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Die Streichquartette Box-Set


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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (4. März 1997)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 7
  • Format: Box-Set
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal Music)
  • ASIN: B0000041KV
  • Weitere Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 254.890 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

Rezension

( 7 CDs ) Beethovens Streichquartette, dieser Kosmos, in dem sich die Schöpferkraft des Komponisten zum Äußersten konzentriert und ausdrückt, sind das ehrgeizige Ziel aller internationalen Quartett-Ensembles. Die Emersons aus den USA eroberten den Zyklus binnen nur vierzehn Monaten. Das muß kein Nachteil für das Gelingen sein, wie das Ergebnis zeigt. Das Ensemble liebt in seinen Gesamtaufnahmen den "großen Bogen", wie schon sein Bartók-Zyklus bewies, den es geschlossen an einem Abend spielte. Auch diesem Beethoven scheint ein übergreifender Gesamtplan zugunde zu liegen mit dem Zentrum in den fünf mittleren Quartetten. Die gehen die Emersons mit einem überbordenden, gelegentlich aggressiven Espressivo an. Die Wut, mit der sich die Vier in den Kopfsatz von op.95 stürzen, ist eher "dramatico" als "serioso". Und das fugierte Finale von op.59/3 bricht in seiner perfektionierten Raserei alle Rekorde. Das mögen Extrempositionen sein, über die sich streiten läßt. Dennoch bleiben auch hier Flexibilität, Detailfdifferenzierung und Duchsichtigkeit bewunderswert. Demgegenüber wird das frühe op.18 bei aller Energie des Zugriffs gelassener angegangen. Das gilt auch für die späten Quartette, deren formsprengendes motivisches Geflecht, deren "Modernität", sehr subtil und espressiv gespannt herausgearbeitet werden, wobei die "Große Fuge" sogar weniger hart als allgemein klingt. Und in den entrückten langsamen Sätzen von op.130 und 132 darf sich warme Ausdruckskraft ausleben. Eine imponierende Produktion. ** I: 8-10

© Stereoplay -- Stereoplay


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 16. November 1999
Format: Audio CD
Beethovens Streichquartette gehören zweifelsfrei zu den schönsten Werken ihrer Gattung, aber spieltechnisch auch zu den schwierigsten. Eingeteilt in drei zeitlich deutlich voneinander abgrenzbare Perioden - frühe, mittlere und späte Quartette - sind sie auch vom Stil entsprechend unterschiedlich, grob gesagt: die frühen eher traditionell (wenn auch schon mit sehr persönlichem Stil), die mittleren schwungvoll/stürmisch und schließlich das nicht unbedingt leicht verdauliche Spätwerk. Das Emerson String Quartett zeigt sich allen Abschnitten gewachsen. Zweifelsfrei gehört diese Gesamtaufnahme zu den besten, die es zur Zeit gibt. Auch die frühen Quartette, die oft als "langweilig" oder "ausdruckslos" ein wenig ein Schattendasein fristen, zeigen sich hier mit viel Energie und ungeahnter Ausdruckskraft, das Spätwerk entfaltet sich umso mehr mit ausbrechender Energie. Auch wer die Werke schon kennt, wird hier in vielen Stücken noch das ein oder andere neue Element endecken können. Auch die "Große Fuge", ursprünglich als Finale von op. 130 geplant und aus Angst des Verlegers um den Verkauf des Werkes durch einen eingängigeren Satz ersetzt (zu recht, es sollten an die hundert Jahre vergehen, bis solche Musik wieder komponiert wurde), ist an ihrem ursprünglichen Platz zu finden. Die Klanqualität der Aufnahme ist über alle Zweifel erhaben. Ob zum Vergleich oder zum Einstieg, für alle Liebhaber von Beethoven und oder Kammermusik ist dies Aufnahme schon fast ein Muß. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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18 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 9. März 2004
Format: Audio CD
Ich habe das Set wegen opus 133 gekauft - und weil ich Beethoven immer als schwierig und zwiespältig empfunden habe, ihn aber - oder seine Grösse - unbedingt begreifen lernen wollte (ein Kraftakt, der bereits Jahrzehnte andauert). Dann hörte ich ein Stück aus opus 133 und war überwältigt. Nie hätte ich gedacht, dass vor 180 Jahren so "moderne" Musik geschrieben wurde. Oder auch: "reine", "klare", "vorbehaltlose", "freie", "direkte" Musik. Opus 133 gibt mir einen neuen Zugang zu Beethoven, dessen "Pathos" und "Klassik" und da und dort auch von mir so empfundene "Effekthascherei" ich manchmal nur schwer verdaulich fand. Hier hatte ich plötzlich Musik, die vollständig frei von all diesen mich störenden Unschönheiten war, von einer Bach'schen Klarheit und scheinbar rücksichtslos gegen ALLES, nur auf Wahrheit bedacht, für mich eine Offenbarung.
Ich glaube nicht, dass die Interpretation eine grosse Rolle spielt. Das ist nicht abfällig gemeint, sondern das grösste Kompliment, das ich ihr machen kann. Für mein Empfinden öffnet das Emerson String Quartet die Musik einfach nur, legt sie bloss, uns zu Füssen. Dann dürfen wir sie vorsichtig bestaunen. Das wirkt absolut selbstverständlich und mühelos. Ebensogut, finde ich, kann man darauf verzichen, sich viel mit der Interpretation zu beschäftigen und ihr gedanklich nachzuforschen.
Es gibt sie also noch, die Musik, bei der man sich vorstellen kann, dass der Mensch eine göttliche Bestimmung hat. Dabei bin ich natürlich - eigentlich - Atheist.
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