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Die Stadt und die Hunde: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
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Die Stadt und die Hunde: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Mario Vargas Llosa , Wolfgang Alexander Luchting
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 425 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 13 (1. September 1980)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518371223
  • ISBN-13: 978-3518371220
  • Originaltitel: La Ciudad y los Perros
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 10,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 140.582 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Mario Vargas Llosa
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Stadt und die Hunde ist eine kritische Durchleuchtung der peruanischen Gesellschaft, eine leidenschaftliche Prüfung ihrer Widersprüche, ihrer Heucheleien, ihrer falschen Mythen und Konfusionen.

Über den Autor

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman Die Stadt und die Hunde erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist ist stets als politischer Autor aufgetreten und ist damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Das grüne Haus, Das Fest des Ziegenbocks, Tante Julia und der Kunstschreiber und Das böse Mädchen.
Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard, Princeton und Oxford. 1990 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag in der Stichwahl. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1996 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2010 den Nobelpreis für Literatur. Heute lebt Mario Vargas Llosa in Madrid und Lima.

 

 


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von D. Maraun
Format:Taschenbuch
Welch grandioses Debuet!
Die vielleicht beste Kritik, die dieses Buch bekommen hat, ist die oeffentliche Verbrennung in Lima.
So brisant das Werk eines 26-jaehrigen Debuetanten?
Auf den ersten Blick ist ja alles sofort klar:
Hier wird die Armee dargestellt als eine Institution, die ihre eigenen Ideale verraet, in der Gradlinigkeit und Ehrlichkeit geopfert werden fuer eine verraeterische Ruhe. Da wird vertuscht und nicht aufgeklaert. Da geht es um aalglatte Karriere und nicht um grosse Werte.
Aber es ist noch mehr, was dieses Buch auszeichnet.
Es geht um das Verhalten des einzelnen in einer bedrueckenden Welt, im Alltag zwischen all seinen Zwaengen und Verlockungen. Und irgendwann ist sie da die Katastrophe, und niemand realisiert es, bzw. alle verdraengen es. Das Verhalten, das sich im Alltag bewaehrt hat, wird weitergelebt. In anderen Worten: Steckt nicht in jedem von uns ein kleiner Faschist? Haben wir nicht Glueck, dass wir nicht in der Katastrophe leben, sondern uns durch den Alltag mogeln duerfen?
Wer ist Denunziant? Jemand der aus Ungeduld einen Kameraden verpfeift? Jemand der einen Mord meldet? Wo liegt die Grenze?
Oder: Wie entwickeln sich unterschiedliche Charaktere in einer Gruppe? Dazu hat Vargas LLosa ein spannendes Verwirrspiel inszeniert, das erst zum Schluss aufgeklaert wird, ein Spiel mit zwei Charakteren, die gegensaetzlicher nicht erscheinen koennen, aber so unterschiedlich gar nicht sind.
Und schliesslich die ganzen Chauvinismen und Machismen der peruanischen Gesellschaft, die aber sicher auch in einer deutschen Grossstadtclique gepfelgt werden: Frauen, Schwache, Andere, alle die ihren geforderten Rollen nicht entsprechen, werden diskriminiert, solange sie nicht durch vermeintliche Staerke selbst die Macht zur Unterdrueckung besitzen.
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Peru in den 50er Jahren. "Schwererziehbare" Jungen steckt man dort in eine Kadettenschule, wo sie zu Disziplin und Gehorsamkeit erzogen werden sollen. Unter den jungen Soldaten herrscht eine unerbittliche Bandenrivalität. Wer sich nicht behaupten kann, wird gnadenlos unterdrückt.

Einer jener Kadetten kann seine Situation nicht länger ertragen. Um endlich einmal übers Wochenende nach Hause fahren zu dürfen, begeht er Verrat an einem Mitschüler. Dieser wird bestraft. Bei einer Gefechtsübung kommt es dann zur Katastrophe. Der Kadett wird tödlich verwundet. Während sich unter den Mannschaften das Gerücht einer Vergeltungstat verbreitet, spielt die Anstaltsleitung die Tat als Unfall herunter, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

In seinem ersten Roman entwickelt Vargas Llosa die Handlung mit derselben zwingenden Konsequenz, mit welcher Gewalt immer neue Gewalt hervorrufen muß. Ein Thema, das heute genauso aktuell ist, wie es damals war und wie es schon immer war.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Musil lässt grüßen 10. Januar 2011
Von deathdealer92618 TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
An der peruanischen Militärschule Leoncio Prado sollen junge Kadetten zu richtigen Männern erzogen werden. Das funktioniert natürlich durch Gewalt und Unterdrückung. Die Rekruten nehmen sich diese Verhaltensweisen der Vorgesetzten zum Vorbild und gehen mit gleicher Härte untereinander gegen die Jüngeren vor. Jeder muss genau aufpassen, wen er sich zum Freund und wen zum Feind nimmt. Hänseleien und dumme Sprüche sind noch das kleinste Problem, denn irgendwann verschwimmt das Realitätsempfinden und die eigenen Machtgelüste, hervorgerufen durch den Terror von oben, manifestieren sich in körperlicher Gewalt und sexueller Züchtigung, die sich nicht nur gegen Tiere richtet. Besonders die Gruppe um den machthungrigen "Jaguar" spielt diese Karten nur zu gern aus. Irgendwann plaudert dann ein Rekrut (an seinem Spitznamen "Sklave" erkennt man bereits seine Stellung innerhalb der Hierarchien) etwas zu viel seinen Vorgesetzten gegenüber und endet mit einer Kugel im Kopf. Und jetzt zeigt die Schule, Ausbilder wie auch Kadetten, ihr wahres Gesicht: Jeder will seinen eigenen Kopf aus der Schlinge ziehen. Die einen versuchen es durch Vertuschung, die anderen durch gegenseitige Beschuldigungen.
Vargas Llosas Roman ist relativ leicht zu lesen, auch wenn ich etwas Zeit benötigte, um wirklich "reinzukommen". Hat man sich dann erstmal auf das Buch eingelassen, ist es allerdings fesselnd. Das liegt nicht nur an der Thematik an sich, sondern auch, vielleicht sogar vor allem, an der Erzähltechnik des Autors. Er zeigt uns neben den zahlreichen gewalttätigen Szene, auch die Hintergründe einiger Kadetten. Er lässt sie von sich und ihrem Vorleben erzählen, von dem Familienvater, der ohne große Scheu permanent fremdgeht, von der ersten großen Liebe, von dem Abstieg in die Kriminalität. Da entfalten sich stellenweise fast zarte Szenen, die im Kontrast zur Härte in der Schule stehen, aber doch ein großes Ganzes, einen detailierten Blick auf eine Gesellschaft darstellen. Sehr subtil, aber eindringlich lernen wir durch die verschiedenen Erzähler und Erzählperspektiven die einzelnen Charaktere kennen, teilweise auch verstehen, ohne dabei aber ein Urteil oder eine Meinung des Autors durchschimmern zu sehen. Dieses Buch spielt in Peru und es zeigt uns natürlich nur die Menschen in Peru, aber sind das hier wirklich Vorgänge, innerhalb einer Institution, einer Gesellschaft und einzelner Menschen, die nur dort und zu jener Zeit möglich waren? Nein, das kann und wird überall passieren, jeder Leser kann sich hier irgendwo wiederfinden, der eine als "Sklave", der andere als "Jaguar", der nächste als Ausbilder. Spätestens nach der Lektüre wird man sich im besten Falle fragen, was der Einzelne in dem Räderwerk einer Gesellschaft leisten kann, was er erdulden darf und was er austeilen sollte. Klingt natürlich jetzt sehr nach Moralkeule, aber keine Angst, es ist ein interessantes Buch, das man gut lesen kann. Erinnert sehr an Musils Törleß, ist aber besser geschrieben.
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