Ende der 70er Jahre verschaffte die DDR ein paar westdeutschen Anarchisten, itgliedern der Roten Armee Fraktion, die Möglichkeit, im Osten abzutauchen. Die Stasi fädelte diesen Coup geschickt ein, vermutlich mit Wissen des BND, der froh war, diese Problemfälle los zu sein. Alle Beteiligten schwiegen.
Ein Schweigen, das den RAFlern zwar eine gewisse Sicherheit vor strafrechtlicher Verfolgung bot, aber zugleich mit ihrem bedingungslosen Eintauchen ins kleinbürgerliche Leben der DDR verbunden war.
Nach der Wende kam das Ende: Verhaftung und Prozess.
In der STille nach dem Schuß ist Rita Voigt (alias Inge Viett) die Hauptfigur. Nach dem Mord an einem französischen Polizisten will die junge Frau in den Nahen Osten fliehen, bleibt aber in der DDR hängen. Sie wird in einem Großbetrieb untergebracht, später von einer Kollegin erkannt und umgesiedelt.
Sie verliebt sich, erhält einen Heiratsantrag, den die Stasi freilich ablehnt. Dennoch scheint sie mit ihrem neuen Leben zufrieden zu sein - bevor nach der Wende wieder in die Hände derer fällt, denen sie längst entkommen zu sein glaubte.
Dieser Film ist in vielen Szenen sehr genau beobachtet. Angenehm zu sehen, daß eine Geschichte über die DDR nicht von Klischees bestimmt wird.
Nicht einmal die Männer von der Stasi werden dämonisiert, sondern geschickt auf ihre Kleinbürgerlichkeit reduziert, ohne Ihnen die Gefährlichkeit zu nehmen...