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Die Stunde der Dilettanten: Wie wir uns verschaukeln lassen [Gebundene Ausgabe]

Thomas Rietzschel
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

6. Februar 2012
Ob die Spekulationen der Banker, die Rettungsschirme, die die Regierenden aufspannen, oder die Reformen in der Bildungs- und der Gesundheitspolitik - niemand durchschaut mehr die Mechanismen, auf die wir uns täglich verlassen müssen. Gibt es sie denn überhaupt noch, die Experten? Es hat den Anschein, als wäre der Dilettant zum modernen Charakter par excellence geworden. Sänger ohne Stimme treten in diesem Buch ebenso auf wie Maler ohne Talent, Banker ohne Vermögen und Politiker ohne politische Überzeugung - von Angela Merkel bis Günther Jauch, von Wendelin Wiedeking bis Karl-Theodor zu Guttenberg, von Lena Meyer-Landrut bis Thomas Middelhoff.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Paul Zsolnay Verlag; Auflage: 5 (6. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552055541
  • ISBN-13: 978-3552055544
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.003 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Rietzschel hat fleißig Banalitäten und Peinlichkeiten gesammelt, die als Einzelne weder tragisch noch neu sind. Begleitet von melancholisch-satirischen Kommentaren fügt er aber seine Puzzelsteinchen zu einem Deutschland-Bild, das einigermaßen erschüttert. Wer aber Rietzschels an- und streckenweise aufregenden Essay zur Hand nimmt, demonstriert schon damit fröhlichen Trotz gegen seinen Pessimismus - und natürlich gegen den grassierenden Dilettantismus." Peter Carstens, Deutschlandfunk, 27.02.2012

"Brillant geschrieben." Franziska Augstein, Augsteins Auslese, 07.03.2012

"Eine scharfzüngige Zeit- und Gesellschaftsdiagnose - ein Weckruf für ein saturiertes Bürgertum." Rudolf Mitlöhner, Die Furche, 22.03.2012

"Die rabiate Intervention eines Citoyen - ein Buch, das darauf gewartet hat, geschrieben zu werden. Man sieht die Hochstapler nicht nur mit anderen Augen, man hört sie auch mit anderen Ohren (…). Man sieht bestätigt, was man eher geahnt als gewusst hat." Henryk M. Broder, Die Welt, 24.02.2012

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von SA.M.T TOP 1000 REZENSENT
"Der größte Vorzug schöner Geschichten, nämlich vergangen zu sein, ist der Geschichte des Dilettantismus noch nicht zugewachsen" - So steht es bereits ziemlich am Anfang des Buches geschrieben. Es ist dies der Auftakt einer Rede, wenn man so will, bei der das Auditorium immer geknickter in den Reihen sitzen wird, weil es erkennt, wie sehr es bereits vom Dilettantismus eingenommen sind - auch im eigenen Tun! Der in seinen Formulierungen äußert talentierte Autor spannt einen Bogen von den ersten Dilettanten über die Ausbreitung, die Machtentfaltung, den Schulen bis hin zu den Medien. Und er nimmt sich bei Gott kein Blatt vor den Mund! Einiges, was da zu lesen steht, birgt Sprengstoff in sich, nicht, weil es eine polemische Behauptung ist, sondern weil einen die Erkenntnis der Richtigkeit wie ein Keulenschlag trifft. Und anders als bei Sarazins "Deutschland schafft sich ab" werden hier keine ethnischen Minderheiten als Sündeböcke herangezogen,nein, wir selbst sind es, die zulassen, dass die Mittelmäßigkeit zum erstrebenswerten Ziel ernannt wird.

"Der Dilettant reduziert alles, womit er sich befasst, auf das Maß seiner eigenen Vorstellungskraft", steht geschrieben. Damit kritisiert Thomas Rietzschel jenen Umstand, dass wir unsere alte Kultur (von der Sprache angefangen) einfach ignorieren, nicht mehr bereit sind darüber zu lesen oder nachzudenken oder gar zu lernen, mit dem Ergebnis, dass als Ideenpool nur noch die eigenen untrainierten Synapsen bleiben. Und so fragt der Autor weiter: "Mit welcher Geniedichte dürfen wir gegenwärtig überhaupt noch rechnen?" um weiters resigniert festzustellen: "Wir verlieren die Fähigkeit eine Entwicklung überhaupt noch als solche wahrzunehmen. Um nicht den Anschluss zu verlieren, bleibt keine Zeit sich Gedanken über das Geworden-sein zu machen."

Dieses Buch ist ein Weckruf an den Intellekt des Menschen. Es ist aber auch ein Schuss vor den Bug, der aufzeigt, wo wir landen werden, wenn weiterhin nur eines gilt: "Wir feiern, was wir zu feiern haben, am liebsten uns selbst."

Einige Zitate aus dem Buch werden veranschaulichen, welches Potenzial zwischen den Blättern steckt:
"Am wechselnden Zeitgeist kann sich keine Gesellschaft dauerhaft orientieren - weder ästhetisch noch ethisch."
"Die entscheidende Frage ist, ob überhaupt noch die gemeinschaftliche Vorstellung existiert, dass es etwas geben könnte, bei dem as auf mehr als den eigenen Vorteil ankommt, das es um seiner selbst Willen zu bewahren gilt."
"Der anmaßende Dilettant ist jener, der mit einer Inbrunst davon überzeugt ist, dass "ER" zu sein völlig genügt, um emporgehoben und bewundert zu werden."
"Als Dilettant bewahrt einen das Unwissen vor der Furcht des Versagens. Wer die Schwierigkeiten seines Vorhabens nicht abschätzen kann, handelt oftmals beherzter."
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brillant 10. Mai 2012
Ein großartiges Buch, das den geistigen Notstand einer Gesellschaft und insbesondere deren 'Elite' den Spiegel vorhält, einer Gesellschaft, die in Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur von Dilettanten beherrscht wird, denen es überhaupt nicht darauf ankommt, Probleme zu lösen, wofür sie eigentlich von uns allen viel zu hoch bezahlt werden, sondern die getrieben werden von Eitelkeit, Macht- und Habgier. Zu aktuellen Figuren wie Guttenberg und Wulff spannt Thomas Rietzschel einen kenntnisreichen Bogen von der Geschichte des Dilettantismus. Daß es dabei keineswegs um harmlose 'menschliche Schwächen' geht, sondern um Existenzfragen, zeigen uns Deutschen exemplarische Figuren des Dilettantismus wie Wilhelm II. und Hitler, die Europa in die größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts geführt haben. Brillant geschrieben, bildet das Buch eine sinnvolle Ergänzung zu Michael Schmidt-Salomons »Keine Macht den Doofen!« Empfehlenswert dazu auch die Diskussion im »Nachtstudio« des ZDF vom 19.2.2012 und die Besprechung im Büchermarkt des Deutschlandfunks.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vom Dilettanten über Dilettanten 15. März 2013
Wenn ein Autor seinem Buch solch einen polemischen Titel gibt, dann legt er die Latte auch für sich selbst hoch. Thomas Rietzschel scheitert daran grandios. Schlimmer noch, geradezu exemplarisch kann man an dem sich ständig um sich selbst drehenden Geschreibsel erkennen, das die "Stunde der Dilettanten" auch für alle möglichen selbst ernannten "Experten" geschlagen hat. Ein wenig Polemik, ein wenig neoliberales, pseudokritisches Gefasel und am Ende ist der Leser so schlau wie vor der Lektüre. Oder teilweise dümmer, wie nach den Kapiteln über die Bildungsmisere, in denen der Autor intensiv darauf drängt, das alte gescheiterte System in Deutschland zu bewahren und noch auszubauen. Die Eliten, das sind die, die uns die von Autor kritisierten Krisen im Finanz-, Bildungs- und Gesundheitssektor erst eingebrockt haben, sollen mehr gefördert werden. Die Unterschicht, das sind die, die den Karren immer aus dem Dreck ziehen müssen, behindern mit ihrem starrsinnigen Beharren auf gleichen Bildungschancen diese Förderung. Und so weiter und so fort. Ein verzichtbares, schlecht geschriebenes, die tatsächlichen Ursachen für die weitere Spreizung der Lebensverhältnisse in Deutschland verschleierndes Buch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Gefährlich wird es, wenn die Dummen fleißig werden!
Thomas Rietzschel ist eine sehr amüsante und unterhaltsame Beschreibung des herrschenden Zeitgeistes, des Dilettantismus gelungen! Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Helmut Bernemann veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen dilettantisch
dilettantisch, langatmig, eigenartig rechthaberisch, walkt der Autor das im Grunde genommene wichtige und aktuelle Thema endlos aus, ständig gibt es Wiederholungen,... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Martin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen delitanten
weiter so es gibt viel zu sagen über dieses thema.da wir auch alle dafür anfällig sind.wer weiss wo wir noch landen
Vor 5 Monaten von dudu veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ganz lesenswert
Das Buch ist gar nicht schlecht, etwas langatmig und reitet doch teils ziemlich auf einem Thema herum. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von A. Frantzen veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Verzichtbar.
Ich mache es diesmal kurz:
Ja, der Witz ist billig, aber er muss einfach sein - das Buch ist eine dilettantische Abhandlung. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von GeorgK veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Altachtundsechziger Gesudere
Rietzschel macht es einem schwer, ihn einzuordnen, was eigentlich kein Nachteil sein sollte,doch irgendwie schwingt in seinem Text permanent der von der eigenen Entourage... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von chrigue veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Dilettanten überall
Dilettanten in Politik, Wirtschaft,Kunst und Medien: Unfachmännisch, unsachgemaäß, fehlerhaft, stümperhaft und oberflächlich sind die wenig... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Otto Hilscher veröffentlicht
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