Die sogenannte Steinzeit ist durchaus nicht so uninteressant oder gar kulturgeschichtlich belanglos, wie es ihr Name vermuten lassen könnte. Die treffenden Belege dafür vermag Hansjürgen Müller-Beck in seinem gleichnamigen schmalen, aber überaus informativen Band aus der Reihe "Wissen" des Münchner C. H. Beck-Verlages auf eindrucksvolle Weise zu liefern. In acht relativ knapp gehaltenen Kapiteln unterrichtet er den Leser kompetent sowohl über die Arbeitsweise und Geschichte der modernen Urgeschichte respektive Archäologie als auch über das Wesentliche der frühesten Stufe der Menschheitsgeschichte. Die Darstellung ist chronologisch angelegt, das heißt sie reicht vom Altpaläolithikum bis zum Ausklang der Steinzeit im (noch!) gegenwärtigen Jahrtausend, in dem immer wieder neue Nachrichten von noch existierenden steinzeitlichen Kulturen auf den verschiedenen Kontinenten bekannt werden. Besonders zwei Qualitäten dieses, in Hinsicht auf den behandelten Kulturabschnitt, recht gewagten Buches fallen auf: Zum einen ist die immer frisch und verständlich wirkende Sprache des Autors hervorzuheben, die auch dem fachfremden Leser ein allzu voreiliges Weglegen des Buches schwer machen wird. Und zum anderen weiß Müller-Beck, trotz des, wie gesagt, knapp gehaltenen Umfang des Bandes, immer wieder wichtige Detailaspekte hervorzuheben und zu erläutern. Insgesamt bietet der Autor somit eine sehr lesenswerte Darstellung dieses auch für unsere heutige Zeit so eminent bedeutsamen Kapitels der Menschheitsgeschichte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)