Pressestimmen
"Es ist der verzweifelte Kampf des Erzählers gegen die Kapitulation, der Versuch, noch einen Fetzen Sinn in alldem Sterben zu finden, es ist der Wunsch, daß Worte vielleicht doch stärker einschlagen als Kugeln." --
Peter Körte, FAZ, Lit.Beilage, 26.11.2004Der Film schmeckt nach Wahrheit, schrieb ein Kritiker über die Kinofassung. Gleiches gilt für das Buch. Von der klugen Zurückhaltung seines Erzählers in Schach gehalten, wirkt die Gewalt in der Cidade de Deus unangestrengt und natürlich. Lakonisch wie ein Sozialstatistiker berichtet Lins über das Morden. Nur gelegentliche Einschübe von Naturpoesie überhöhen das Leid: Ein bewölkter Himmel bedeckt die Toten, der Wind treibt Blut aus den Mündern der Leichen voran, bis es sich mit dem Wasser des Flusses vermischt ... Stimmig fügt sich der naturalistische Erzählstil ins Bild des besinnungslosen Jeder-gegen-Jeden der Handlung... --
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2005
Autorenkommentar
Paulo Lins, Schriftsteller, Poet und Soziologe, geboren 1958, wuchs in einer Favela in Rio de Janeiro auf. Sein Roman Cidade de Deus erschien in Brasilien erstmals1997 und eroberte die Bestsellerlisten. Die Verfilmung des Romans unter dem Titel City of God wurde weltweit berühmt und bekam vier Oscar-Nominierungen.