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Die Stadt in der Wüste.
 
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Die Stadt in der Wüste. [Taschenbuch]

Antoine de Saint-Exupery
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 475 Seiten
  • Verlag: Verlag Ullstein (September 1990)
  • ISBN-10: 3548004083
  • ISBN-13: 978-3548004082
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Antoine de Saint-Exupéry
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dieses Werk Antoine de Saint-Exuperys ist zugleich sein geistiges Vermächtnis - ein Versuch, die vielgestaltige Gesamtheit unseres modernen Lebens in einer gleichnishaften Darstellung zu erhellen und zu deuten.
Der Beherrscher der Citadelle, eines imaginären Reichs in der arabischen Wüste sinnt über das Gefüge des Lebens und die Bedeutung aller sichtbaren Vorgänge nach. Statt einer durchlaufenden Handlung entsteht ein Mosaik aus Meditationen, Reflektionen, Sentenzen, Bildern, Gesprächen und Gebeten.
Antoine de Saint-Exupery wurde am 26.6. 1900 in Lyon geboren. Er verlor früh den Vater und wurde von der Mutter auf dem Schloss de La Mole erzogen. Er war Schüler in einem Jesuitenkolleg, später Architekturstudent in Paris, Soldat bei der Luftwaffe, Handelsvertreter. In den zwanziger Jahren wurde er Flieger und flog die Strecke Toulouse-Casablanca-Dakar. 1927-29 war er Direktor des Flugplatzes Cap Juby/Rio de Oro, 1929 wurde er Direktor der Aeroposta Argentina in Buenos Aires. 1931 Heirat. 1934 Eintritt in die Air France. Längeres Krankenlager nach einem Flugzeugunfall. Im September 1939 wurde Saint-Exupery Pilot in einer Aufklärer-Staffel, im Dezember 1940 ging er nach Amerika, 1943 kam er nach Nordafrika. Seit 31.7. 1944 ist er vermisst. Wahrscheinlich haben ihn auf der Höhe von Korsika deutsche Jäger abgeschossen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenportrait

Antoine de Saint-Exupery wurde am 26.6. 1900 in Lyon geboren. Er verlor früh den Vater und wurde von der Mutter auf dem Schloss de La Mole erzogen. Er war Schüler in einem Jesuitenkolleg, später Architekturstudent in Paris, Soldat bei der Luftwaffe, Handelsvertreter. In den zwanziger Jahren wurde er Flieger und flog die Strecke Toulouse-Casablanca-Dakar. 1927-29 war er Direktor des Flugplatzes Cap Juby/Rio de Oro, 1929 wurde er Direktor der Aeroposta Argentina in Buenos Aires. 1931 Heirat. 1934 Eintritt in die Air France. Längeres Krankenlager nach einem Flugzeugunfall. Im September 1939 wurde Saint-Exupery Pilot in einer Aufklärer-Staffel, im Dezember 1940 ging er nach Amerika, 1943 kam er nach Nordafrika. Seit 31.7. 1944 ist er vermisst. Wahrscheinlich haben ihn auf der Höhe von Korsika deutsche Jäger abgeschossen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Parabel der menschlichen Existenz, 14. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt in der Wüste (Gebundene Ausgabe)
Eine Wüstenstadt als Parabel für die Existenz des Menschen - so würde ich dieses Werk Exuperys bezeichnen. Allerdings dürfen sich die LeserInnen keinen Roman oder ein zusammenhängede Geschichte erwarten. Eine Fülle, ja ein Überschwang von poetischen Bildern und Gleichnissen, ein einer ornamentalen, archaischen aber unglaublich farbigen Sprache steigt auf.
Nicht alles Bildern sind gut, manche sind grausam und man möchte widersprechen, aber das Leben in der Wüste, unser menschliches Dasein ist hart und unerliegt Naturgesetzen und Gewalten, die wir uns nicht aussuchen konnten. "Die Stadt in der Wüste" ist so gesehen verstörend, aber sprachlich unüberbietbar. Eine Art philosophische Meditation!
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Elementar-Philosophie, 4. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt in der Wüste (Gebundene Ausgabe)
Auf den ersten Blick findet man sich als Leser der "Stadt in der Wüste" in einer archaischen Wüstenwelt wieder, in der statt Handlung nur die Härte und das Elend der Natur, die Vergänglichkeit von Zivilisationen und die Anfälligkeit des Menschen für Verfehlungen beschrieben wird. Diese Kulisse dient dazu, eine in Übertreibung und Radikalität daherkommende Lebens- und Staatsphilosophie aufzubauen. Da wird den Ausgestoßenen und Kranken unterstellt, sie seien noch stolz auf ihr Elend. Da wird Ehebrecherinnen und Kleinkriminellen ein qualvoller Tod angedroht. "Ich habe eine große Wahrheit erkannt: dass der Mensch ein Heim habe", gemeint ist ein Anwesen, ein Garten, ein Haus. Und nur durch eine strenge, sinnerfüllte Einstellung des Besitzers wird dieses Heim Bestand haben, andernfalls verschwindet alles im Wind. Wenn man davon ausgeht, dass die Wahrheit immer in der Übertreibung liegt, dann wird man dieser Elementarphilosophie des Autors folgen, wenn nicht, wird man archaische, reaktionäre, womöglich diffus faschistoide Elemente darin erkennen. Offenbar will Saint-Exupéry sagen: Um einen geringeren Preis, als hier von mir beschrieben, ist ein sinnvolles Leben nicht zu haben. Leben heißt: Sich vollenden, die Vollendung ist der Tod, alles Vorherige ist im Hinblick auf das wirkliche Leben, jenes nach dem Tod, zu bewerten, im Hinblick auf Gott.
Saint-Exupéry setzt nach 2000 Jahren Christentum und 200 Jahren Aufklärung, 50 Jahre nach den Anfängen der Psychoanalyse, in der Wüste an, wo das Leben am härtesten ist, wo es keinen Luxus, keine Dekadenz geben kann, will der Mensch überleben; es gibt nur die vormodernen, jahrtausendealten Werte, die Strafrituale der Antike. Die Völker des Südens, schreibt er sinngemäß, schöpfen immer wieder Stärke aus ihrem Elend, eine Stärke, die der versklavte und dekadente Westen nie haben wird.
Hier wird der moderne Mensch in all seinen Facetten - seiner humanistischen, christlichen, postmodernen, sozialen oder tiefenpsychologischen Weiterentwicklung - nicht als Fortschritt wahrgenommen. Leben bedeutete demnach etwas grundsätzlich anderes als die moderne Welt glaubt, es wäre fast ausschließlich Bewährung unter widrigen Umständen im Hinblick auf soziale und transzendente Wahrheiten.
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19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lesetip von Niklas Luhmann, 7. September 1999
Von Ein Kunde
Auf dieses Buch wurde ich durch einen Hinweis von Niklas Luhmann aufmerksam. In seinem 1964 erschienen Buch "Funktion und Folgen formaler Organisation", (Berlin 1964 4. Aufl. 1995, Mit einem Epilog 1994) verweist er am Endes des Schlußkapitels "Menschen und Maßstäbe" mit folgenden Bemerkungen auf Saint-Exupéry: (S. 396) In der Moderne "wird ein Rückgriff auf jenes "Ethos" fragwürdig, das vor der Erfindung der zweckgerichteten Tugendethik die griechische Sprache prägt: die Einheit von vertrauten Wohnstätten, gewohnter Denk- und Handlungsart, sittlichem Charakter und gelassen beherrschtem Auftreten... Ein kraftvolles Zeugnis für die Möglichkeit eines solchen Rückgriffs gibt de Saint-Exupéry 1948. (Citadelle) Eine Auseinandersetzung der Staatsleere mit diesem wesentlichen Werk des modernen Staatsdenkens und der öffentlichen Ethik sucht man vergeblich."

Den DDR-Bürgern ist dieses "ahistorische Machwerk" nicht zugemutet worden. Es paßte nicht in das fortschrittsoptimistische Weltbild der herrschenden Ideologie. Aber ich denke, es wird auch heute noch die Geister scheiden. Seine Leser findet das Buch mit Sicherheit; in Frankreich wird es alle 5 jahre wiederaufgelegt und auch in Deutschland hat die Auflage bereits 30.000 erreicht.

mfg M. Tiedtke

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