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Die Stadt der verlorenen Kinder - Meisterwerke Edition


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Produktinformation

  • Darsteller: Ron Perlman, Daniel Emilfork, Judith Vittet, Dominique Pinon, Jean-Claude Dreyfus
  • Regisseur(e): Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro
  • Komponist: Angelo Badalamenti
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS), Französisch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 21. November 2007
  • Produktionsjahr: 1995
  • Spieldauer: 108 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000W495VY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 50.743 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Auf einer ausrangierten Plattform im Meer haust Krank mit seinen geklonten Brüdern, Mademoiselle Bismuth und Irvin, dem Gehirn. Krank altert rasend schnell, weil er nicht träumen kann. Unterstützt von den Zyklopen entführt er die Kinder aus der Hafenstadt, um sich ihre Träume einzuverleiben. Doch als er das Baby Denrée entführt, machen sich der unglaublich starke One und die neunjährige Miette auf die Suche. Ein utopisch-apokalyptisches Abenteuer jenseits aller Vorstellungskraft beginnt.

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Die belgischen Filmemacher Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro können ihre fantastischen Visionen in diesem Märchen für Erwachsene uneingeschränkt verwirklichen. Indem sie Utopien und Dystopien von Brazil bis Peter Pan heraufbeschwören, kreieren Caro und Jeunet eine lebendige, aber bedrohliche Fantasystadt in einer in ständiges Zwielicht getauchten Welt. In dieser rauhen Hafenstadt lebt One (Ron Perlman), ein "starker Mann" aus dem Zirkus, der die Straßen und Kais nach seinem kleinen Bruder absucht, der von einer mysteriösen Gang entführt wurde, die die Kinder der Stadt gnadenlos ausbeutet. Vom Hafen emporsteigend existiert eine rätselhafte, unheimliche Burg, auf der der niederträchtige Krank (Daniel Emilfork) lebt. Krank hat die Fähigkeit zu träumen verloren und beraubt nun die entführten Kinder ihrer nächtlichen Visionen, doch alles, was er erhält, sind verrückte Alpträume einsamer Seelen. Der Film ist angereichert mit einer Vielzahl skurriler Charaktere wie die siamesischen Zwillingsschwestern, die eine Bande herumstreunender Kinderdiebe anführen, Kranks sechs geklonte Spießgesellen (alle von einem glänzend aufgelegten Dominique Pinon aus Delicatessen gespielt) und ein riesiges Gehirn, das in einem Aquarium herumwabert und dem im Original die Stimme von Jean-Louis Trintignant verliehen wird. Jeunet und Caro sind in ihrer Art fantasievolle, verträumte Bilder zwischen Freude und Schrecken zu erzeugen, die aussehen, als seinen sie in reicher Farbenpracht auf die Leinwand gemalt worden, verwandte Seelen von Terry Gilliam (Der König der Fischer, Fear And Loathing In Las Vegas), einem bekennenden Fan des belgischen Regisseur-Teams. --Sean Axmaker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

50 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Eskinoglu Sinan am 9. März 2005
Format: DVD
Und man sollte noch betonen, auf diesen Film lohnt es sich zu warten. "Die Stadt der verlorenen Kinder" (1995) ist nach "Delicatessen" (1991) Jean Pierre Jeunets zweiter und mein allerliebster Film. In "Die Stadt der verlorenen Kinder" verzaubert das Regieduo Jeunet/Caro sein Publikum vor Allem durch eine unglaublich tiefgreifende Athmosphäre einer düsteren, vor sich hinmodernden Hafenstadt: kalt, feucht, gotisch, abweisend. Und auf dieses Tableau malen die beiden Regisseure ein farbenprächtiges Kreativfeuerwerk, das nur so strotzt von merkwürigen, surrealen, nahezu grotesken, jedoch liebenswürdigen Charakteren - allesamt äußerst liebevoll und wunderbar dargestellt. Womit wir zu der lobenswerten Leistung der Schauspieler kommen, die es schaffen diese "verschobene" Welt zum Leben zu erwecken, allen voran Jeunets Langzeitbeschäftigter Dominique Pinon (als die Klone), Ronald Perlman (als One - er spielt übrigens die Hauptrolle in Hellboy) oder Daniel Emilfork (Krank).
Und es sind gerade diese liebevoll umgesetzten Ideen, die diesen Film meiner Meinung nach von allem bisher dagewesenen abheben. Dieser Film ist einfach anders, originell, märchenhaft - aber vor allem mit viel Herz! Geradezu unverständlich dagegen ist die bisher sehr stiefmütterliche Behandlung, die dieser Film bisher erfahren hat.
Naja, nicht ganz unverständlich: Menschen, die Jeunets erst durch seine späteren Werke "Die fabelhafte Welt der Amelie" und "Mathilde" kennengelernt haben, werden sich vielleicht mit den früheren Werken des Regisseurs nicht so anfreunden können.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Torsten TOP 1000 REZENSENT am 19. April 2005
Format: DVD
Auf den ersten Blick bekommt man den Eindruck, als befände man sich in einem 2stündigen Videoclip von Schock-Rocker Marylin Manson. Aber „Die Stadt der verlorenen Kinder" hat weitaus mehr zu bieten, als skurrile Kulissen und abgedrehte Charaktere. Die visuell beeindruckende Fantasy-Groteske der beiden Regisseure Jean Pierre Jeunet („Die fabelhafte Welt der Amelie", „Mathilde - Eine große Liebe", „Alien Resurrection", „Delikatessen") und Marc Caro („Delikatessen") besticht vor allem durch seine originelle und, auf humorvolle Art, abgedrehte Geschichte, sowie einem wahren Bilderbogen aus surrealen, fantastischen Bildern.
Der alternde Wissenschaftler Krank (Daniel Emilfork) entführt zahllose Waisenkinder, auf seine einsame Plattform, mitten im Meer, um Ihre Träume zu stehlen. Da Krank selbst unfähig ist, zu träumen und dadurch rasend schnell altert, erhofft er sich, seinen Alterungsprozess, durch die Kinderträume, stoppen zu können. Als sich bei den entführten Kindern der „Kleine Bruder" Denree, des geistig zurück gebliebenen Riesen One (sehr sympathisch dargestellt durch Ron Perlman „Hellboy", „Der Name der Rose") befindet, macht er sich, mit Hilfe des Waisenmädchens Miette auf, den „Kleinen Bruder" zu retten. Dabei erleben die beiden Protagonisten, sowie die Zuschauer, ein sagenhaftes Abenteuer, welches bislang, in der Filmgeschichte, einzigartig ist.
Die beiden französischen Filmemacher, Jeunet und Caro, entführen den Zuschauer in eine dunkle, post-apokalyptische Welt, die von teilweise recht seltsamen Gestalten bewohnt ist.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sevenmileboots am 28. April 2007
Format: DVD
Amélie lässt grüßen, doch taucht sie leider nirgends auf, um in diesen grotesken Albtraum ein Stück französische Romantik zu bringen. Stattdessen besteht die ,gute' Seite aus dem Mädchen Miette, das ihren Bruder aus der ,verlorenen Stadt' retten will, in das Kinder für geheimnisvolle wissenschaftliche Versuche entführt werden. Der einzige, der ihr beisteht, ist ,One', ein ehemaliger Walfänger, der zuletzt als Jahrmarktsathlet gearbeitet hat. Gemeinsam taumeln sie durch die Welt der ,verlorenen Stadt', immer am Rand der Vernichtung, aber auch ganz offenbar von einem guten Geist beschützt, der sie im letzten Moment rettet.
Die Atmosphäre des Films ist skurril-düster und die dargestellte Technik eher die des neunzehnten Jahrhunderts, obwohl es um wesentlich modernere Themen geht. Dieser Widerspruch bleibt unaufgelöst als Kuriosum stehen und erzeugt neben den fast albern gespielten Figuren eine gespenstische, verrückte Grundstimmung. Bleibt die Handlung auch überall nachvollziehbar und klar, die Bewohner der ,verlorenen Stadt' entziehen sich einem verständnisvollen Zugang. Sie sind Wesen ohne Vergangenheit und Zukunft, ohne Vernunft und ohne Mitgefühl. Schon aus diesem Grund verdienen sie es, bekämpft zu werden ...

Wie eine Mischung aus ,Die fabelhafte Welt der Amélie', ,Matrix' und ,Die Insel' mutet dieses Werk von Jeunet an, das unverwechselbar seinen eigenwilligen Stempel trägt. Wer seine übrigen Filme kennt und mag, wird auch ,Die Stadt der verlorenen Kinder' mögen. Der Zugang erschließt sich wie immer durch die Bereitschaft, einer betont individuellen Fantastik zu folgen.
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