Die siebenteilige Serie spielt im München der späten 70er Jahre. Die "Devils" sind ein Straßenrockerclub der ganz ursprünglichen Art, in dem vom Mofa bis zur schweren Maschine alles gefahren wird. Vor allen Dingen aber wird kräftig provoziert, getrunken und Rabatz gemacht. Den ehrenwerten, aber sehr mühsamen Versuch, wenigstens an Letzterem etwas zu ändern, unternehmen die Sozialarbeiter Hanno und Katrin (Claus Theo Gärtner und Johanna Mertinz), indem sie den "Devils" im frisch gegründeten Jugendtreff eine abendliche Heimat bieten.
Rund um diesen Handlungsstamm gruppieren sich einzelne Episoden, die von Arbeitslosigkeit, Kriminalität oder Alkoholismus handeln. "Natürlich" wird schon in diesem Frühwerk deutscher Fernseh-Sozialpädagogik der übliche Brei angerührt, in dem am Scheitern einzelner prinzipiell die "böse Gesellschaft" schuld ist. Allerdings hält sich diese Moralinsäure im Vergleich zu mancher heutiger Darstellung in der Serie glücklicherweise einigermaßen in Grenzen, und so macht es trotz des gelegentlich aufblitzenden gesellschaftspolitischen Zeigefingers immer noch großen Spaß, diese Serie zu schauen. Das liegt vor allem an der exzellenten Besetzung. Claus Theo Gärtner, Uwe Ochsenknecht, Jochen Schroeder, Ute Willing, der spätere "Glücksrad"-Moderator Frederic Meisner und viele andere sehr bekannte Gesichter sorgen dafür, dass hier sehr hochwertiger Film geboten wird und prägnante Charaktere entstehen.
Und ohne allzuviel verraten zu wollen, aber am Ende findet im Rahmen eines nachbarschaftlichen Zweckbündnisses doch noch eine zaghafte Versöhnung zwischen den "Devils" und den ansonsten von deren Anwesenheit gar nicht begeisterten Nachbarn des Jugendtreffs statt.
Es handelt sich also um eine sehr sehenswerte und sicherlich auch inhaltlich recht treffende Studie des Lebens "aufmüpfiger" Jugendlicher gegen Ende der 70er Jahre. Zwei gestalterische Kritikpunkte - die denn auch zu einem Stern Abzug führen - seien jedoch erlaubt: Zum einen enden die meisten Folgen viel zu uneindeutig. Wie es mit dem Alkoholiker oder dem Autoknacker weitergeht und ob Cordula nun doch Friseurin lernt oder einen anderen Weg einschlägt, bleibt am Ende der jeweiligen Folgen offen und wird auch in den weiteren Folgen nicht oder nur unvollständig aufgeklärt. Der zweite Kritikpunkt betrifft einen scheinbar banalen Aspekt, nämlich die Covergestaltung der DVD. Wozu es dient, darauf als "Titelbild" ausgerechnet die nur in einer Folge auftauchende, mit den "Devils" rivalisierende Rockergruppe der "Angels" abzubilden, wissen wohl nur diejenigen, die dieses Cover gestaltet haben.