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Die Stimme
 
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Die Stimme (Broschiert)

von Thomas Quasthoff (Autor)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: List Tb.; Auflage: 1 (Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354860580X
  • ISBN-13: 978-3548605807
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 16.125 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 44 in  Bücher > Biografien & Erinnerungen > Film, Fernsehen & Theater
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Er ließ sich nicht behindern“. „Behinderter nimmt alle Hürden!“ Solche musikjournalistischen Kurzschlüsse entringen dem Sänger höchstens noch ein mattes Lächeln. Seine Klassiker lauten: „Der behinderte Zwerg Quasthoff hinkte auf die Bühne und erleuchtete ‚Paulus‘“. Und -- jenseits aller Geschmacksgrenzen: „Er sang, als ob Gott einen Betriebsunfall wieder gutmachen wollte“. Schon ein Wunder, wie souverän und selbstironisch der Contergan geschädigte Bariton Thomas Quasthoff die hilflos unverschämten Sprachverrenkungen kommentiert, die seine „unorthodoxe Erscheinung“ hervorruft. Und so geht es weiter. Also, keine Klassikstarre. Aus Quasthoffs Feder tropft es oft giftig, seine Erinnerungen sind Entertainment pur.

New York, Lincoln Center. Hier gelang mit Mahlers „Wunderhorn“-Liedern der Durchbruch auf amerikanischem Boden. In einer kraftvollen Schilderung lässt der Sänger die aufregenden Tage noch einmal vorbeiziehen. Dann wandern die Gedanken zurück zu den Tagen seiner Geburt. „Kopf hoch, auch an so einem Kind kann man viel Freude haben“. Mit diesem aufmunternden Rat legte man am 9. November 1959 Brigitte Quasthoff im Hildesheimer Bernwardskrankenhaus eines von 12.000 verkrüppelten Contergankindern in den Arm. Quasthoff findet bittere Worte zum ersten Pharmaskandal der Bundesrepublik.

Prinzenrolle, Kulenkampff und Rudolf Schock. Das quietschmuntere 60er-Jahre-Sittengemälde einer intakten Familie wird aufgeblättert. Die Behinderung wird weggelacht; einzig die Sorge, niemals mit einem Mädchen an der Hand durch die Stadt flanieren zu können, schafft Pubertäts-Blues. Im heimischen Wohnzimmer setzt sich Tommi, angeregt vom Vater, auf die Gesangsspur. Jura-Studium, Sparkassenkarriere, Sprecher beim NDR, schließlich findet Quasthoff seine Welt. Der anschließende K(r)ampf um seine Gesangsausbildung liest sich wie eine gruselige Standortbestimmung in Sachen Behindertenakzeptanz.

Die Grenzen zwischen E und U sprengt auch der Autor Quasthoff mühelos. Musiktheoretische Exkurse ins Liederfach geraten federleicht, die Kritik an der Sangestechnik des „Scorpions“-Sängers böse ätzend, der Wutanfall anlässlich der niedersächsischen Kulturpolitik unter Gabriel und Wulff bedenklich. Nur die am Rande einer Talkshow hingeworfenen Beleidigungen eines offensichtlich angetrunkenen Bernhard Brink, Sangeskollege aus dem Tiefparterre der schönen Künste, machen den Riesen von 132 Zentimetern Körpergröße immer noch sprachlos. –Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Ein Mann mit Humor, Präzision und beseelter Stimme

Thomas Quasthoff ist einer der erfolgreichsten und ungewöhnlichsten Sänger der Gegenwart. Obwohl die Musikhochschule Hannover dem contergangeschädigten Bariton mit der Begründung, er könne nicht Klavier spielen, ein Gesangsstudium verwehrte, stand sein Berufswunsch fest.

Heute werden seine CD-Veröffentlichungen regelmäßig von der internationalen Fachpresse ausgezeichnet, er hat mehrere Wettbewerbe und hoch angesehene Preise gewonnen und eine Gesangsprofessur inne.

In seiner Biografie erzählt Thomas Quasthoff von seinen großen internationalen Erfolgen, von Konzertatmosphäre, Reisen und Plattenaufnahmen, aber auch von seinem Handicap, den Kämpfen, die seine Eltern mit den Behörden führen mussten, der Ausgrenzung. In der niedersächsischen Kleinstadt ist das Leben mit Behinderung nicht einfach. Doch Thomas Quasthoff panzert sich mit Witz und musischem Talent.

Ein intelligenter und humorvoller Einblick in die Welt eines Ausnahmekünstlers.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Lesenswert..., 6. April 2007
Von Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Der 1959 geborene Kontergan-geschädigte Baritonsänger Quasthoff schreibt hier in ziemlich blühendem Alter seine Autobiographie, andere denken da viel später in ihrem Leben dran. Aber natürlich ist solch eine Vita eines behinderten und dennoch sehr erfolgreichen Menschen allemal lesenswert, weil es gut tut, die eigenen Selbstverständlichkeiten immer wieder durch das Sich-Hineinversetzen in ein derart beschwerliches Leben zu hinterfragen. Sehr lobenswert finde ich an dem Buch die Lockerheit des Schreibstils und den herrlichen Humor Quasthoffs (z.B. die Schilderung der Gesichtswandlungen des alternden Kammersängers Rudolf Schock beim Beginn einer Arie; oder die Selbstironie, mit der er sich als Don Fernando in der Fidelio-Aufführung in Salzburg beschreibt, wo er einen zu großen Frack verpaßt bekommt - Zitat: "Statt würdevoller Schöße schleife ich zwei Stoffbahnen hinter mir her, die riesigen Insektenflügeln gleichen. Vormittags fühle ich mich wie Kafkas Käfer-Mann Gregor Samsa, abends wie der TV-Putzteufel Clementine, weil ich die Bühne nach jeder Probe besenrein hinterlasse"). Seine Unbekümmertheit rührt sicherlich aus der großen Verbundenheit mit den Eltern wie auch seinem Bruder Michael her, die ihm nicht zuletzt auch viele Kontakte ermöglicht hat. Er ist in seinen Urteilen über Politik und manche Zeitgenossen recht deutlich und gerade heraus, auch dies ein postiver Zug des Buches. Eine absolut bereichernde Lektüre.
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88 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Vergnügen, 14. Oktober 2004
Diese Rezension stammt von: Die Stimme (Gebundene Ausgabe)
Ein Autobiographie eines Prominenten? Noch eine? Ja, eine Autobiographie, aber nicht noch eine, sondern endlich eine Gute. Der Bariton Thomas Quasthoff ist in der Klassikszene unbestritten und völlig zu Recht ein Weltstar. Er ist einer der größten Sänger und Musiker unserer Zeit. Und er hat was zu sagen, hat viel zu erzählen. Wer ihn schon mal im Fernsehen gesehen und gehört hat, weiß, dass er außderdem wunderbar und kurzweilig erzählen kann, und dass er einen sehr intelligenten, hintergründigen Humor hat. Also, beste Voraussetzungen für ein kurzweiliges Buch.

Und der Leser wird nicht enttäuscht! Man kann das Buch fast nicht mehr zur Seite legen. Ich hab es in 2 Tagen verschlungen! Thomas Quasthoff (und der Co-Autor Michael Quasthoff, sein Bruder) nehmen kein Blatt vor den Mund und pflegen eine klare, kräftige und deutliche Sprache: in der Sache und im Stil. Misstände, etwa im Kulturbetrieb oder in der Zusammenarbeit mit dem Fersehen, um nur zwei Beispiele zu nennen, werden sehr deutlich und immer auch sehr humorig und launisch auf den Punkt gebracht. Ich hab unzählige Male laut und herzlich herauslachen müssen.

Und natülich erzählt Thomas Quasthoff Vieles aus seinem Leben. Von wichtigen Stationen seiner Karriere wie dem ARD Wettbewerb, seinem New York Debut oder seinem Operndebut. Dabei hat er immer auch witzige Randgeschichten und Anekdoten im Petto. Er erzählt von seiner Kunst und der Musik - da kommt er, verständlicher Weise, ins Schwärmen. Wer die paar Seiten über Schuberts Winterreise liest, kann fast nicht umhin, sofort den CD Player anzuwerfen und wieder mal reinzuhören.

Er erzählt ausgiebig und spannend, aber immer mit Witz und ohne auf die Tränendrüse zu drücken, aus seiner Kindheit und Jugend, von seiner Familie, von guten und auch von weniger guten Zeiten. Vom Kampf mit den Behörden und Schulen. Von seiner Gesangsausbildung. Von frühen und frühesten Bühnenerfahrungen. Von seiner Liebe zur Jazzmusik (ich hoffe, er macht mal ein Jazzalbum, denn er ist er sensationeller Jazzsänger!). Und er hat viele Erlebnisse und Geschichten aus seinem Konzertleben und von seinen viele Reisen auf Lager. Allein die machen das Buch schon zu einem reinen Vergnügen.

Also, liebe Musikfreunde und solche, die es werden wollen - aber auch solche, die einfach nur die spannende Geschichte eines charismatischen Zeitgenossen lesen wollen - nicht zögern: kauft Euch das Buch und lest es! Ihr werdet hoffentlich genau so viel Spass daran haben wie ich!

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Keine Spur von Selbstbeweihräucherung, 26. Januar 2007
Von J. Doenges "doejess" (Baden-Baden, BaWü) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein Bariton, der sein Musikwissen für Laien hervorragend weitergibt und erklärt, einen Spendenaufruf für Tschernobyl im Buch stehen hat und mit Humor und Selbstironie seine eigene Geschichte darstellt sowie an Vergangenes erinnert - Mauerfall, Kohl, Schröder, 9/11, Rinderwahn und zuvor die Jahre, in denen ein Schwarzweißfernseher purer Luxus gewesen ist - das Buch ist einfach unglaublich toll.
Zwar gibt es ein paar Schreibfehler, aber der Spass, den man beim Lesen hat, macht das alles wieder wett. Auch für Leute, die sich so überhaupt nicht für Klassik, Oper, Theater u.ä., wohl aber für Menschen interessieren, ist dieses Buch unbedingt lesenswert. Dass er am Ende von "gemeinsam verbrachten Stunden spricht", weil man sein Buch gelesen hat, finde ich voll schön und auch, dass er meint, dass man sich vielleicht mal sieht - bei einem seiner Konzerte. Einfach nur genial.

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4.0 von 5 Sternen Herrlich flapsig
Es mag an vielen Stellen oft sehr rechthaberisch klingen. Aber ohne eine gewisse Flapsigkeit oder Rechthaberei wäre Thomas Quasthoff untergegangen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Christel Walther veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Eher zufällig...
Die Biografie von Quasthoff geriet mir eher zufällig in die Hände. Ich habe nicht gezielt danach gesucht, doch als ich das Buch sah, fiel mir ein, dass ich Thomas Quasthoff beim... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Schmökerfreundin veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Singen kann er besser
Die Lebensgeschichte von Thomas Quasthoff ist schier unglaublich. Es ist gut, dass er sie aufgeschrieben hat und sie liest sich über weite Strecken auch recht flüssig... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Stefan veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein großer Künstler und sehr sympathischer Mensch ...
Ein anderer Leser-Rezensent meint, auf dieses Buch könne man getrost verzichten, weil sich hier ein "Behinderter" medienwirksam vermarkten würde ... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Thomas Beinhauer veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen grosse stimme ohne schreibtalent
Das Buch hat mich enttäuscht. Vielleicht, weil die Fallhöhe so grandios ist. Vielleicht, weil das Wort Biographie ein Mißverständnis hervorrufen kann. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von felicitas13 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Spaß mit Quasthoff
Die Biografie ist frisch und manchmal auch ein bisschen frech geschrieben. Gerade diese Schreibweise macht den Text interessant und aufschlussreich.
Veröffentlicht am 2. November 2006 von Eule Knipping

5.0 von 5 Sternen Ein fantastischer Sänger und kurzweiliger Erzähler
Thomas Quasthoff kenne ich erst seit kurzem durch ein Radioporträt. Der Sänger, das heisst seine Stimme und seine Äusserungen, war mir auf Anhieb sympathisch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2006 von marani123

2.0 von 5 Sternen ein guter Sänger....
... muss nicht automatisch gute Bücher - auch oder gerade über sein
Leben - schreiben können. T. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2006 von ODIE

4.0 von 5 Sternen Klasse Klassik an der Theke
Klassik einmal anders: lustig und rotzfrech geschrieben, nicht altehrwürdig und ernsthaft sondern mit den Menschen hinter den Kulissen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Mai 2005 von Stephan Magnus

3.0 von 5 Sternen Ein behindeter, der sein Leiden medienwirksam und clever ver
Ein Buch auf das man absolut verzichten kann!

Ein sicher außergewöhnlicher Sänger, der seine Behinderung sehr mediengerecht verkauft, leider! Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 19. Dezember 2004 von maxheitmann

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