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Die Stunde des Schakals [Gebundene Ausgabe]

Bernhard Jaumann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

12. März 2010
Wenn die Tapferen tot sind, müssen die Feiglinge sterben. Ein todkranker Killer auf der Suche nach Vergeltung. Ein zwanzig Jahre zurückliegendes Verbrechen, das lange Schatten wirft. Eine junge Polizistin zwischen Recht und Gerechtigkeit. Und eine schonungslose Verfolgungsjagd durch Namibia, Botswana und Südafrika. «Die Stunde des Schakals» ist ein grandioser Politthriller, der um den spektakulärsten politischen Mord Namibias kreist und dabei die großen Fragen nach Wahrheit, Schuld und Moral aufwirft. «Jaumann ist nicht nur ein findiger Erzähler, der es gekonnt versteht, höchst unterhaltsam Menschenforschung zu betreiben, sondern darüber hinaus ein Perfektionist, der weiß, wie man Spannung erzeugt.» SPIEGEL.DE «Immer wieder bezaubert Jaumann durch kluge, feinsinnige Erzählweise und beobachtungsgenaue Sprache.» DIE ZEIT

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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [149kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Kindler (12. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463405695
  • ISBN-13: 978-3463405698
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 359.945 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Jaumann ist nicht nur ein findiger Erzähler, der es gekonnt versteht, höchst unterhaltsam Menschenforschung zu betreiben, sondern darüber hinaus ein Perfektionist, der weiß, wie man Spannung erzeugt." (Spiegel.de)

"Immer wieder bezaubert Jaumann durch kluge, feinsinnige Erzählweise und beobachtungsgenaue Sprache." (Die Zeit)

Über den Autor

Bernhard Jaumann wurde 1957 in Augsburg geboren. Er studierte in München und war zehn Jahre Lehrer für Deutsch, Geschichte und Italienisch in Bad Aibling. Nach längeren Aufenthalten in Italien, Australien und Mexiko-Stadt lebt er zurzeit in Windhuk/Namibia. Bisher erschienen «Hörsturz», «Sehschlachten», «Handstreich», «Duftfallen», «Saltimbocca» (Friedrich-Glauser-Krimipreis 2003), «Die Vipern von Montesecco», «Die Drachen von Montesecco» sowie «Die Augen der Medusa» (Deutscher Krimipreis 2009). Für seinen Kurzkrimi "Schnee an der Blutkuppe", erschienen in "Zum Sterben schön" (Hg. Petra Hammesfahr), erhielt er 2008 den Friedrich-Glauser-Preis für Kurzgeschichten. «Die Stunde des Schakals» ist der erste Roman um die namibische Kriminalinspektorin Clemencia Garises, er wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2011 ausgezeichnet. www.bernhardjaumann.de

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Kundenrezensionen

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5.0 von 5 Sternen Die Passion des stillen Rächers 10. Juni 2010
Von Marius TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Er ist zweifelsohne eine meiner Entdeckungen des Jahres 2010 ' der Krimischriftsteller Bernhard Jaumann. Galt er bis jetzt höchstens als Geheimtipp, könnte das sich nun durch seinen Wechsel zu Rowohlt ändern. 'Die Stunde des Schakals' ist das erste Buch, das als Hardcover bei Kindler erschienen ist und das Buch, das für Jaumanns Durchbruch sorgen könnte!

Hat sich Jaumann vormals noch eher im europäischen Raum orientiert, entführt er uns diesmal auf den schwarzen Kontinent, der nun im Zuge der Fußballweltmeisterschaft in aller Munde ist. Clemencia Garises ist bei der Polizei in Namibia angestellt und hat als erfolgreiche Polizistin auch in Finnland ein Praktikum bestreiten dürfen. Sie muss sich sowohl mit ihrer Familie als auch mit unprofessionellen Mitarbeitern herumschlagen und ist deshalb ganz froh, als ihr ein aktueller Fall etwas Abwechslung beschert: Während er seine Bäume wässerte, wurde der Hausbesitzer van Zyl durch einen Elektrozaun von einem Heckenschützen ermordet. Der brutale Mord bleibt allerdings nicht der einzige und es scheint, als würde der Killer einen privaten Rachefeldzug gegen bestimmte Männer führen. All die Morde, denen die junge Polizistin begegnet, haben ihr Motiv offenbar in der Vergangenheit und Clemencia und ihr Team gelangen auf die Spur eines lange zurückliegenden Mordanschlags, für den der Rächer offenbar Vergeltung will...
Jaumanns Roman ist sowohl eine ausgezeichnete Charakterstudie, als auch eine Geschichtsstunde und eine aufregende Mörderhatz quer durch den Süden Afrikas. Ihm gelingt es mühelos, psychologisch ausgefeilt und atmosphärisch dicht zu erzählen, ohne den Plot aus den Augen zu lassen. Insgesamt eine spannende und lehrreiche Lektüre, von der man sich eindeutig Nachschlag wünscht!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Yukon1998 VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
In Namibia kommt es zu einer geheimnisvollen Mordserie. Schnell stellt sich heraus, dass die Verbindung zwischen den Morden irgendwo in der Vergangenheit liegen muss. Die ermittelnde Polizistin Clemencia Garises kämpft gegen die Zeit - und gegen einen Mörder, der den Gesetzeshütern immer ein kleines Stück voraus zu sein scheint. Doch auch aus den eigenen Reihen schlägt Clemencia bald ein rauer Gegenwind entgegen und sie muss sich entscheiden, was ihr wichtiger ist: die Wahrheit oder ihr bisheriges Leben...

Mit Die Stunde des Schakals" hat Bernhard Jaumann einen spannenden Thriller vorgelegt, der seine Leserschaft auf einer hochspannenden Verfolgungsjagd durch Namibia und Südafrika bis an die Grenzen Botswanas führt. Dabei wechselt der Autor gekonnt zwischen verschiedenen Erzählperspektiven und gewährt seinen Lesern auch einen Blick in die Psyche des Mörders, ohne jedoch Hinweise zu auf die Identität des Killers zu geben.

Clemencia Garises ist eine sperrige Heldin, die ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen hat. Genial ist jedoch auch ihr Umfeld, ihre lebhafte und chaotische Großfamilie, die sich immer wieder in das Leben der sonst so toughen Polizistin einmischt und es gehörig durcheinander wirbelt. Es soll mindestens noch einen zweiten Band um Clemencia und ihre Sippe geben und das ist sehr erfreulich!

In seine Handlung hinein integriert Bernhard Jaumann geschickt unzählige Informationen über die Geschichte als auch über das heutige Namibia und schafft damit eine Szenerie, die es selbst dem zuvor wenig informierten Leser einfach macht, sich an dem eher ungewohnten Schauplatz zurecht zu finden. Dabei vermeidet der Autor aber geschickt jegliches Info-Dumping.

FAZIT: Die Stunde des Schakals" von Bernhard Jaumann ist ein gelungener Thriller der Extra-Klasse, der mit einer besonderen Heldin und einem ungewohnten Schauplatz aufwartet. Unbedingt lesen!
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Nationen werden in Blut geboren. Genau wie Babys. Der Unterschied ist, das sich das Blut bei Nationen nicht so leicht abwaschen lässt. Es klebt und klebt und..." Diese Sätze legt Autor Bernhard Jaumann einem namibischen Kriminalbeamten in den Mund. Wie oft wird von Touristen, die dieses herrliche Land besuchen, vergessen, dass die Unabhängigkeit erkämpft werden musste, auch mit Gewehren - weil die weißen Besatzer der Rassistenarmee des früheren Südafrika sich über Jahrzehnte geweigert haben, die vielen Resolutionen der UNO zu achten, sondern Namibia weiter unterjochen wollten. Es ist sehr ungewöhnlich in der deutschen zeitgenössischen Literatur, dass in einen Kriminalroman politische Gedanken eingeschrieben werden. Hierzulande publizieren die Verlage lieber "Politthriller" aus den USA, die sich nicht mit der für jeden Leser nachvollziehbaren deutschen Gegenwart beschäftigen. Namibia ist Gegenwart, weil dort die weißen deutschstämmigen Farmer, Nachfahren der Kolonisten, immer noch die wirtschaftliche Macht fest in ihren Händen halten und darüber zu reden oder zu schreiben ein deutsches Tabu ist. Jaumann setzt sich in seinem Krimi darüber erfrischend hinweg. Schon das Thema packt ein heißes Eisen an: Vor zwanzig Jahren wurde Anton Lubowski ermordet, erstes weißes Mitglied der namibischen Regierungspartei SWAPO. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben Buren das Verbrechen verübt, Mitglieder eines rassistischen Geheimdienstes der früheren Apartheidregierung Südafrikas. Es gab nie einen Prozess, der Mord ist gerichtlich bis heute nicht aufgeklärt, die Tat nicht gesühnt. Die der Tat äußerst verdächtigen mutmaßlichen Verbrecher sind namentlich bekannt. Jaumann, der inzwischen in Namibia lebt, hat lange recherchiert und legt in seinem spannenden Krimi eine Fantasielösung des Falles vor, nennt dabei die wirklichen Namen der Tatverdächtigen und schließt in seinem Nachwort mit einer Aufforderung: "Falls irgendwer meine erzählerische Vergegenwärtigung dessen, was geschehen sein könnte, als untragbar ansieht, steht ihm der Gerichtsweg offen. Vielleicht kommt es dann zu einem Prozess, der endlich Licht in die Sache bringt".
Jaumann beweist, dass Krimiautoren sich nicht nur ihrer Fantasie hingeben müssen. Die Beschäftigung mit hochbrisanten politischen Fragen kann auch in Deutschland Rezept für schriftstellerischen Erfolg sein. Das sollten sich die großen Verlage merken. Erfrischend ist auch die Aufmachung der realistischen Erzählung: in Kursivschrift eingeschoben lässt der Autor seine Personen immer wieder einmal selbst zu Wort kommen, schafft dadurch einen anderen Blickwinkel des Handlungsablaufs.
Wer Namibia kennt, wird Straßen, Plätze und Landschaften wiedererkennen. Wer noch nie dort war, könnte durch den Krimi dazu angeregt werden, das Land zu besuchen und wird dabei nicht wie fast alle Touristen ausschließlich durch Reiseliteratur auf dem Pfad leider immer noch kolonistisch gefärbter deutschstämmiger Namibier vorbereitet sein. Eines der besten Bücher, die in diesem Jahr auf den Markt gebracht wurde. An dieser positiven Bewertung halte ich fest, obwohl Jaumann wie fast alle deutschen Autoren leider immer wieder in alten kolonialen Sprachgebrauch verfällt ("Buschmänner", "Stamm" etc.).
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Veröffentlicht am 18. September 2010 von Silke Schröder, hallo-buch.de
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