Die Tom Clancy Verfilmungen sind ja immer so eine Sache. Ich habe das Buch zum Film nicht gelesen, finde diesen aber trotzdem nicht so wahnsinnig toll. Allerdings ist er auch nicht schlecht gemacht, er kommt nur ein wenig wichtig daher mit den winzigen Informationen über die IRA, versinkt aber letzten Endes in einem typischen Actionfilm der Neunziger, inklusive spektakulärem Showdown.
Harrison Ford beweist in diesem Thriller, dass Bruce Willis nicht der Einzige American Hero ist, der zur falschen Zeit am falschen Ort sein kann. Ganz zufällig rutscht er im good old England mitten in ein Attentat auf einen britischen Lord hinein und killt auch noch den Bruder von Sean Bean, der am Attentat beteiligt war. Der findet das natürlich nicht so gut und konzentriert sich darauf, einen nicht wirklich intelligenten Rachefeldzug gegen Harrison zu starten. Soviel zur Story. Darin eingebunden sind zwar diverse politische Inhalte, wenn auch nur kurz angehaucht und die Technik des Geheimdienstes, mit Terroristencamps umzugehen. Zugegegeben, das fand ich gut gemacht.
Trotzdem finde ich die Hauptstory etwas zu wenig und sehr auf Action getrimmt. "Du hast meinen Bruder gekillt, dafür kill ich dich) ist eben sehr originell. Für einen netten Fernsehabend reicht es aber allemal.
Positiv abgerundet wird das Ganze durch einen wilden, jungen Sean Bean, einen zu kurz gehaltenen Kurzauftritt von Richard Harris und James Earl Jones und Harrison Ford spielen eigentlich wie immer. Ach ja, Samuel L Jackson schießt sich auch noch kurz durch den Krawall.
Ich persönlich fand Das Kartell und Jagd auf Roter Oktober besser. Der Anschlag war auch nicht schlecht. Stunde der Patrioten ist für mich am schwächsten.