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Kundenrezensionen

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am 21. November 2010
Zum Klassiker selbst muss nicht mehr viel geschrieben werden. Da dürfte dem geneigtem Filmfan wohl jedes Detail bekannt sein.
Das Bild der Blu-ray ist hervorragend gemastert und zu jeder Zeit über Zweifel erhaben. Der englische Ton ist in HD abgelegt und klingt sehr homogen. Das Bonusmaterial ist reichlich und interessant.
Nun kommen wir zum einzigen Schwachpunkt: Die deutsche Tonspur bzw. die deutsche Synchronisation. Diese war eigentlich schon immer, bei jeder TV-Ausstrahlung, sowie auf jeder bisherigen DVD, ein Ärgernis.
Irgendwer befand in den späten 60er Jahren, als John Houstons Werk eingedeutscht wurde, dass es eine gute Idee wäre, den Film mit der damals hippen Jazzmusik, statt des orchestralen Scores zu unterlegen. Man stelle sich vor: 70er Jahre Jazzmusik, in einem Film von 1941 :( ! In dem Moment in dem der Film startet, man das erste Bild sieht und den ersten Ton hört, weiß man: Hier stimmt was nicht. Leider gibt es zu allem Schwachsinn, auch nur 2 Kompositionen der unsäglichen Musik, welche während des ganzen Films dann rauf und runtergeleiert werden. Das ist extrem nervtötend und passt zudem überhaupt nicht zur Stimmung des Films. Ja es zerstört diese weitgehend und lässt die ansonsten recht gute Synchronisation zu einem Gesamtärgernis verkommen.
Dass es für solch einen Klassiker, nach all diesen Jahren, nur eine verhunzte deutsche Fassung gibt, dafür kann Warner erstmal nichts. Anderseits könnte man natürlich sagen: Dies wäre die Gelegenheit für eine gute Neusynchro gewesen. Gerade weil die Synchronisation auch noch technisch zu wünschen übrig läßt. So werden die Stimmen von der Mitte an, dünn und schnorchelig. An einer Stelle der Synchro ist sogar im Hintergrund ein Flugzeug zu hören, dass da ganz und gar nicht hin gehört und auch so nicht im O-Ton vorhanden ist. Ganz zu schweigen davon, dass eine Passage des Films, in 2 Sätzen für die letzte DVD-VÖ nachsynchronisiert und auch auf diese Blu-ray so übernommen wurde. Der Grund hierfür war, dass diese kurze Sequenz anscheinend in der ursprünglichen dt. Synchro fehlte, weil diese Szene in Deutschland seinerzeit entfernt wurde. Gegen diese Nach-Synchro wäre nichts einzuwenden, würden sich die neuen Sätze nicht so anhören, als hätten sie der Hausmeister von Warner-Deutschland und dessen Gehilfe eingesprochen.
Wie gesagt: Die VÖ der Blu-ray wäre die perfekte Gelegenheit gewesen, den Film nach über 70 Jahren, auch in Deutschland so zu präsentieren, wie es sich für diesen Klassiker der Filmgeschichte gehört. Aber das war wohl leider nichts.
Da bleibt uns nur auf die englische Tonspur zu schalten und den Film (wenn nötig mit Untertiteln) im Original zu genießen.
Liebe Warner-Brüder:
Vielleicht klappt es ja mit der deutschen Synchro, auf dem nächsten Speicher-Medium!
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2010
Ich bin heilfroh, daß ich gewartet und den Film erst jetzt gekauft habe: Ein Klassiker, der auf Blu Ray fantastisch aussieht und mit Extras gut ausgestattet ist.

Zum Film selbst muß ich, denke ich, keine Worte verlieren, es handelt sich ja bekanntlich um DEN Genreklassiker des Detektivfilms, des Film Noirs, des Humphrey-Bogart-Films schlechthin, der bis heute Spaß macht und zeigt, daß eine gute Story auch mit erstaunlich wenig Action, dafür um so mehr Stil, geschliffenen Dialogen und unerwarteten Wendungen fesseln kann.

Das neue Medium Blu Ray kann hier nun auf ganzer Linie glänzen: Die Schwarzweiß-Bilder haben einen unglaublich guten Kontrast, das Schwarz ist so satt, wie man es in einem Film dieser Coleur nur wünschen kann. Die Details sind entzückend - man achte nur auf die schön erkennbare Textur der Anzugstoffe oder die Reflektionen der Scheinwerfer in den Augen der Schauspieler. Das Filmkorn ist gleichmäßig und fein und tritt nie auffallend in den Vordergrund, und überhaupt sind keinerlei ablenkende Fehler am Filmmaterial feststellbar. Sicherlich tritt die Brillianz nicht ganz so krass heraus wie etwa in der Blu Ray-Disc von "Casablanca", aber das ist natürlich den speziellen Lichtverhältnissen geschuldet, die nun aber voll zur Geltung kommen.

Die Extras wurden komplett von der DVD-Special-Edition übernommen: Man kann eine "Warner Night at the Movies" nachempfinden, indem vor dem Hauptfilm noch ein Trailer, ein Newsreel, ein alberner Technicolor-Ballettfilm und zwei Cartoons gezeigt werden. Der Audiokommentar ist leider nicht deutsch untertitelt, aber ohnehin recht dröge, da er mehr Lexikonwissen aufzählt als auf Details der Inszenierung oder Stilisierung einzugehen. Eine TV-Sendung über Bogart-Trailer und ein Lobhudelei-Featurette sind ganz nett, wirklich lustig fand ich 12 Minuten verpatzte Szenen aus Warner-Filmen des Jahres 1941 - insgesamt über zwei Stunden Extras!
Komplett neu auf der Blu Ray sind etwa zwei zusätzliche Stunden Live-Radiosendungen mit Interviews und Hörspiel-Adaptionen des Films - ohne Untertitel und daher nur für die wirklich größten Fans interessant. Ein Booklet gibt es leider nicht.

Alles in allem: Es wird wohl auf einige Zeit keine bessere, schönere und umfassendere Möglichkeit geben, sich mit diesem unverzichtbaren Meilenstein der Filmgeschichte zu beschäftigen. Hier hat man alles was man braucht auf einer Scheibe - zuschlagen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2015
Die Handlung dieses über 70 Jahre alten stilbildenden Film Noir dürfte heute einem breiten Publikum bekannt sein, weshalb sie hier nicht linear, sondern nur stichwortartig als ein Aspekt von vielen wiedergegeben werden soll. Hinzu kommt, dass weder im zugrundliegenden gleichnamigen Roman von Dashiell Hammett (1930), noch in John Hustons Film (1941) die Handlung im Vordergrund steht, sondern die Charaktere und deren wechselseitiges Kräftespiel.

Dashiell Hammett hatte vor seiner schriftstellerischen Tätigkeit als Detective für die Pinkerton Agency in Baltimore und San Francisco, dem Ort der Handlung gearbeitet, zwei hervorragende Voraussetzungen, die es ihm erlaubten Personen und Inhalt authentisch zu gestalten, wobei seine Narration dem frühen Hemingway mit sparsamen, realistischen Dialogen nicht unähnlich ist. Es war Hammett, der das Verbrechen aus dem country manor in eine korrupte urbane Umgebung verlegte, was seinen Romanen paradoxerweise eine gewisse Reinheit verlieh. Im Gegensatz zu Chandler, der seinen eher romantischen Helden Philip Marlowe als Extension seiner selbst schuf, der sich an einem strengen moralischen Code orientiert und in einer Welt bewegt, die sein Schöpfer nie kennengelernt hat, vermied Hammett möglichst jede Art von literarischem "Stil" und erfand den Kriminalroman praktisch neu. The Maltese Falcon (deutsch: Die Spur des Falken) gilt als die Geburt des berühmtesten Detektivs einer Richtung die als Hardboiled Genre in die Literaturgeschichte eingehen sollte: Sam Spade. Das Buch beeinflusste nicht nur Generationen von Schriftstellern, sondern ebnete auch den Weg für den Film Noir. Sam Spade kann hart bis zur Grausamkeit sein. Er reflektiert Hammetts eigene Erfahrungen, hat eine radikale Weltsicht, die vor allem in seinem Debütroman Red Harvest (1929 personifiziert durch den Continental Op) zum Ausdruck kam und ist zynisch gegenüber jedem ethischen Code ausser dem, den er selbst kreiert hat. Er ist zwar idealistisch, hat jedoch keine Skrupel, das Gesetz zu übertreten sofern er dadurch einen Kriminellen der Justiz ausliefern kann.

John Huston hatte bereits erfolgreich bei Warner Bros. als Drehbuchautor für Top-Regisseure wie William Wyler, Raoul Walsh, William Dieterle und Howard Hawks gearbeitet, als er 1941 das Studio überzeugte, ihm seine erste Regiearbeit zu übergeben. Hammetts The Maltese Falcon war zwar schon zwei Mal von anerkannten Regisseuren verfilmt worden, 1931 von Roy Del Ruth und 1936 von William Dieterle unter dem Titel Satan Met A Lady, aber es war Huston vorbehalten, den Stoff zu einen überwältigenden kritischen und finanziellen Erfolg zu machen. Gerade letzteres Talent überzeugte Produzenten immer wieder, Hustons Filme zu finanzieren. Er hatte die Vision von Hammett klarer erkannt und bekämpfte auch die Tendenz des Studios zu einem Happy End weil er wusste, dass er damit den Film ruinieren würde. Vor Beginn der Dreharbeiten, erarbeitete er ein minutiöses Story-Board in dem jede einzelne Aufnahme skizziert wurde, dies war auch die Arbeitsweise von Alfred Hitchcock. Huston und sein Cinematographer Arthur Edeson gelangen Kompositionen und Kamerabewegungen aus ungewöhnlichen Winkeln, hinzu kam ein subtiles Spiel mit Licht und Schatten, um die Handlung zu konzentrieren. Dies ist ähnlich beeindruckend wie die Arbeit von Welles und Gregg Toland die gleichzeitig am anderen Ende der Stadt Citizen Kane drehten.

The Maltese Falcon identifiziert die Konflikte zwischen Individuum und Gesellschaft als Subtext für ein breiteres Thema von Wahrheit und Lüge und der Konsequenzen von Akzeptanz und Ignoranz vis à vis der generell akzeptierten Sicht der Realität. Von grosser Bedeutung ist der Konflikt zwischen Menschen als relativ private Individuen und als soziale Konstruktionen gesellschaftlich definierter Rollen. Dies wird erst gegen Ende des Films deutlich wenn kein Charakter mehr identisch ist mit dem seines ersten Auftritts, jeder versucht den anderen entweder ins Bett oder ins Grab zu lügen.

Der Film beginnt mit einer Szene, die geradezu zum Stereotyp von Detektivgeschichten werden sollte. Auch Chandler nutzte dieses Entrée, und manchmal wurde es parodiert wie 2009 von Thomas Pynchon in seinem Roman Inherent Vice. Eine attraktive und mysteriöse Dame betritt den Thinking Parlor eines P.I. und bittet ihn mitleidheischend, etwas aufzuklären. In diesem Fall ist es eine Miss Wonderly die Sam Spade (Humphrey Bogart) und Miles Archer (Jerome Cowan) bittet, ihre Schwester Corinne zu suchen. Der Name der Detektei ist spiegelverkehrt auf der Innenseite eines Fensters zu lesen, dann wird die Kamera auf den Fussboden gerichtet und im gebrochenen Sonnenlicht erscheint nun klar und deutlich der Schriftzug "Spade and Archer". Damit sind die Protagonisten vorgestellt, die Exposition ist beendet und mehrfach fiktive Motive entwickeln sich in höchst theatralischer Weise. Die Schwester sei mit einem gewissen Floyd Thursby von New York nach San Francisco geflohen, berichtet Miss Wonderly. Während sich Sam Spade die Story cool und eher misstrauisch anhört, ist Archer ist sofort von Miss Wonderly beeindruckt und verlässt sich auf ihre Informationen um Thursby zu beschatten, am gleichen Abend wird er auf offener Strasse erschossen. Was Sam Spade zunächst einmal veranlasst, ganz pragmatisch Archers Namen von der Bürotür abkratzen zu lassen. Aber da der unaufgeklärte Mord an seinem Partner seinem Image nicht gerade zuträglich ist, beginnt er dann doch mit Ermittlungen. Dabei stellt er fest, dass Miss Wonderly eigentlich Brigid O'Shaughnessy heisst und auch nicht ihre Schwester sucht, da es keine gibt. Nachdem auch Thursby ermordet wird, gerät Spade selbst unter Verdacht und muss sich nun mit Detective Sergeant Polhaus (Ward Bond) herumschlagen, dabei entdeckt er ein Geflecht von bizarren Verbindungen. Ausser der vieldeutigen Brigid O'Shaughnessy (Mary Astor) sind noch der multinationale Joel Cairo (Peter Lorre) mitsamt der dazugehörigen griechischen, französischen und britischen Pässe und "fat man" Casper Gutman (Sidney Greenstreet) in den Fall verstrickt und alle jagen zum Teil schon seit 17 Jahren über mehrere Kontinente hinter der wertvollen Statuette eines geheimnisvollen Falken her.

Fat Man Gutman gibt in seiner Hotelsuite eine besondere Vorstellung speziell für Sam Spade, hier wird die Kamera extrem niedrig gelegt, nicht nur um seinen enormen Bauchumfang zu betonen, sondern auch um ihn optisch auf eine Bühne zu stellen und seinen Worten grössere Bedeutung zu geben, "talk about the bird." Damit wird Sam Spade zum Zuhörer der aussergewöhnlichen Geschichte des wohl berühmtesten MacGuffin überhaupt, nämlich die im 16. Jahrhundert hergestellte goldene und mit Edelsteinen besetzte Statuette eines Falken, den die Malteser Ritter als Geschenk an Kaiser Karl V übersenden wollten.

Huston hielt sich eng an die literarische Vorlage und übernahm auch viele Original-Dialoge die mit dem beissend schwarzen Humor Hammetts durchzogen sind. Jedoch eliminierte er dramaturgisch nicht notwendige Charaktere und reduzierte die Schauplätze auf Sams Büro, Bridid O'Shaughnessys Hotelzimmer, Gutmans Suite, Sams Apartment und wenige andere. Dies erhöht das Tempo, das durch ständige Telefonate und Ortswechsel der Darsteller geradezu rasant wirkt. Er zeigt ausserdem, dass in einem urbanen Krimi Drama eine beenge und klaustrophobische Welt psychologisch signifikant ist und thematisch ebenso bedeutend sind wie die immensen Weiten für den Western,

Die Rolle des gerissen-raffinierten Sam Spade war wie geschaffen für Humphrey Bogart und verhalf ihm nicht zuletzt durch die ihm eigene Lakonie zu Weltruhm, dem Master Caster Huston gelang auch eine hervorragende Besetzung der Nebenrollen mit Mary Astor als perfider femme fatale, einem brillanten Peter Lorre und dem Charakterdarsteller Sidney Greenstreet, der als Fat Man Gutman die Mischung aus Raffgier und Bonhomie perfektioniert. Als Glückwunschgeste zum Regiedebüt tritt auch John Hustons Vater Walter kurz als Frachterkapitän auf, der den Falken von Hong Kong nach San Francisco brachte.

Obwohl Marcel Carné bereits 1938 mit Quai des brumes eine Film drehte, der von vielen als Vorläufer des Noir bezeichnet wird, muss man John Huston Werk als Beginn dieses Genres anerkennen. Stilistisch und thematisch beeinflusste er massgeblich die Richtung mit expressionistischer Ästhetik und chiaro-scuro Kompositionen, vor allem aber auch schnellen Dialogen getränkt mit Zynismus und Verachtung für den Wertekanon des bürgerlichen Amerika. Die Weltsicht von Dashiell Hammett wurde bereits erwähnt, es ist Hustons Weitsicht zu verdanken, dass er daran nichts veränderte.
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65 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2006
Das Warner Brother Film-Label hat sich ja schon seit geraumer Zeit zum Aushängeschild mieser DVD-Konvertierungen entwickelt, und so verwundert es nicht, das diese Special Edition den negativen Trend unverändert fortsetzt. Der Film wurde weder restauriert noch remastered. Bild- und Tonqualität sind identisch mit der 6 Jahre alten DVD-Erstausgabe von 2000. Die auf der Bonus-Disc enthaltenen Extras sind so schwach das sie nicht einmal der Erwähnung wert sind. Das Bild ist nach wie vor körnig, kontrastarm, verschmutzt und leicht unscharf. Der Ton ist verrauscht und stellenweise asynchron.

John Hustons Regiedebüt gilt als der erste und beste Film Noir überhaupt. Ein traumhaftes Zeugnis einer Zeit, in der es in Hollywood noch echte Stars und geniale Regisseure gab. Humphrey Bogart legte mit seiner coolen, charismatischen und energiegeladenen Darstellung des Sam Spade den Grundstein für eine Karriere, die ihn in den folgenden 15 Jahren zu einem der größten Stars der Filmgeschichte machte. John Hustons visionäre Regiearbeit gab dem Film eine Dichte und stilistische Brillanz, die in bis heute als eines der absoluten Meisterwerke der Filmkunst gelten läßt. Nach den (im filmischen Sinn) ausgelassenen 30'er Jahren begann mit Klassikern wie John Fords Stagecoach,Citizen Kane und eben "Die Spur des Falken" ein neues Kinozeitalter, in dem sich der Film als ernsthafte Kunstform etablierte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dieser Beitrag des Detektivfilms geniesst fast schon Legendenstatus. Oft wurde er kopiert und zitiert, aber nur selten wieder erreicht, denn bei dieser Verfilmung des Romans von Dashiel Hammet passt alles zusammen, wurde der Detektivfilm definiert.
Humphrey Bogart gibt als Idealbesetzung gekonnt den abgebrühten Detektiv Sam Spade, der eine Statue, eben den Malteser Falken wiederbeschaffen soll. Im Zuge dessen muss er sich mit dem Mord an seinem Partner, dem Verdacht der Polizei er sei der Mörder, Gangstern und einer Lady rumschlagen, die alles andere als unschuldig ist.
Einfach ein herrlich schnörkelloser Film, der dazu noch bei der Bild- und Tonqualität für sein Alter exzellent rüber kommt. So muss ein Klassiker sein.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Dezember 2012
Kleiner Wermutstropfen: An einigen Stellen ist die Tonqualität des Films nicht mehr perfekt (oder liegt's an meiner Schwerhörigkeit? ;-).
Der Film aber, der zur damaligen Zeit sicherlich skandalträchtig ob des mangelnden Respekts gegenüber Polizisten, der durchscheinenden Fähigkeit zur Amoralität auch des "Helden" (der z.B. ein Verhältnis mit der Ehefrau seines Partners hatte) und seiner Brutalität (drei Tote in einem Film!) gewesen sein mag, mag auf heutige Zuschauer zwar teilweise eher kammerspielartig wirken, bleibt aber m.E. ein zeitloser Klassiker. Mary Astor spielt zwar etwas hölzern und stereotyp immer dieselbe Leier (war vielleicht zu sehr mit der Vermarktung ihrer damaligen Kosmetikserie beschäftigt), aber Bogart beindruckt einmal mehr mit seiner Kaltschnäuzigkeit, Reaktionsschnelligkeit und Chuzpe. Und Sam Spade ist eben auch kein unterschwellig warmherziger Held wie Philipp Marlowe (dessen weichere Töne Bogie auch hervorragend beherrscht).

Die anderen (Haupt-)Darsteller runden das Bild ab: Sydney Greenstreet spielt etwas sehr geschwätzig, ist oft eher Stichwortgeber für Bogarts kurze, lakonische Hiebe - insgesamt spielt er seine Rolle des berechnenden und intelligenten Schurken (eher ein Händler denn ein Dieb) jedoch gewohnt routiniert. Peter Lorré ist wie immer ein zartes, perverses Gedicht, das mensch ob seiner latenten Gemeinheit, Hinterhältigkeit und im entscheidenden Moment eben doch auch Brutalität nicht unterschätzen sollte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2011
Privatdetektiv Sam Spade versucht den Mord an seinem Partner aufzuklären und gleichzeitig die titelgebende Skulptur zu finden. Dabei zeigt sich, daß eine Menge nicht gerade ehrenwerter Leute ebenfalls an dem Falken interessiert sind. Regisseur John Houston schuf mit diesem Streifen ein echtes Meisterwerk und legte den Grundstück für die Stilrichtung des Film noir. Bogart wirkt als Spade desillusioniert und ist kaum einen Tick sympatischer als die restlichen Figuren, welche für den Falken über Leichen gehen. Der gezielte Einsatz von Licht und Schatten ist prägend für diesen Film. Die Darstellerriege (Bogart, Greenstreet, Lorre, Astor) hätte nicht besser ausgewählt werden können. Jeder wirkt verschlagen und versucht nur das Beste für sich selbst herauszuholen. Während in der englischen Fassung ein für die Zeit typischer Filmscore eingespielt wurde, fand in der deutschsprachigen Fassung ein vom Jazz geprägter Soundtrack Verwendung. Letzterer passte jedoch perfekt zu der Atmosphäre des Films und unterstreicht die Lässigkeit Bogarts und die Heimtücke der restlichen Figuren in der Story. Die Bildqualität ist für einen derartig alten Film hervorragend. Der Monoton ist kräftig und klar verständlich. Einziges Manko sind die (wenigen) eingefügten Filmszenen, welche neu synchronisiert wurden. Diese klingen lustlos und nicht wie die Arbeit von Profis. Fazit: Klassiker in hervorragender Qualität und mit ausführlichem Bonusmaterial. Pflichtkauf!
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am 17. April 2015
Ein Meilenstein des Kriminalfilms bzw. der Filmgeschichte. Charaktere bis in die kleinsten Rollen perfekt besetzt, selbst Elisha Cook jr. als Wilmer bietet eine Glanzleistung auf. Ich liebe diesen Film....und ich liebe die deutsche Synchronisation mit dem jazzigen Sound. Ja, mir ist klar, bei den Cineasten ist diese Meinung nicht populär. Die deutsche Synchro verändert die Stimmung des Films gewaltig, nimmt geradezu parodistische Züge an. Aber genau das ist es, was mir gefällt.

Es geht mir auch nicht um die Frage, ob man so ein Meisterwerk einfach durch eine Synchro so verändern darf. John Huston hatte schließlich für die musikalische Untermalung des Films Adolph Deutsch engagiert. Herausgekommen ist eine sehr düstere Stimmung, die sicherlich im Sinne des Regisseurs gewesen ist. Mir gefällt sie nicht, aber das ist Geschmackssache und darüber läßt sich bekanntlich streiten.
Manchmal bekommen Filme durch eine entsprechende Synchronisation eben eine andere Perspektive, man erinnere sich nur an die Serie DIE ZWEI.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2010
Die Spur des Falken ist ein 100 minütiger US-amerikanischer Kriminalfilm aus dem Jahr 1941. Er gilt als Detektivfilm-Klassiker und markiert den meisten Filmhistorikern zufolge den Beginn der klassischen Ära der Schwarzen Serie (auch unter dem Namen Film Noir bekannt). Diese Art von Filmen ist gekennzeichnet durch eine pessimistische Weltsicht, düstere Bildgestaltung und entfremdete, verbitterte Charaktere. Das Drehbuch schrieb John Huston der auch Regie führte.

Die Privatdetektive Sam Spade (gespielt von Humphrey Bogart) und Miles Archer (Jerome Cowan) erhalten von einer Frau den Auftrag, einen zwielichtigen Charakter namens Floyd Thursby zu beschatten. Kurz darauf werden Archer und Thursby getötet, und Sam Spade versucht den Tod seines Partners aufzuklären. Bei seinen Ermittlungen stellt sich jedoch heraus, dass es sich mitnichten um, wie zunächst angenommen, einen simplen Fall von Eifersucht handelt. Vielmehr dreht sich alles um eine goldene, mit Edelsteinen besetzte Statuette, den Malteser Falken.

Das Bild ist mit 1:37:1 (1080p 24) angegeben. Was natürlich sofort auffällt ist, dass es nur im 4:3 Bildformat vorliegt. Das Bild ist recht sauber für diesen alten Film. Keine Schmutzpartikel oder Filmkorn ebenso ist die Schärfe sehr gut, so dass es zumindest mit aktuellen DVD-Produktionen mithalten kann. Abweichungen gibt es nur in einigen Szenen, da wird das Schwarz-Weiß-Bild durch leichte Schleier gestört.

Die Originaltonspur wurde auf das Tonformat DTS-HD MA1.0 (leider nur in Englisch) aufgepeppt, was immerhin für klare Dialoge sorgt. Die deutsche Tonspur liegt nur in DD 1.0 vor, in einer Szene wurde ein anderer Synchronsprecher benutzt, zum anderen passt die Jazzmusik nicht zum Film und macht damit ein wenig die Stimmung des Films kaputt. Schade dass man hier nicht den Aufwand unternommen hat, eine zusätzliche Tonspur auf dynamisches Stereoniveau zu transferieren. Das hätte den Filmton auf diesem Medium deutlich aufgewertet.

Für so einen alten Film ist das fast zweistündige Bonusmaterial (Kommentare, Kurzfilme, Cartoons, Featurettes, Radiosendungen) durchaus üppig. Es werden z.B. einige Anekdoten über die Produktion erzählt und es gibt einen Rückblick über die frühen 40er Jahre im Kino.

Trotz einiger Kritikpunkte ist die vorliegende Blu-ray eine lohnenswerte Filmanschaffung für Leute die diese Art von Film mögen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Dezember 2010
Die von Warner Home vorliegende Premium-Edition des Klassikers "Die Spur des Falken" könnte für Liebhaber Anlass zu großer Freude sein, wäre da nicht die Unterschlagung der Original-Filmmusik bei der deutschen Fassung festzustellen. Auf der englischen Sprachversion ist der Filmscore enthalten.

Die deutsche Fassung hingegen begnügt sich mit einem seinerzeit vom deutschen Atlas-Filmverleih hergestellten stereotypisch wiederkehrenden Musikteppich mit spärlichen Variationen. Schon nach kurzer Zeit nervt diese doch recht einfallslose und penetrante musikalische Begleitung.

Hier hätte Warner, im rechtlichen wie technischen Besitz des Original-Scores, unbedingt nachbessern bzw. restaurieren müssen. Ein schändliches Versäumnis. Diese Manko sollte im Interesse der Pflege der Filmkunst beizeiten behoben werden.
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