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Die Stimmen des Flusses: Roman
 
 
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Die Stimmen des Flusses: Roman [Gebundene Ausgabe]

Jaume Cabré , Kirsten Brandt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 667 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 4 (27. August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458173633
  • ISBN-13: 978-3458173632
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
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Jaume Cabré
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Jaume Cabré hat mit Die Stimmen des Flusses ein Meisterwerk geschrieben. Er arbeitet mit Rückblenden, springt in der über 60-jährigen Geschichte vor und zurück und schafft es, den Leser mühelos mitzunehmen in diese  Zeitreise. ... Cabrés Erzähltechnik verleiht der Geschichte - abgesehen vom aufwühlenden Inhalt - eine solche Dramatik, dass es das Buch zu einem Pageturner werden lässt, verschlingbar an einem Wochenende und an einem Stück. Die Sprachkunst der Übersetzerin Kirsten Brandt trägt das Ihre dazu bei. ... Aber nicht nur das schriftstellerische Können überzeugt. Cabrés Buch hat das Zeug zum modernen Klassiker. Seine Protagonisten können überall dort gefunden werden, wo Krieg herrscht, Politik und Macht pervertieren.« hr-online, Buchmesse-Spezial

»Ein farbechtes, episches Panorama, von dem man nicht so schnell die Augen wenden kann« Literarische Welt

»Ein grandioses Werk, dem gelingt, was jeder Schriftsteller erreichen will, doch nur selten schafft: uns Leser in ein eigenes moralisches und emotionales Universum zu locken.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Auf mehreren Zeitebenen erzählt der großartige katalanische Autor Jaume Cabré  in raschen Schnitten mit wechselnden Perspektiven ein dramatisches Geschehen - und entwirft zugleich ein spannendes Politik- und Sittengemälde Spaniens von Franco bis heute.« Der Spiegel

»Cabré hat die dunklen Jahre der frühen Franco-Herrschaft und deren bis in die Gegenwart reichende Folgen auf bestechende Weise eingefangen. In seinem Roman schnürt er ein ganzes Bündel von Geschichten, breitet die Biografien gleich mehrerer Generationen aus, deren Leben aufs Engste mit dem Bürgerkrieg und der Diktatur verwoben ist. ... Bereits auf den ersten Seiten öffnet sich ein Spannungsbogen, der sich erst auf der letzten Seite schliesst, den Leser bis dahin durch ein Geflecht von Geschichten mitreisst, die, miteinander verwoben, einander in immer neuen Windungen ablösen, sich zu Mustern fügen, deren Gesamtarrangement sich nur langsam zu erkennen gibt. Vor allem ist Cabré ein Meister erzählerischer Brüche, des rasanten Wechsels zwischen Erzählebenen und Situationen. Ein Satz beginnt in der dritten Person und endet in der ersten. Oder umgekehrt. Und mit den Erzählern wechseln auch die Zeiten, schlägt, innerhalb eines einzigen Satzes, die Vergangenheit über der Gegenwart zusammen, richten sich aus dem Heute tiefe Blicke ins Gestern.« Kersten Knipp, Neue Zürcher Zeitung, Lesezeichen

»Lassen Sie sich einfach auf die großartige Geschichte ein, die Begeisterung kommt von ganz allein. Sie werden sich am Ende nach dem kleinen Ort in den Pyrenäen sehnen und danach, dass es doch bitte noch 666 Seiten weitergehen möge. Sex, Crime, Zärtlichkeit, Witz, Ironie, Schärfe, Zeitgeschichte, es ist alles drin, ein Spielfilm als Buch verpackt.« Christine Westermann, WDR

Kurzbeschreibung

Was geschah wirklich am 18. Oktober 1944 in dem Pyrenäenort Torena? Als Tina Bros sechs Jahrzehnte später in der alten Dorfschule ein hinter der Schiefertafel verborgenes Tagebuch entdeckt, ahnt sie nicht, daß sie an Dinge rührt, die in ihrer Verquickung aus Schuld und Scham, aus Leidenschaft und Fanatismus das ganze Drama einer schlimmen Zeit spiegeln. Noch weniger ahnt sie, daß der Schatten von damals bis in ihre eigene Gegenwart ragt. In den Händen hat sie die Lebensgeschichte des Dorfschullehrers Oriol Fontelles – einen langen Brief an seine Tochter, der diese nie erreicht hat, die Bitte, von ihr und der Nachwelt nicht verurteilt zu werden. Tina, deren eigenes Leben in Unordnung geraten ist, setzt alles daran, herauszufinden, was damals tatsächlich geschah. Sie erfährt von Oriols tragischer Liebesbeziehung zu der schönen und mächtigen Elisenda Vilabrú, deren Vater und Bruder zu Beginn des Bürgerkriegs von Anarchisten ermordet wurden, davon, wie Elisenda in ihrem Bedürfnis nach Rache alle Fäden zieht und wie ihr Geliebter Oriol Fontelles als heimlicher Widerständler ein gefährliches Doppelspiel beginnt, das in der Dorfkirche von Torena sein schicksalhaftes Ende findet. Für Tina Bros jedoch ist die Geschichte nicht beendet, denn alter Haß und alte Leidenschaften gären weiter, die Vergangenheit ist nicht vergangen.

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126 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Stimmen des Flusses, 8. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Stimmen des Flusses: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch von Cabré ist einfach nur großartig. Man sollte es dann lesen, wenn man weiß, dass man auch die Zeit hat es zu Ende zu lesen, denn man wird es nicht mehr aus der Hand legen. Cabré verbindet Ereignisse aus nahezu einem ganzen Jahrhundert auf eine Weise, die an Spannung nicht zu überbieten ist. Er wirft dem Leser immer nur Bissen der Geschichte zu, so dass sich das Gesamtbild wie ein Mosaik erst nach und nach zusammensetzt. Ereignisse werden aus den Blickwinkeln verschiedener Personen erzählt, die jeweils ein Stück der Geschichte  der Wahrheit  preisgeben. Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, man kann sich nie sicher sein, die wahre Geschichte bereits erfahren zu haben. Es ist nicht unbedingt notwendig, sich mit dem Spanischen Bürgerkrieg auszukennen, aber es hilft, um die Geschehnisse im Buch historisch/gesellschaftlich besser einordnen zu können. Dieses Buch muss man gelesen haben!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Breites Panorama, 1. Oktober 2009
Der spanische Bürgerkrieg bildet den Ausgangspunkt für diesen Roman des katalanischen Philologen,Lehrers und Autors Jaume Cabre und zu diesem über 50 Jahre reichenden Szenario.
Die Chronologie ist chaotisch, es dauert recht lange, bis man die Zeitsprünge nicht mehr nur als unübersichtlich empfindet. Hat man sich eingelesen, wird dieser schwierige Zugang weniger bedeutend, es sind dann einfach Vor- und Rückblenden. Trotzdem muß man sehr konzentriert bleiben, denn manchmal wechselt die Zeitebene um 50 Jahre innerhalb eines Satzes.
Oft schemenhaft sind die Personen gezeichnet, zudem wird eine hohe Zahl von Akteuren ins Rennen geschickt.
Etwas entwirrt wird dass Personengeflecht durch die beiliegende Erläuterung.
Die Handlung dreht sich um einen Held wider Willen, und um eine Lehrein , die Anfang diesen Jahrzehnts dessen Briefe an seine Tochter findet. Zwar möchte man wissen, wie die Geschichte um Macht, Hass und Liebe, die auch von Verat und Doppelleben handelt, ausgeht.
Eine wirkliche Spannung kommt aber nur selten auf, viele Szenen bleiben seltsam verhalten und undeutlich, wie auf einer verblichenen Fotografie.
Den Vergleich mit den Romanen von Marquez kann man anstellen, evtl. orientiert sich der Autor auch an dessen Erzählstil. Jedoch ist er weniger originell und weniger humorvoll, weniger inspirierend und bezaubernd.

Durchaus an den Themen Geschichte und Zeitgeschichte interessiert und auch was Beziehungen und Emotionen angeht
immer aufgeschlossen, hinterläßt dieser Roman bei mir einen zwiespältigen Eindruck.
Ich meine, man braucht einen eher langen Atem, um dieses breite Panorama angemessen zu erfassen.

Ein anstrengendes Epos, aber im Endeffekt doch lohnenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Literarisches Kunstwerk, 18. November 2009
Spanien 1944 in der tiefsten Francodiktatur. Der Lehrer Oriol Fontelles kommt, zusammen mit seiner Frau, in den Pyrenäenort Torena, um die Stelle des Dorfschullehrers anzunehmen und wird zur tragischen Figur.

Spanien 2002. Die Lehrerin Tina Bros findet in seiner Schule, kurz vor deren Abriß, die Aufzeichnungen Fontelles - ein langer Brief an seine Tochter, die er nie kennengelernt hat. Fasziniert von der Frage über die Hintergründe, macht sie sich auf den Weg in seine Vergangenheit, die eng mit der Vergangenheit des Ortes verknüpft ist.

"Auf den Friedhöfen finden Sie die Geschichte der Dörfer, wie eingefroren", sagt der Steinmetz Serralac zu ihr, und Jaume Cabré, der Schöpfer dieses großartigen Romans, taut die Geschichte auf und erweckt ihre Personen zum Leben. Und diese Geschichte, die im Kleinen ein Bild der spanischen Gesellschaft während der Francozeit malt, wird von Cabré absolut faszinierend erzählt. Virtuos wechselt er die Zeitebenen und Erzählperspektiven. Wie ein Marionettenspieler hält er die Fäden der einzelnen Erzählstränge in der Hand, läßt sie fallen, hebt sie wieder auf, läßt sie scheinbar ganz verschwinden, aber nichts geht verloren, alles fügt sich zusammen.

Dieser Roman ist nichts für Schnellleser, erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit und liest sich dennoch wunderbar leicht. Und je mehr man als Leser bereit ist, sich auf den Roman und Cabrés Erzählkunst einzulassen, umso mehr versteht man und wird wie auf einer Welle durch die Geschichte getragen. Wenn man diesen Roman nicht als Bettlektüre mißbraucht, sondern ihn als literarisches Kunstwerk betrachtet, das mit Ruhe genossen werden will, wird man reich belohnt.
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