Anhand der Figur des Onofre Bouvila - eines Jungen aus ärmlichen, ländlichen Verhältnissen - wird in diesem Buch die Stadt Barcelona zwischen den beiden dort stattfindenden Weltausstellungen vorgeführt: Der Sohn eines nach Kuba ausgewanderten Glücksritter (der verarmt und gedemütigt heimkehrte) zieht 14jährig in die Stadt, als dort die Weltausstellung von 1888 vorbereitet wird. Er verdient sich seinen Lebensunterhalt zunächst damit, Flugblätter der sozialistischen Revolutionäre zu verteilen, geht dann dazu über, auf dem Weltausstellungsgelände Material und Kunstwerke zu stehlen und tritt schließlich ins organisierte Verbrechen ein. Durch seine Durchsetzungsfähigkeit und Intelligenz steigt er sehr schnell auf, widmet sich neben seiner "Arbeit" aber immer auch anderen Projekten, wie beispielsweise der noch in den Kinderschuhen steckenden spanischen Filmproduktion. Dabei trifft er mehrmals auf Bekannte, die seit seiner ersten Zeit in Barcelona seinen Weg kreuzen und heiratet - nach einigen Intrigen und massiver Gewaltanwendung - in eine einflußreiche Familie ein. Als die Weltausstellung von 1929 eröffnet wird, ist er ein reicher, berüchtigter Mann, der fast alles erlebt hat, nun aber feststellen muß, daß er dieses Leben nicht mehr führen möchte.
Abgesehen von Onofre Bouvilas Biographie präsentiert Mendoza hier auch eine Biographie Barcelonas beim Eintritt in die Moderne. Er erzählt von der Feindschaft zwischen Barcelona und Madrid, erklärt, warum der Kathedralenbauer Gaudi den Film "King Kong" beeinflußte und bietet ein farbenprächtiges Bild der umgebenden Region, Spaniens und der Welt um die Jahrhundertwende 1900.