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Pressenotiz zu : Frankfurter Rundschau, 30.03.2000
Thomas Medicus nimmt den Roman, letzter Teil einer Trilogie, erst einmal zum Anlass, um zu beschreiben, wie stark in England die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg noch ist. Das massenhafte Sterben in den Gräben der flandrischen Front bedeutete gleichzeitig den Tod des viktorianischen Englands. Die "war poets" Siegfried Sassoon und Wilfred Owen, die in ihren Gedichten den grauenhaften Stellungskrieg beschrieben, kennt heute noch jedes englische Schulkind. Pat Bakers Trilogie (die ersten zwei Bände "Niemandsland" und "Das Auge in der Tür" sind ebenfalls bei Hanser erschienen) gehört nun zu einer Bewegung vor allem weiblicher Autoren, die diese Zeit kritischer betrachtet, meint Medicus. Die Widersprüchlichkeit, die Bakers Figuren kennzeichne - einerseits verabscheuen sie den Krieg, andererseits wollen sie sofort wieder in die Schlacht, um die Kameraden nicht im Stich zu lassen - halte die Romane "in Atem". Aber Medicus mag sie trotzdem nicht. Vor allem missfällt ihm Bakers "feministische Botschaft", dass diese Männer allesamt hysterisch an ihrer "repressiven Männlichkeitsrolle" leiden. Das leuchtet ihm zwar irgendwie ein, aber gleichzeitig findet er, dass die "ideologische Aufladung" zu allerlei Klischees führt. Wenn Medicus die Autorin dann in die Reihe der Prinzessin-Diana-Fans stellt, deren Demonstrationen nach dem Tod der Prinzessin auch ein Protest gegen die "stiff upper lip"-Kultur des Königshauses war, schwingt einige Verachtung mit.
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Pressestimmen
"Pat Barker ist für diesen dritten Teil ihrer Weltkriegstrilogie mit dem Booker Prize ausgezeichnet worden, der rückwirkend, und mit Recht, das ganze Werk in die erste Reihe zeitgenössischer Literatur erhebt." Sybil Wagener, Süddeutsche Zeitung, 12.04.00 "Und erst daran, wie die Hauptgestalten einen begleiten, begreift man über Jahr und Tag ganz, wie gut die Romane sind." Bernhard Schlink, Die Welt, 18.03.2000