Zwei Dinge sind es, die diesen Film von sämtlichen anderen Liebesfilmen, die ich bisher gesehen habe, hervorheben: die Hintergrundkulisse des norwegischen Polarwinters und der tiefgehende charakterliche Kontrast der beiden Protagonisten.
Die Geschichte an sich ist einfach gestrickt: die junge, lebenslustige Studentin aus der Großstadt, die mal etwas anderes erleben will und deshalb die Einsamkeit des Polarwinters sucht, und sich dabei unter den extremen Situationen, die die monatelange Kälte und Dunkelheit auslösen, in den zurückgezogenen, weltabgewandten Trapper verliebt, der diese Eiswüste seine Heimat nennt.
Die Entwicklung dieser Liebe zeichnet sich durch die Stille des Filmes aus, die vielen Szenen, in denen nur wenige Worte gewechselt werden und die nur von Gestik und Mimik der Darsteller leben. Obwohl die Handlung gerade dadurch so anrührend und überzeugend wird, fehlt doch hier und da ein Wort, das sie vorantreibt.
Und dennoch...
Eine ebenso prägende Wirkung besitzen die Aufnahmen des norwegischen Polarwinters. Die malerischen Bilder zeigen nicht nur seine Schönheit, sondern auch die Gefahren, die er birgt, und die der Mensch mit sich bringt. Ein Höhepunkt dabei ist natürlich der wunderschöne Sonnenaufgang gegen Ende des Filmes, die Rückkehr des Lichtes, das die Dunkelheit der Polarnacht ablöst und den Kreis schließt.
Insgesamt ist es ein Film voller Emotionen, der es seinem Zuschauer überlässt, wie sehr er sich auf ihn einlassen möchte.