Wie kaum ein zweiter Autor schafft es Steinbeck in diesem Roman, das Leben in der Zwischenkriegszeit zu beschreiben. Dabei geht er einfach von der Beschreibung der Menschen in Monterey bei San Francisco in Kalifornien aus, und im Laufe der ersten Kapitel hat man gar nicht dan Eindruck, als sollte eine bestimmte Handlung beschrieben werden. Vielmehr erzählt der Autor aus dem Leben seiner Protagonisten, läßt sie ihren alltäglichen Tagesablauf erleben oder eben doch etwas außergewöhnlichere Ereignisse. Trotzdem hat man nie den Eindruck, als sei hier krampfhaft eine Handlung erfunden worden, sonder vielmehr fühlt man sich in diese Zeit zurückversetzt. Man erfährt von den Problemen der Menschen im Bereich der großen Fischfabriken mit Arbeitslosigkeit und Schulden und kann sich so die gesellschaftlichen Verhältnisse sehr gut vorstellen. Trotzdem zeichnet Steinbeck ein faszinierend positives Bild der Menschen: auch wenn sie selbst nichts oder sehr wenig haben, versuchen sie, anderen mit kleinen Freuden das Leben zu verbessern. Durch diese symbiotische Beziehung gelingt allen ein glückliches Überleben. Ein absolut lesenswertes Buch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)