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Die Stones
 
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Die Stones [Gebundene Ausgabe]

Stephen Davis
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Europa Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3203760754
  • ISBN-13: 978-3203760759
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 342.771 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Ein paar von den alten Songs, sofern wir uns noch an das Zeug erinnern können!" Gewohnt raunzig beantwortet Keith Richards Fragen nach dem neuen Programm. Die Stones-Tour 2002/03 steht an. In einem gelben Zeppelin war die "größte Rockband aller Zeiten" über New York eingeschwebt, dies zu verkünden. Gigantischer noch als die Bridges of Babylon-Tour sollte sie werden. Die hatte schon Voodoo Lounge aus dem Jahr 1994 übertroffen etc. Man kennt das Ritual inzwischen. Blenden wir also lieber zurück in spannendere Zeiten, als auf der Bühne des Marquee in London an einem heißen Juliabend 1962 die Karriere der Rolling Stones ihren Anfang nahm.

Alle anderen Bands sahen einfach uralt aus, sagt Charlie Watts, damals noch Zuschauer. Ein androgyner Brian Jones, bei dem die Mädchen dahinschmolzen, Keith Richards blechdünne gemeine Rhythm & Blues-Riffs, die die Luft zersägten -- über allem thronend Mick Jagger, schon früh der bekannte Narziss mit Schmollmund. Englands Musikszene kochte. Yardbirds, Kinks, The Who -- man befruchtete sich gegenseitig. Ausgerechnet die Beatles lieferten dem anfänglich wenig begnadeten Songwriter-Team Jagger/Richards Starthilfe mit "I Wanna Be Your Man", einer maßgeschneiderten Single. 1965 war die Schreibhemmung beendet, "Satisfaction" hieß der Song, der den Durchbruch brachte. "Get Off Of My Cloud", "As Tears Go By", Stones-Hits begannen nun wie Schneeflocken zu fallen. Brian, bislang kreativer Motor, verfiel immer mehr den Drogen, dokumentiert in Godards schrägem Film One Plus One, der einen apathischen Brian bei den Aufnahmen zu Sympathy For The Devil zeigte.

Sex, Drugs and...? Drogen und Orgien nahmen überhand. Razzien folgten, den Stones drohte der Knast. Die Polizei ertappte Mick und Dauermistress Marianne Faithful zugeknallt auf dem Lotterbett -- der berühmte Marsriegel an einer Stelle, wo man ihn nicht vermutet hätte, zergeht noch heute auf der Zunge. Dann das Wunder, mit den Klassikern Beggars Banquet, Let It Bleed und Sticky Fingers entstieg die Band dem Chaos wie ein Phönix aus der Asche. Brian Jones aber war tot (und Stephen Davis fühlt sich verpflichtet, einen möglichen (inzwischen verstorbenen) Täter zu präsentieren).

Viel Neues hat Stephen Davis der Stones-Geschichte nicht hinzuzufügen. Die ersten zehn Jahre der Band jedoch sind ein solch Schwindel erregendes Happening, gespickt mit Interna, dass die Lektüre mehr als spannend ausfällt. Deshalb verzeiht man dem Autor auch die wenigen Patzer, die ihm unterliefen. Mitnichten tauchten die Bilder der Stones z. B. auf dem Sgt. Pepper-Cover auf, lediglich eine schlaffe Puppe kündete von ihrer Existenz. Auch der Selbstmord des Beatles-Managers Brian Epstein ist keineswegs verifiziert, da es sich wohl eindeutig um einen Tablettenunfall handelte.

Mit dem Horror-Festival von Altamont und dem Mord an Meredith Hunter unter den Augen der Stones endete die Flower-Power-Ära und damit auch der wesentliche Teil des Buches. Anfang der 70er-Jahre, nach dem exzellenten Exile On Main St, drifteten die Stones in musikalische Bedeutungslosigkeit ab. Was blieb, war der Hype. Ron Wood kam (ursprünglich schon als Brian Jones-Ersatz im Gespräch), Bill Wyman ging, Chaletbesitzer, Dauer-Erotomane und Kunstfreund Jagger saß sein Dauerabo in der Regenbogenpresse ab und alle paar Jahre wurde ein neues Stones-Album ächzend in die Charts gewuchtet, denn schließlich -- erneut Keith, der wider Erwarten überlebte, ein letztes Mal: "Warum in aller Welt sollte man aufhören zu tun, was man gerne tut?" Richtig so! Oder? --Ravi Unger

Pressestimmen

"Davis schildert sämtliche Wandlungen der Stones, von Blues-Puristen, die den Rock-and-Roll verachten, über Propheten des Rythm & Blues und Magier der Popmusik bis hin zur satanischen Rockband und zu Medienstars". (Booklist)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
GREAT GODS ALMOST DEAD 13. Dezember 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Mir geht es wie so vielen: Die Rolling Stones sind Teil meines Lebens geworden. Nichts ist nahe liegender, als mir dieses Buch zu schenken, das ich wirklich gern gelesen habe. Die deutsche Ausgabe kommt als DIE STONES im Vergleich zum englischen Original OLD GODS ALMOST DEAD (was für ein großartiger Titel!) recht tumb daher. Die Übersetzung ist ganz ordentlich ausgefallen. Die verwendeten Zitate hätte ich mir allerdings (zumindest zusätzlich) im Original gewünscht.

Die Illustrierung ist so unspektakulär wie das Titelbild. Dort, wo sie Sinn machte fehlt sie ganz. So muss man sich an die gigantischen Bühnenaufbauten des letzten Jahrzehnts schon gut erinnern können, um die Beschreibung zu einem Bild zusammenzusetzen. Ohnehin lebt dieses Buch von der Erinnerung an bekannte Geschichten und wenigen neuen Details.

Skurril der Kulturclash ausgerechnet mit dem Süden der USA, immer wieder erschreckend die fragmentarischen Einblicke in Keiths exzessive und zutiefst asoziale Drogensucht und neu für mich die zunehmende Debilität von Spaßvogel Ronnie. Ich habe mich beim Lesen gefragt, warum ausgerechnet Micks gesellschaftliche Ambitionen ständig im Kreuzfeuer der Kritik lagen. Den Bestand der Band haben wohl eher die Drogeneskapaden gefährdet.

Der Leser fragt sich manchmal, wie aus dem anschaulich geschilderten Chaos das Ding in seinem CD-Rack werden konnte, auch wenn es vielleicht nur eins der Recyclingwerke ist. Etwas öde ist die Beschreibung der Musiktitel auf den veröffentlichten Alben geraten. Wer hat mit wem in welchem Studio die Bassline zur wievielten Version welches Songs aufgenommen, die Keith im Wahn wieder löschte und wer will das wirklich wissen? Andere Episoden sind wiederum geist- und kenntnisreich geschrieben.

Zu den Highlights zähle ich John Lennons Zitat:"In einer Band zu sein, ist eine tolle Sache, wenn man ein bestimmtes Alter hat. Wenn man aber in den 40ern noch eine Band hat, heißt das schlicht und einfach, dass man in geistiger Hinsicht noch immer 18 ist."(Zitatende) Also, warum sind die Typen noch zusammen UND was machen wir eigentlich da?? 18 'til I die?

Es sollte dem Leser klar sein, dass er sich auf Seite 500 von 658 immer noch in den Siebzigern und auf Seite 600 immer noch in den Achtzigern befindet. Der zweiten Hälfte des Bestehens der Rolling Stones sind 120 Seiten gewidmet. Das entspricht dem Konzertprogramm.

Dieses Buch wird aber mitnichten dem im Umschlagtext formulierten Anspruch gerecht, „ein Gesellschaftspanorama der letzten vier Jahrzehnte" vor dem Betrachter auszubreiten. No, Sir. Dazu langt es nicht.

Es ist ein weitgehend unterhaltsamer, chronologischer Einblick in eine wilde Zeit mit alten Freunden, den man teuflisch grinsend konsumiert: Girls&Drugs&Lawyers&Money&Guns&Noise. Guter Stoff. Drei Sterne. That's it.

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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Stones für Anfänger 26. November 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin eindeutig zu spät geboren. Für mich sind die Stones eine eher durchschnittliche Band, die die Generation meiner Lehrer aus mir nicht verständlichen Gründen immer noch toll findet. Wozu soll ich hunderte von Euro für einen Platz in einem Fußballstadium zahlen, von wo aus man den nicht einmal sonderlich hübschen Jagger schlechter sehen kann als im Fernsehen? Damit ich dann in den allgemeinen Chor einstimmen kann, endlich selbst einmal dabei gewesen zu sein? Na so gut sind die Songs ja nun auch nicht. Und die Lehrer, die sie mochten, gehörten im Allgemeinen nicht zu den sympathischen Exemplaren ihres Berufsstandes.

Aber die Stones sind ja noch für etwas mehr berühmt als nur die Musik, die sie manchmal mäßig, manchmal auch besser auf der Bühne zustande bringen. Schließlich haben sie dieses phantastische, böse Image (während die Beatles ja scheinbar die guten waren - die konnten sich das aber leisten, deren Musik ist ja auch einfach besser). Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Stones das mit dem bösen Image in der Popmusik sogar erfunden haben. Eine geniale Masche. Marketing at its best. Nur was ist dahinter?

Stephen Davis versucht mit seiner Biographie nun ein bisschen Stoff für das Image zu liefern. Der Fan wird hier wahrscheinlich wenig Neues finden. Die Liste der Frauen, mit denen Mick es so getrieben hat, ist wirklich ganz eindrucksvoll. Die Liste der Drogen, die die Band konsumiert hat, ist auch verdammt lang. Und passender weise hat es den einzigen hübschen unter den Jungs dann auch noch in den 60er Jahren schon erwischt. Der Lebensstil der Band war doch wirklich intensiv. Jetzt weis ich, warum die Lehrer, die auch Stonesfans waren, immer so schlecht drauf waren. Diese Band toll zu finden, und dann doch nur sein Leben als Lehrer beim Nerven von Minderjährigen zu fristen, das muss einem wirklich auf den Geist gehen. Denn es gibt ja mehr da draußen in der Welt, jedenfalls wenn man den Mut hat, seine Chancen zu nutzen.

Und damit kommen wir dann zur Stärke dieses Werkes. Ich kann zwar nicht beurteilen, ob das alles wirklich so stimmt, was da drin steht. Aber so oder so: Es liest sich gut und unterhaltsam als eine coole Geschichte einer Gruppe von Männern, die in ihrem Leben einfach nicht erwachsen werden wollen und einfach Spaß ohne Ende haben. Und denen die Rechnung für ihr Verhalten glücklicherweise eben nicht präsentiert worden ist. Na das ist doch wirklich märchenhaft, oder?
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