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Die Stadt N: Roman
 
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Die Stadt N: Roman [Gebundene Ausgabe]

Leonid Dobycin , Peter Urban
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 226 Seiten
  • Verlag: Friedenauer Presse; Auflage: 1 (15. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932109619
  • ISBN-13: 978-3932109614
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 478.952 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Peter Urban, geboren 1941 in Berlin, studierte Slavistik, Germanistik und Geschichte in Würzburg und Belgrad, war Verlagslektor bei Suhrkamp, Hörspieldramaturg beim WDR und ist Lektor im Verlag der Autoren in Frankfurt; er übersetzte u.a. Werke von Gorkij, Ostrovskij, Daniil Charms, Kazakov, Chlebnikov und das gesamte dramatische Werk von Anton Cechov. Für seine Neuedition und -übersetzung der Cechov-Briefe wurde ihm der Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis zuerkannt.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nice to have 14. April 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Das 1935 erschienene Werk Leonid Dobycins "Die Stadt N." spielt in der Stadt Dünaburg, die vor dem Ersten Weltkrieg zum russischen Zarenreich, in der Zwischenkriegszeit zu Lettland und nach dem Zweiten Weltkrieg zur Sowjetunion gehörte. Heute ist die Stadt unter dem Namen "Daugavpils" Bestandteil der Republik Lettland. Was den Roman, der zeitlich im Zarenreich angesiedelt ist, so faszinierend macht, ist seine unaufgeregte Sprache, seine weltanschauliche Neutralität. Aus der Perspektive des kindlich-unbekümmerten Beobachters schildert Dobycin die hochinteressante Konstellation in der Stadt, in welcher er den größten Teil seiner Kindheit verbrachte: ein buntes Völkergemisch unterschiedlicher Sprachen, Ethnien und Religionen. Letten, Russen, Polen, Ukrainer, Weißrussen, Deutsche und Juden, alle haben ihren Platz im Dünaburg der Vorkriegszeit, und das Leben der bürgerlichen Bevölkerungskreise ist wenig spektakulär. Man ist jüdischen Glaubens (1893 weit über ein Drittel der Bevölkerung), römisch-katholisch, orthodox, protestantisch oder altgläubig. Die Religionsgemeinschaften und die religiöse Praxis verschiedener Glaubensrichtungen werden seitens des Autors nicht ausgespart, das "bürgerliche Leben" keiner Generalkritik unterzogen, was zur Diskreditierung Dobycins in der Sowjetzeit - "Die Stadt N." wurde als "reaktionäres" Machwerk, als "Verherrlichung der kleinbürgerlich-bourgeoisen Vergangenheit" abqualifiziert - beigetragen haben dürfte. Vor dem skizzierten Hintergrund schildert der Autor das Leben seiner Familie in und um Dvinsk, wie die Stadt im Russischen heißt, nicht zuletzt seine speziellen Beziehungen und Freundschaften zu Mitschülern und Gleichaltrigen. Durch den nüchternen, aber exakt beschreibenden Stil Dobycins wird selbst die Schilderung des Alltags zu einem bereichernden Erlebnis für den interessierten Leser.
Sowohl die Übersetzung als auch der umfangreiche Anmerkungsapparat von Peter Urban lassen kaum etwas zu wünschen übrig, auch jeder noch so kleinen Andeutung, jeder "Spur" innerhalb des Textes wird nachgegangen. Lediglich die Begriffe "Kippa" (Kopfbedeckung männlicher Juden) und "Pileolus" (kleine runde, weiße Kopfbedeckung des Papstes) scheinen dem Übersetzer nicht geläufig zu sein (vgl. S. 164).
Die Ausstattung des Bandes ist - wie generell bei den "Winterbüchern" der Friedenauer Presse - gediegen und ansprechend, so dass der kunstvolle Einband, Vorsatz, Papier und Lesebändchen zu dem Lesevergnügen beitragen. Da das Thema des Buches sich eher im Windschatten der Zeitläufte bewegt, wird man abschließend sagen können: Nicht unbedingt ein "must have", aber doch ein "very nice to have".
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Stadt N. 10. April 2010
Von Aebe
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch beschreibt in einer einfühlsamen Sprache das Leben in Russland in einer Zeit, die Vergangenheit ist. Die Übersetzuing ist hervorragend.
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