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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jede Seite hat zwei Medaillen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde der Stümper: Wie wir im Internet unsere Kultur zerstören (Gebundene Ausgabe)
Was der Autor in seinem Buch macht ist polemisieren, soviel steht fest.Und auch wenn er mir in vielen Dingen aus dem Herzen spricht - Beispiel YouTube - so finde ich trotzdem, dass er so fair hätte sein müssen und auch die guten Seiten des Internet aufzählen. Tut er aber nicht. Das ganze Buch hindurch werden einem Szenarien vorgelegt, die mich überlegen lassen, ob es nicht besser wäre, meine gesamte Identität aus dem Internet zu löschen. Und doch ist es wichtig, sich diese Kehrseite genau anzusehen, denn eines ist unbestritten, die Gefahr von der der Autor spricht ist latent vorhanden und es obliegt uns Amateuren, ob wir ihr widerstehen oder nicht. Apropo Amateur: im französischen heißt das soviel wie "Liebhaber von etwas sein" - ist also gar nicht so negativ behaftet, wie der Autor meint. Das Buch sollten jene lesen, die manchmal das Gefühl haben, dass das Internet eine zu wichtige Stellung in unserem Leben eingenommen hat, die ein ausgewogenes Maß finden wollen und die sich darum gerne ein wenig erschrecken lassen. Ich fand es lehrreich, ich bin ein wenig vorsichtiger geworden, aber ich werde ein Fan von Wikipedia und Amazon-Rezensionen bleiben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zeigt zahlreiche tatsächliche Probleme auf,
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde der Stümper: Wie wir im Internet unsere Kultur zerstören (Gebundene Ausgabe)
Hätte der Autor nicht selbst ein Online-Unternehmen gegründet, könnte man ihn angesichts dieses Inhaltsabrisses leicht als technikfeindlichen Ewiggestrigen abtun. Sein Buch erzeugte in Amerika gegensätzliche Reaktionen: Die einen beschimpften ihn als Reaktionär, die anderen gaben ihm erstklassige Bewertungen. In Europa dürfte das Echo auf "Die Stunde der Stümper" nicht viel anders ausfallen. Begeisterte Blogger und Fans von YouTube werden kaum begeistert davon sein, dass Keen einen Kreuzzug gegen das Unmaß an unqualifizierter, von anderen Nutzern zumeist kritiklos konsumierter öffentlicher Meinungsäußerung und flache Amateurfilmchen unternimmt.Wer sich freilich schon einmal mit falschen, Wikipedia oder einer anderen benutzergenerierten Plattform entnommenen Informationen blamiert hat, seinem vorpubertären Kind eine Erklärung für die Inhalte einer zufällig "erwischten" Pornoseite liefern musste, sich über gewisse Google-Rankings gewundert hat und sich fragt, wohin die von gewissen Internetunternehmen angestrebte Digitalisierung aller verfügbaren Bücher führen soll, dürfte dieses Buch mit Interesse lesen und den Inhalten zu einem guten Teil zustimmen. Keen versteht sich selbst keineswegs als "Spaßbremse", zeigt aber grundsätzlich anhand von einsichtigen Argumenten und nachvollziehbar auf, wie ganze Industriezweige und somit auch daran hängende Arbeitsplätze und darüber hinaus potenzielle Kreative durch benutzergenerierte Medien massiv beeinträchtigt werden. Stellenweise freilich gleitet das Buch stark ins Polemische ab; der Autor verrennt sich auch schon mal in allerlei Details der kriminellen Möglichkeiten des Webs. Dem Eindruck, dass das Internet die Verflachung der Kultur vorantreibt, können sich sicher viele kritische Nutzer anschließen. Auch Beispiele für seine Eigenschaft als fast rechtsfreie Plattform für politische und sonstige Wirrköpfe, Abzocker und geschickt getarnte Lobbyisten, die auf Blogs mitmengen, hat wohl jeder bereits zur Kenntnis genommen. Keen zeigt einige durchaus realistische, gut durchdachte Lösungsvorschläge auf. Da das Buch zahlreiche tatsächliche Probleme des Web 2.0 benennt und insgesamt wirklich gut geschrieben ist, verdient es eine positive Bewertung. Dass die (Amateur-!) Rezensentin eines von engagierten Amateuren (!), sprich: Stümpern nach Keens Verständnis, betriebenen Internet-Portals diese nur zögernd abgibt, steht auf einem anderen Blatt, soll aber nicht verschwiegen werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Polemische Wachrüttelung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Stunde der Stümper: Wie wir im Internet unsere Kultur zerstören (Gebundene Ausgabe)
Als bekennender Internetnutzer ist das Thema "Wie das Internet unsere Kultur zerstört" ansich schon ein gewisser Affront.Was Andrew Keen mit seiner - selbst eingeräumten Polemik - "Die Stunde der Stümper" aber in Wort und Fakten gegossen hat, ist lesenswert. Auch wenn ich mit dieser Rezension genau das mache, was Keen in seinem Werk kritisiert (nämlich amateurhaft einen Buchtitel "bewerten"), so ist es der Spiegel, den uns Keen - wie ich meine zu Recht - vorhält, der dieses Buch so wichtig macht. Keen führt zahlreiche Fakten und Daten auf und führt den Beweis für den Verfall der durch die Revolution Web2.0 herbeigeführt wird gleich mit an. Fairerweise räumt er immer wieder ein, durch gewisse Überzeichnung die Polemik nicht vermieden zu haben und das ist auch gut so: am Wahrheitsgehalt der Aussagen ändert dies nicht. Hinzu kommt, dass dieses Buch einfach gut zu lesen ist, wir erfahren keine wissenschaftlich verklausulierten Abhandlungen sondern ertappen uns anhand zahlreicher Beispiele selbst bei unserer eigenen Veränderung im Konsum- und Kommunikationsverhalten. Fazit: ein absolut lesenswertes Buch - welches man sicherlich kritisch hinterfragen darf, welches aber auch eine lebhafte Diskussion und vielleicht auch Abkehr von der einen oder anderen mittlerweile liebgewonnenen Gewohnheit ermöglicht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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