tagebuch gelesen hat. Als beide wieder in ihrer Seehütte sind erzählt Johan über die Stunde wenn die Nacht zur Neige geht und die Morgendämmerung kommt. Dies sei die Stunde des Wolfs, in der nach Legenden die meisten Menschen sterben und die meisten Kinder geboren werden. Johan gesteht Alma dass er einen Jungen getötet hat, durch den er sich beim Angeln beobachtet und gestört gefühlt hat. Seinerzeit erzählte Johan Alma dass seine Verletzung am Hals von einem Schlangenbiss gekommen sei, in Wirklichkeit aber vom Todeskampf mit dem Jungen kam. Diese Geschehnisse entspringen den Halluzinationen Johans durch seine psychische Krankheit. Nachts erscheint wieder einer der Schlossbewohner in dem Haus, obwohl die Tür zweimal verschlossen war, und lädt das Paar erneut zu einer Party im Schloss ein und lässt eine Pistole auf dem Tisch liegen mit dem Hinweis zur Verteidigung gegenüber Kleintieren auf der Insel. Er erzählt dass auch Veronica Vogler auf dieser Party anwesend sein wird. Alma wird jetzt aktiv und holt das Tagebuch Johans hervor und will mit ihm über Veronica sprechen. Zwischen dem Paar werden gewaltige Worte gesprochen, Alma zitiert aus dem Tagebuch dass Johan seine Beziehung zu Veronica mit den Bibelworten Mann und Frau zu einem Fleisch geworden" ansieht. Alma erinnert Johan an dessen Worte, dass er zu ihr einmal gesagt hat was er an ihr liebt ist dass er glaubt dass sie (Alma) von Gott aus einem Stück geschaffen wurde, dass sie zu echten Gefühlen und aufrichtigen Gedanken fähig ist, und wie wichtig es ist dass es solche Menschen gibt. Johann spielt mit der Pistole und Alma wird von ihm mit harten Worten weggeschickt. Er eilt zum Schloss und begegnet der Mutter des Schlossherren, die ihm den Aufenthaltsort Veronicas verrät. Er begegnet dem gegenwärtigen Geliebten Veronicas und dann Herrn Lindhorst, dem Vogelmenschen". Er wird von ihm verschönert, mit Lippenfarbe, Lidstrich und Puder und bekommt noch einen Pyjama und einen Morgenmantel für sein bevorstehendes Liebesabenteuer mit Veronica. Dazu muss man sagen dass der Darsteller Max von Sydow aussieht wie ein griechischer Gott aus der Antike, nachdem er von Herrn Lindhorst geschminkt wurde. Johan schreitet in einen grossen Saal und sieht eine mit einem Tuch bedeckte Figur auf einer Bahre, das Bild erscheint wie ein Sezierraum in der Gerichtsmedizin. Er geht vorwärts und nimmt nach und nach das Leichentuch von der angeblich toten Person ab und erkennt Veronica, die sich tot stellt. Er kann es nicht fassen und streicht ihr liebevoll vom Gesicht und Haar bis zu den Fussspitzen, als Veronica plötzlich hysterisch zu Lachen anfängt. Sie umarmt ihn und küsst ihn wild und ungestüm. Plötzlich steht die Schlossfamilie hinten ihm Saal und stimmt ein Gelächter wie aus dem Jenseits an. Dieses Gelächter soll Johan in seinen Gefühlen erniedrigen. Durch die Zärtlichkeiten mit Veronica verwischt sein Make-up und er hat den Gesichtsausdruck eines Wolfs, der ein Schaf gerissen hat. Diese eindringlichen Szenen lassen die geliebte Veronica als austauschbares Objekt erscheinen, das sich mit der Schlossfamilie, von Johan abwertend als die Menschenfresser" genannt, verbündet hat um ihn zu verhöhnen. Johan durchschaut die Szene schnell und bedankt sich bei Veronica für diese Inszenierung, er sagt ihr die Grenze sei endlich überschritten, er fragt allerdings Veronica noch, was die Scherben reflektieren ? Veronica sitzt als Sexualobjekt wortlos da und ist plötzlich von einer Minute auf die andere entzaubert. Durch diese furchtbaren Erkenntnisse und Erlebnisse schafft Johan es sich von dem Zauber Veronicas zu lösen und die Wahrheit zu erkennen. Durch diese Szenen wird eine Katharsis Johans dargestellt. Johan in seiner Verzweiflung irrt auf der Insel herum, mal im Seehaus, Tagebuch schreibend, mal irrt er in den Wald. Alma läuft ihm hinterher, weil sie Angst hat ihm könnte etwas zustossen. Die furchtbare Schlossfamilie beobachtet das unheimliche Geschehen. Die von Johann als Menschenfresser" bezeichneten Schlossbewohner sind überall und beobachten ihn. Der Film endet schliesslich mit dem Epilog Almas, die sich wieder Gedanken macht ob es nicht tatsächlich so ist, dass Liebende, die ein Leben lang zusammenleben, einander ähnlich werden. Sie zweifelt ob ihre Liebe gross genug war Johan zu beschützen. Der Anspruch an die geneigten ZuseherInnen sehe ich darin, dass jede/r sich selbst einen Schluss ausmalen kann. Vielleicht wird Johan wieder gesund und überwindet die grauenhafte Enttäuschung über seine vergangene Liebe und findet mit Alma wieder zusammen. Auffallend ist von Beginn bis Ende des Films die zärtlich streichenden Gesten seiner feingliedrigen Hände über das Gesicht und Haar Almas. Auch zum Ende des Films, in seinem Wahn, streichelt er zärtlich den Kopf Almas, obwohl man nicht genau sehen kann ob er sie wirklich erkennt. Ein grandioser Film, ohne jede Einschränkung zu empfehlen. Grosses Kino !
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