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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen123
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am 6. Oktober 2012
Aufgrund der positiven Rezensionen und des vielversprechenden Klappentextes habe ich mich sehr auf "Die Spur der Kinder" gefreut.

Leider hielt die (Vor-)Freude nicht lange an: Das Buch wirkt so konstruiert, als hätte man eine Liste abgearbeitet.

Was braucht man für einen Thriller? Man nehme:
- ein Verbrechen
- einen traumatisierten Kommissar
- eine Partnerin des Kommissars, die vom Ehrgeiz zerfressen ist
- eine Affäre
- eine Prise Sex
- 5.184 falsche Fährten
- ein paar Leichen
- ein paar dunkle Geheimnisse
- einen auf eigene Faust ermittelnden Zivilisten
- Kommissar Zufall
- und eine "überraschende" Auflösung

Insofern ist alles in diesem Buch enthalten ;-)

Das Buch wirkt schon fast komisch, so überzogen ist es in meinen Augen. Da das Buch sehr groß geschrieben ist, kann man es sehr schnell durchlesen. Spannung kam für mich zu keinem Zeitpunkt auf. Die Charaktere wirken unauthentisch und oberflächlich . Eine mögliche Lösung kam mir bereits sehr früh in den Sinn, die sich dann auch als richtig herausstellte. Das Verbleiben von Sophie ist einfach nur hanebüchen. Leider ist der Thriller desöfteren auch unlogisch, was jedoch wieder mit "zufälligen Zufällen" wettgemacht wird.
Meine Lieblingsstelle: Die Auflösung (keine Angst, ich spoilere nicht): "Jetzt können Sie es doch sagen!" und zack - packt der Mörder / die Mörderin aus ;-)

Daher vergebe ich leider nur einen Stern!
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am 26. Juli 2014
NULL Sterne - nix Bestseller

Achtung - Spoiler !

Der Roman lässt sich leicht und schnell "herunterlesen", aber Spannung will sich nicht einstellen, zu holzhammermäßig werden die Spuren gelegt, damit es auch der Dümmste begreift, alles deutet schon von Beginn an mit einem großen Pfeil immer auf die Missetäter und das ist langweilig!
Die einzelnen Szenen sind z.T. sehr abgedroschen und sehr sehr kurz, dazu ist der Druck sehr groß, ein Buch also, das an einem Abend gelesen werden kann, dauert vielleicht solange wie ein Derrick oder Tatort im Ersten. (auch ähnlich mitreißend, gähn). Alles in allem kann man sagen, dass das Buch sehr seicht ist. Handlung und Charaktere sind extrem konstruiert, kein Klischee wird ausgelassen, die Handlung phasenweise grotesk unglaubwürdig.

Die Charaktere des Romans bleiben hölzern und sehr klischeebehaftet: da ist die Kindergärtnerin, die Birkenstocksandalen und Nickelbrille trägt; die Sozialarbeiterin mit den schlechten Zähnen und strähnigen Haaren und das gutsituierte ältere Ehepaar, die nur auf das bedacht sind, was die andren sagen, und ob verdächtiger Polizeibesuch finanzielle Nachteile bringen könnte.
Die Personen werden nur sehr plakativ dargestellt. Sympathisch ist keine der Figuren.
Die eine hat ein Alkoholproblem, das wird dann zwar szenenwirksam bei den AA behoben, bricht dann wieder auf, ist aber dann kein Problem mehr.
Der super coole Kommissar steigt mit der Mutter eines Opfers ins Bett, nachdem sie sturzbetrunken von ihm abgeschleppt worden ist (wie sexy und überaus cool Herr Kommissar, von Cleverness ganz zu schweigen). Sie klaut ihm dafür die Dienstwaffe. Was ihn dann bei der Suspendierung massiv empört, (weil eine karrieregeile Lesbe ihn verraten hat, seine Partnerin, zu der keine Beziehung besteht, nicht mal kollegial!), obwohl mit der Waffe auf jemanden geschossen wurde. Aber kein böses Wort zu der Diebin, alles Unterschwellige wird totgeschwiegen, aber es gibt auch kein liebes Wort. Die Sexszene wirkt wie: ach ja, Sex sells, eine Szene muss rein, äh, wo? Ach, stopfen wir sie mal hier zwischen. Keine Liebe, keine Zuneigung, weder davor, noch danach.

Der Stil wechselt von ‚voller falschem Pathos’ und aufgesetzte „harter“ Sprache, der Plot kommt sehr bemüht und konstruiert rüber, dazu ist es schlampig recherchiert.
Es macht auf mich den Eindruck, dass es unter Termindruck runtergeschrieben wurde, nochmaliges Durchlesen hat sich die Autorin erspart, die Recherche schwach ausgefallen, allem in allem fühlt es sich einfach nur nach ‚Zeit gespart’ an.

Wieso dieses Buch auf der Spiegel-Bestseller-Liste gelandet ist, kann nur an massiver Werbung des Verlags liegen. Warum es überhaupt gedruckt worden ist, darüber kann ich nur spekulieren. Vermutlich kannte mal wieder jemand jemand richtigen. Und dann muss ein Buch ja nur noch passend lanciert werden.

Die Fehler im Einzelnen:
1. „Man kann dich Schwerenöter nicht eine Minute allein lassen, ohne dass du die Finger von anderen Frauen lassen könntest.“ Na, wenn da nicht ein „nicht“ fehlt, um Sinn in den Satz zu bringen. (hatte der Lektor auch keine Zeit?)

2. Soll wohl Lokalkolorit bringen für einen Regionalkrimi: ein Neuköllner Schlüsseldienst-Mann berlinert fürchterlich. Nur: leider falsch:
Er sagt: nischt statt nich… dit jeht ja nischt… warum sagen Sie’n dit nischt gleich… usw.
Damit verrät sich der dialektferne Zugereiste (in diesem Falle die Autorin) Wenn ich Dialekt schreiben will, muss ich ihn entweder können, oder mir einen suchen, der das kann. Das kommt leider nicht nur einmal, sondern ständig in dem Gespräch mit dem Neuköllner Schlüsselmacher vor. ‚Ik find dit nich (nischt) lustich!’

3. Wörtliche Rede „ach, das Kind, das im Berliner Zoo verschwunden ist?“ Wer es sagt: eine Berlinerin in Berlin. Nur: Berliner benutzen das Beiwort „Berliner“ bei Zoo nicht, es gibt nur einen Zoo in Berlin. Das andere ist der Tierpark oder Tiergarten… Das einzige Wort, dass der Berliner noch mit Zoo benutzt ist „Bahnhof“…

4. Auf einem Grabstein steht garantiert nicht „… in Gedenken an unsere Arbeitskollegin’. Die im Satz danach sehr wohl vorhandenen Angehörigen lassen ja wohl mal überlicherweise den Grabstein aufstellen. Und die würden wohl eher „Mutter“ „Schwester“ „Frau“ im Gedenken schreiben.

5. Einmal wirkt das Chloroform langsam genug, damit man eine endlos lange Fahrt mitbekommt und erst nach langer Zeit ohnmächtig wird, einmal wirkt es soooofort in der Sekunde, wo es auf den Boden fällt.

6. Der St. Elisabeth Friedhof ist evangelisch, Protestanten bekreuzigen sich nicht. Wenn sich ein Friedhofsbesucher in Berlin auf einem evang. Friedhof bekreuzigt, dann ist das was Besonderes, dann ist der katholisch und sollte vor allem dann auch weiter erwähnt werden. So eine nette nebensächliche Beschreibung zur Gestaltung des Hintergrundes ist das nicht, dazu wäre das nicht wichtig gewesen zu erwähnen. Wenn etwas Besonderes nicht wichtig ist für die weitere Story, dann sollte es auch nicht erwähnt werden. Dann bitte für den Hintergrund das übliche.

7. Warum ruft Fiona nicht einen Krankenwagen bei Theresa, statt ihr erst selber helfen zu wollen? Warum spricht sie mit ihr, versucht sie, bei Bewusstsein zuhalten, und ruft nach ihren vergeblichen Animationsmaßnahmen den Kommissar an, statt den Notruf? Der dann sofort fragt, als sie sagt, wo sie ist: soll ich einen Krankenwagen rufen?
Das ist nicht sein Job, wieso sollte er das fragen? Woher will er wissen, dass Theresa einen braucht?

8. Auf dem Polizeirevier wirft ein Beamter die Überwachungsvideos aus dem Zoo an die Wand… ach nein, ein sinnentstellender Rechtschreibfehler, ein Beamer wirft da um sich.

9. Eine Zeile ‚Brommer’, die darunter ‚Bommer’. Und das, obwohl dieses Wort alleine auf der Zeile steht, der Fehler auffallen dürfte.

10. Jemandem, der an eine Heizung gefesselt sitzt, kann es kaum den Boden unter den Füßen wegziehen vor Überraschung (der kann ja nicht mehr umfallen), wofür diese Metapher eigentlich steht. Hübsche Metapher, nur grad so unpassend.

11. Und dann der Klassiker: Das Puckern einer Wunde erinnert das Opfer daran, dass sich offenbar jemand von hinten angeschlichen hat, um es mit einem Spaten niederzuschlagen. Wie gut, dass die Wunde das registriert hat, das Opfer hat den Spaten garantiert nicht gesehen.

12. Szene: Spreewald. Es wird ein Kahn bestiegen… und dann wird fröhlich gepaddelt (Paddel sind nicht mit dem Boot verbunden) und gerudert mit langen Zügen (Ruder sind mit dem Boot an einem Drehpunkt verbunden) und eigentlich wird doch im Spreewald in dem knapp 60 cm tiefen Wasser gestakt, mit einer Stange!!! Stehend, hinten, im Boot. Einfach mal im Internet googeln oder hinfahren und wenigstens einmal in Natura recherchieren… ist ja von Berlin nicht so weit, Frau Winter.
Im Spreewald wird tatsächlich gepaddelt, mit Kajaks und EINEM Paddel, das abwechselnd rechts und links eingetaucht wird. (2 Paddel = 2 Leute in dem Boot)
Natürlich kann jemand ein Ruderboot haben, das wäre aber die große Ausnahme, weil man mit dem Rücken zur Fahrtrichtung rudert und dazu ist der Spreewald echt zu eng und zu stark von Kähnen befahren.

Ja, ich weiß. Wie soll man mit einer Stange jemanden niederschlagen, da bietet sich das Paddel an. Das zweite Paddel, das überraschend weg ist (das aber verzweifelt gesucht wird, nur warum? Wer alleine paddelt (und nicht rudert!) braucht nur 1 Paddel), wenn man zum Kahn zurückkehrt…
Aber wie wäre es mit dem bereits in Erscheinung getretenen Spaten?

- Ach, es kommt noch besser – Seiten später ist es dann doch tatsächlich der Spaten… Die ganze Aktion mit den Paddeln, das Suchen nach dem zweiten Paddel – vergebens, umsonst, sinnlose Wortverschwendung…

13. Und da wäre gleich der nächste Punkt. Szene: Kommissar kriegt einen Anruf, steht aber grad im Spreewald, wohnt einer Verhaftung bei. Und kriegt von der Kollegin von der Berliner Kripo zu hören, „dass gerade XY mit 90 km/h im Spreewald geblitzt’ worden ist.
- wieso weiß das die Kripo SOFORT, wo es doch von der Polizei/Bußgeldstelle bearbeitet wird und dazu erst meist erst Tage später? (komplett andere Dienststelle, völlig uninteressant für die Kriminalpolizei, Informationen nur über eine direkte Anfragen auf den Dienstweg normalerweise)
- wieso weiß das die BERLINER Kripo sofort, wo es doch in BRANDENBURG von der Polizei bearbeitet wird (anderes Bundesland!!!!!) (hier hilft nicht mal der Dienstweg. hier braucht’s einen Antrag auf Amtshilfe!)
- wieso bekommt das die Kripo überhaupt mitgeteilt? Woher weiß die Brandenburger Polizei, dass diese Information wichtig sein könnte, und teilt das von sich aus mit? (die Berliner Kriminalpolizei bekommt mit Sicherheit keine Meldungen über die Verkehrssünder in ganz Brandenburg oder Berlin, nur so mal pro forma, für alle Fälle…)

Ey komm, lieber Autor, wenn ich will, dass mein Roman-Kommissar diese Information bekommt, dann muss ich dem geblitzten Fahrzeug eine Überwachung zuteilen.

Und wenn ich dann im Anhang die Danksagung an die Autorenhilfe der Berliner Polizei lese – ja, gibt es wirklich! – dann fühl ich mich als Leser grad so richtig auf den Arm genommen. Und ich muss davon ausgehen, dass zwar vieles gefragt worden ist, aber genau das hier grad, so gar nicht als ‚diese Konstruktion müsste nachgeprüft werden’ eingestuft worden ist.

14. Zu guter letzt wird das Kind vor dem Kinderheim bewahrt. Taucht in der Obhut des Kommissars auf und soll vor dem Kinderheim durch eben diese Alkoholikerin bewahrt werden, die zwar schon bei den AA war, aber rückfällig geworden ist. Womit dieses Thema dann auch abgehandelt ist. Jugendamt? Pflegetauglichkeit? Egal, das Kind kennt die Frau von Spielplatzbesuchen aus der Ferne, das muss reichen… Wir haben eine Vater-Mutter-Kind-Happy-End-Konstellation am Ende, Kind lächelt.
– Ende -

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Ey kommt, nennt mich pfennigfuchserisch und zickig. Aber ich finde trotzdem, wenn ich als Verlag ein Buch herausgebe, dann sollte es ein ordentliches Lektorat genossen haben, dann sollte es nicht so offensichtlich schlampig recherchiert sein. Dann sollten solche Kleinigkeiten wie Stakkähne im Spreewald stimmen, dann sollte der Leser das Gefühl haben dürfen, dass er dem Autoren so wichtig ist, dass er nicht nur von einer schnell und lieblos runter geschriebenen Story unterhalten werden soll.
Bin ich als Leser zu anspruchsvoll? Zu intelligent? Hinterfrage ich zu viel? Wie kann ich als Verlag solch eine platte Geschichte bis in die Bestseller-Listen hieven? Wie kann ich dafür solch eine Werbung machen?

Logikfehler können vorkommen, Tippfehler auch, dagegen ist niemand gefeit.
Mittelmäßiger Schreibstil, ja, kommt vor. Ist ja auch immer Geschmackssache. Der Wechsel zwischen falschem Pathos, altmodischen gedrechselten Worten und cooler, knapper Thrillersprache… ja… nichts meins, ich mags dann lieber aus einem Guss, wenn es sich nicht so überaus bemüht und konstruiert anhört.

Aber wenn ich Dialekt einbaue, dann muss ich ihn auch können oder hol mir Profis zur Hilfe (gibt über 3,5 Mio. Berliner, da wird doch einer bei sein, der das in Reinkultur kann, Frau Winter!)

Wenn ich Lokalkolorit einbaue, dann sollte ich das Ganze doch schon mal in Augenschein genommen haben.
Gerade ein Berliner Regionalkrimi hat ja ein Problem, das andere nicht haben. Wie viele Leute kennen die Gegend um Deggendorf oder im Hunsrück etc. Dort kann ich mir die dichterische Freiheit herausnehmen, Dörfer näher beieinander liegen zu lassen oder topographische Gegebenheiten passend zu machen. (ich kann das als Autor auch im Anhang erwähnen, dass ich das in dichterischer Freiheit geändert habe, weil ich es so und nicht anders brauchte.) Aber Berliner hat 3,5 Mio. Einwohner, davon eine Menge potentieller Leser. Und die kennen ihren Zoo, ihre Stadt und viele viele viele auch den Spreewald. Und dann kann ein Autor nicht mehr ungestraft Patzer einbauen – versehentlich oder absichtlich, weil die Story es gerade braucht.

Wir haben das Informationszeitalter. Man findet alles im Internet, wenn man es will, wenn man sich die Mühe macht, danach zu suchen, sich die Mühe macht, aufgestellte Behauptungen zu verifizieren, sich die Schauplätze (wenigstens im Internet) anzusehen.
Dieses Buch kommt rüber, wie ein schlechtes Drehbuch für einen Fernsehkrimi im Ersten. Die Qualität hat leider unter der Geschwindigkeit gelitten, mit der es offenbar geschrieben worden ist.

Aber vielleicht war die Autorin ja gerade mit ihrem Auto im Spreewaldmatsch versunken und hat in dem Funkloch Spreewald keinen Internetanschluss gehabt.
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am 22. Juli 2010
Ich weiß nicht, ob es an meiner Auswahl liegt, oder ob das Thema gerade tatsächlich sehr in Mode ist - wie auch immer: "Die Spur der Kinder" ist bereits das dritte Buch zum Thema entführte Kinder und Jugendliche, das ich innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Leider war es auch das schlechteste.

Natürlich haben die beiden anderen Bücher ("Ein einziger Blick" von Michelle Richmond und "Pretty little Things" von Jilliane Hoffman) sich anderer (für mich interessanterer) Herangehensweisen, Perspektiven und Handlungsabläufen bedient, so dass ein Vergleich für "Die Spur der Kidner" negativ ausfallen muss. Aber auch für sich betrachtet weist "Die Spur der Kinder" einige Mängel auf.

Der Roman erinnert mich ein bisschen an die alten Horrorfilme aus den 70er und 80er Jahren. Wie in diesen Filmen so wird auch hier versucht, die Spannung allein über gruslige bzw. blutige Bilder aufzubauen. Die einzelnen Szenen - zumindest diejenigen, in denen der Entführer vorkommt - erscheinen allzu vorhersehrbar: die junge Frau irrt durch den Wald, glaubt in einer Hütte ihre Rettung zu finden und trifft das pure Grauen usw. Das allein wäre aber gar nicht so schlimm, wenn diese Szenen in einen überzeugenden Rahmen eingebaut wären. Aber das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Zwar wird die Frage, was mit den entführten Kindern und vor allen Dingen mit Fiona Seebergs Tochter passiert ist, erst relativ spät geklärt und ein Überraschungseffekt ist durchaus gegeben. Aber der Weg dahin lässt zu wünschen übrig.

Die Charaktere des Romans bleiben hölzern und leider oftmals sehr klischeebehaftet: da ist die Kindergärtnerin, die Birkenstocksandalen und Nickelbrille trägt; die Sozialarbeiterin mit den schlechten Zähnen und strähnigen Haaren und das betuchte ältere Ehepaar, das nur des Geldes wegen zusammen ist und sich auch um nichts anderes kümmert, menschliche und soziale Belange sind ihnen fremd. Die Gefühle und Gedanken der Personen werden, wenn überhaupt, dann nur sehr plakativ dargestellt. Wirklich sympathisch oder nachvollziehbar ist keine der Figuren.
Hinzu kommen kleinere logische Fehler im Aufau der Geschichte.

Der Roman lässt sich leicht und schnell "herunterlesen", da er keine großen Ansprüche an den Leser stellt. Die Lösung ist immerhin einigermaßen überraschend, aber Spannung will sich auch nicht wirklich einstellen. Vielleicht, weil man sich in keine der Figuren einfühlen kann und daher auch nicht "mitfiebert"; vielleicht, weil die einzelnen Szenen zu abgedroschen wirken.
Alles in allem kann man sagen, dass das Buch leichte Unterhaltungskost ist. Wer psychologische Rafinesse und hohe Erzählkunst erwartet, ist allerdings hiermit schlecht beraten.
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am 20. Januar 2013
...ist Note 6.
Selten habe ich solch ein schlechtes Buch gelesen. Ich kann mich allen Rezensenten nur anschließen, die nur einen Stern vergeben haben. Die Geschichte hätte eventuell spannend sein können, ist aber nur abgedroschen und oberflächlich. Sämtliche Charaktere werden nur kurz "angekratzt" beschrieben, alle sich durch "zufällig" ergebenes Kennenlernen gebildete Beziehungen sind voraussehbar und abgedroschen. Dass am Ende des Buches 2 Personen sterben, wird kurz abgetan und dann ist das Buch auch schon vorbei. Dieses kurze Abtun sämtlicher Begebenheiten, gerade im Falle der verschwundenen Kinder, lässt überhaupt keine Spannung, geschweige denn Interesse am weiteren Ausgang aufkommen.
Warum das Buch einen Sticker auf dem Cover mit "VOX Top Thriller" bekommen hat, ist mir ebenso ein Rätsel, wie diesem Werk überhaupt die Bezeichnung Thriller zu geben.
Mir zeigt es einmal mehr, dass man keine Thriller oder Krimis deutscher Autoren lesen sollte, alle die ich je gelesen habe, waren eine ähnliche Enttäuschung wie das Buch von Hanna Winter.
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am 31. Juli 2013
Fionas Tochter kleine Tochter Sophie verschwand für immer, nachdem ihr der Mörder/ der Entführer eine weiße Lilie zustellen ließ. Verständlicher Weise kommt sie über ihren Tod nicht hinweg, grübelt immer wieder darüber nach, hat keinen Lebensmut mehr. Auch ihre Beziehung mit Adrian ist quasi am Ende, die beiden leben seit dem Verschwinden der Tochter nur noch nebeneinander her und Fiona vermutet, dass er eine Affäre hat. Als ein weitere Kinder verschwinden und die weiße Lilie wieder zum Einsatz kommt, taucht erneut die Kriminalpolizei bei Fiona auf, um ihr nochmals Fragen zu stellen, und rüttelt den Fall wieder auf....

Ich habe dieses Buch vor ca. 2 Wochen gelesen und musste jetzt nachschlagen, um mir die Story nochmal zu vergegenwärtigen - für mich ein untrügliches Zeichen dafür, wie durchschnittlich dieser Krimi war. Hier passiert nichts Außergewöhnliches, nichts, was irgendwie im Gedächtnis hängen bleiben würde....es ist, als wäre die Autorin einer Art "Hausmannskost-Kochrezept für`s Krmischreiben" gefolgt, so nach dem Prinzip: Man nehme - ein Thema, das immer wieder mal in den Medien ist und die Leute bewegt (verschwundene Kinder), ein paar perverse Sonderlinge mit Kindheitstraumata (die Quäler/ Mörder), ein paar grauslige Details (Folterwerkzeuge, Blut), ein geheimnisvolles Zeichen, über das gerätselt werden darf (die weiße Lilie) und einen Ermittler, der sich mit Engagement hinter die Fälle klemmt und für die angeschlagene Fiona zu einer wichtigen Stütze wird. Ah ja - und gegen Ende dann noch die absolut überraschende Wende im Falle der kleinen Sophie, damit es für alle lesenden Mit-Ermittler nicht zu einfach ist.

DIE SPUR DER KINDER ist durchaus lesbar, zum Teil auch ganz spannend - aber eben nichts, was in irgendeiner Weise im Gedächtnis bleibt oder Seltenheitswert hätte.
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am 17. Mai 2011
Hanna Winters Schreibstil ist für mich unerträglich. Ihre Charaktere sind hölzern und klischeehaft. Eher erinnert mich das Buch an den Schulaufsatz einer 13 jährigen als an einen Krimi. Das Thema hätte man mit etwas mehr Gefühl für Sprache und Spannungsaufbau wirklich zu einem Thriller machen können. So aber hat es für mich den Wert und die Spannung eines Groschenromanes. Schade ums Geld!
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. August 2010
Die Schriftstellerin Fiona Seeberg kann sich nicht mit dem Verschwinden ihrer vierjährigen Tochter, vor zwei Jahren, abfinden. Erst als wieder ein Kind, ein kleiner Junge, verschwindet und dessen Eltern ebenfalls eine weiße Lilie per Kurier zugestellt wird, kommt langsam wieder Leben in sie.
Zuerst versucht sie den Kampf gegen den Alkohol, dem sie seit dem Verschwinden ihrer Tochter zugetan ist, zu gewinnen, schreibt endlich an ihrem neuen Buch, um die Vergangenheit zu bewältigen, und trifft Kommissar Piet Karstens, der damals in ihrem Fall schon ermittelt hat, wieder. Bei einem Treffen der anonymen Alkoholiker lernt sie Theresa kennen, eine Frau, die ihr nicht immer 'nur' sympathisch ist, denn irgendwas verbindet diese Frau mit ihrem Verlobten Adrian. Immer neue Geheimnisse tun sich auf und Fiona sucht händeringend nach dem Schlüssel.
Ob sie ihre Tochter Sophie vielleicht doch noch irgendwann wieder sieht oder ob deren Verschwinden endlich aufgeklärt werden kann, um wenigstens Gewissheit zu haben?

Ein absolut fesselndes Buch. Ich hab's innerhalb von eineinhalb Tagen verschlungen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht verständlich. Hanna Winter versteht es den Leser immer in Achtung-Stellung zu versetzen, sodass es kaum möglich ist, das Buch zuzuklappen und nicht doch noch schnell das nächste ... das nächste ... und das nächste Kapitel zu lesen.

Die Figuren sind 'eigentlich' minimalistisch, aber dennoch eindrucksvoll gezeichnet - ohne jeden Schnickschnack - man weiß sofort, mit wem man es zu tun hat (oder man glaubt es zu wissen), denn andererseits könnte auch wiederum jeder mit dem Verschwinden der kleinen Sophie zu tun haben. Verschiedene Handlungsstränge lassen den Leser an jedem Schritt teilhaben, wenn auch nur, um ihn ganz schön hinters Licht zu führen. Immer wenn man gerade denkt: Ah, jetzt weiß ich, wer dahinter steckt, bekommt man wieder eins mit der Keule übergebraten, und alles löst sich in einer falschen Spur auf. Das Ende hätte ich so jedenfalls nicht vorausgesehen, obwohl ich eigentlich immer sehr gut in sowas bin.
Auch geht es nicht immer wirklich zaghaft zu. Lesern mit schwachen Nerven könnte bisweilen ein gewaltiger Schauer durch den Körper fahren und die ein oder andere Gänsehaut wird bei niemandem zu vermeiden sein.

Dieses Buch kann ich mit gutem Gewissen all denen empfehlen, die ein spannendes Buch lesen wollen und sich nicht zu arg von einigen blutigen Details abschrecken lassen. Mich hat es bestens unterhalten.
Trotz der guten Unterhaltung muss ich ein Pünktchen abziehen, da der Schluss zwar nicht schlecht war, aber mir als Leser nicht wirklich die Chance geboten wurde aus eigener Überlegung dahinter zu kommen.
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Juli 2010
Hanna Winter wurde in Frankfurt am Main geboren. Nach ihrem Publizistik-Studium arbeitete sie als Redakteurin. Heute lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Berlin. "Die Spur der Kinder" ist ihr erster Thriller.

Die zweieinhalbjährige Tochter der Schriftstellerin Fiona Seeberg ist vor zwei Jahren spurlos verschwunden. Nach dem Verschwinden hat sie eine weiße Lilie erhalten, wie schon einige Mütter vor ihr. Nun ist wieder ein Kind verschwunden, Fiona und Kommissar Piet Karstens machen sich auf die Suche nach dem Täter und geraten dabei selber in große Gefahr...

Leider klingt die Kurzbeschreibung des Buches spannender, als es das Buch selber ist. Das Buch lebt von Zufällen, es ist kaum richtige Ermittlungsarbeit erkennbar. Alles fügt sich so zusammen wie es soll. Man könnte jetzt sagen, klar es ist ja auch ein fiktiver Roman, da muss das so sein, aber Hanna Winter übertreibt es für meinen Geschmack etwas. Für mich ist die Story in keinster Weise glaubwürdig.

Hanna Winter schafft es auch nicht, dass einem die Figuren ans Herz wachsen. Sie bleiben blass und farblos, sind austauschbar. Zudem wird viel zu schnell zwischen den Personen hin und her gewechselt. Es wurde wohl versucht dadurch eine Art Cliffhanger zu erreichen, erreicht wurde dadurch aber eigentlich nur, dass man es nicht so recht schafft, sich in die Leute hinein zu versetzen.

Auch die Auflösung - auf die ich eigentlich gesetzt habe - hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Sie ist, so finde ich zumindest, nicht besonders originell. Leider gehört die Autorin wohl auch zu denen, die es gerne blutig mögen.

Das einzig Gute, dass ich über dieses Buch sagen kann ist, dass es recht schnell zu lesen ist, zu einem wegen der recht großen Schrift und zum anderen wegen der eher einfachen Sprache.

Kein Buch, das mir lange im Gedächtnis bleiben wird - das ist wohl auch besser so.
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am 28. August 2010
Während man Hanna Winters Spur der Kinder" liest, zieht sich ein bestimmter, zum Ende noch zunehmender Eindruck durch den ganzen Roman: Die Autorin hat ihren schriftstellerischen Fuß in einen Schuh gesteckt, der ihr eine Nummer zu groß ist. Nun rutscht sie dort von Kapitel zu Kapitel ein bisschen verloren darin herum, ohne auch nur einmal mit einem gewaltigen literarischen Tritt auf den Boden zu stampfen.

Vermisste Kinder und offensichtlich dahinter steckende Verbrechen der grausamsten und höchst makabren Art sind ein belletristisch (generell künstlerisch) gern genutztes Thema, allerdings auch schwer zu bearbeiten. Dafür braucht es neben Einfühlsamkeit und einer absolut sicheren Schreibe vor allem auch Insider-Kenntnisse, sowohl aus kriminalpsychologischer und kriminalistischer Sicht, als auch in Bezug auf das Erleben und Fühlen der Eltern der verschwundenen Jungen und Mädchen. Hanna Winter hat uns davon zu wenig gezeigt und sich damit für ihren Roman zu viel vorgenommen. Ihr erster Thriller, der im August 2010 erscheint, beleuchtet das komplexe Thema zu oberflächlich und leider auch zu klischeebeladen.

Zunächst: Das 343 starke Taschenbuch liest sich flüssig und in einem Rutsch weg, die Handlung ist logisch aufgebaut, die Struktur simpel, sie orientiert sich an üblichen Vorgehensweisen, die sich schon millionenfach in der Schriftstellerbranche bewährt haben. Winter wagt einen rasanten szenischen Einstieg und stellt recht gekonnt zwei konträre Szenen einander gegenüber: das Erleben einer Jugendlichen, die nach einem Streit mit ihrem Freund in einem dunklen und menschenleeren Wald in einer verlassenen Hütte von einem Unbekannten gefangen genommen wird und das Gespräch von Polizisten mit einer Mutter, deren Tochter bereits vor zwei Jahren spurlos verschwand. Gleich in Folge wird eine Reihe von möglichen Verdächtigen präsentiert, die alle in Frage kommen könnten - der Freund der Mutter, der Besitzer eines verdächtigen Lieferwagens vor dem Kindergarten, ein Rentner, der eine kindefreundliche Neigung erkennen lässt. Dieser Wechsel zwischen Sicht der Angehörigen und der Polizei sowie den Opfern wird durchgehalten und erzeugt durch den ein oder anderen kühn platzierten Cliffhanger eine gewisse Grundspannung.

Allerdings schmälern zwei Makel den Leseeindruck. Zum einen stützt sich Hanna Winter bei der Entfaltung ihrer Geschichte auf jedes auch noch so platte Klischee, dessen sie habhaft werden konnte: Es werden ausgerechnet Lilien an die Eltern der vermissten Kinder geschickt - todesblumiger geht es wohl kaum. Im Bezug auf den / die mögliche/n Täter werden bewusst falsche Fährten gelegt, die aber so unausgegoren und durchsichtig sind, dass sie wie lieblos ins Buch geworfen wirken. Man bekommt den Eindruck, Winter hätte streng nach Liste geschrieben: Verdächtigen vorstellen, Verdächtigen etwas Merkwürdiges" tun oder sagen lassen, Verdächtigenpool auf dem Lesezenit aufmarschieren lassen, Pool wieder leeren und einen Verdächtigen nach dem anderen wieder wegstreichen, bis nur noch eine Person übrig bleibt. Klar, dass diese Struktur in der Regel so häufig in einem Buch zu finden ist - die grundlegenden Wege, Spannung zu erzeugen, sind nun mal begrenzt - aber diesem Roman nimmt das klassische Katz- und Mausspiel viel von der Ernsthaftigkeit und Betroffenheit, die das Thema eigentlich vermitteln sollte. Weitere Klischee-Lesekiller: eine Liebesgeschichte, so trivial, dass sie nur schwer zu verdauen ist und ein Ende, das den anfänglich nicht negativen Leseeindruck ins Gegenteil verkehrt.

Der zweite Mangel der durchaus unterhaltsam zu lesenden Geschichte ist der Hauch von Unglaubwürdigkeit, der den Roman durchzieht, ihm sogar teilweise den Eindruck abstoßender Distanz verleiht: Die handelnden Personen werden in all ihren Facetten, Regungen, Gefühlen und Handlungen abgefrühstückt wie ein Fast-Food-Menü. Die Gefühle, die ein Elternteil empfindet, nachdem sein Kind spurlos verschwunden ist, werden nicht annähernd nachvollziehbar geschildert - zu viel Tamtam auf dem Plateau der Pauschalannahmen. Weder kommt Mitleid, noch Schrecken, noch Betroffenheit auf - nichts von dem kann die Autorin, obgleich eifrig bemüht, mit ihren Schilderungen beim Leser hervorrufen. Das Gleiche gilt sowohl für den ermittelnden Polizisten mit seinem ganz eigenen Trauma als auch für die nach der aufgedeckten Täterschaft dargelegten Beweggründe für die Verbrechen. In Windeseile wird die Erklärung für die Tat hingeworfen, offensichtlich ohne jemals mit einem einzigen Kindesentführer oder Kriminalbeamten auch nur gesprochen zu haben. Das Gefühl: die Autorin zimmert sich eine Geschichte aus eigenen Vorstellungen, so in etwa könnte der oder die in einer solchen Situation empfinden". Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass sie sich auch sprachlich einer ziemlich abgenutzten Form bedient - ausgediente Metaphern werden halbherzig wiederbelebt, sie sind auch so ziemlich die einzigen literarischen Stilmittel, die Verwendung fanden. Ausgelutschtes wird wieder aus der Mottenkiste des literarischen Plunders gekramt, kann sein altes Kleid aber nicht wirklich verbergen.

Der Roman könnte durchaus als passables Unterhaltungsstück dienen - er liest sich wirklich recht angenehm. Aber - und das ist das Prekäre daran - das Thema selbst ist für bloße Unterhaltung einfach zu schwer. So fehlt dem Buch leider die Stoßkraft eines Dramas, es ist aber auch nicht der Thriller, der es gern sein möchte. Schon gar nicht eignet es sich für Leserinnen und Leser, die solide Recherchen schätzen und sich gern auf etwas mehr stürzen, als bloße Handlung in schnellen Szenefolgen. Die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele von Menschen, die sich an Kindern vergreifen, werden als schnell abgehaktes Spektakel inszeniert, die Emotionen von Müttern und Vätern, denen ein Kind genommen wird, verharren an der Oberfläche. Das Fazit: schlecht gewähltes Thema, vor allem für einen Erstling, angenehme Schreibe mit eher geringem Anspruch, ein simpel gestricktes Werk, das sicherlich auch Anhänger finden wird. Denn wer sich mit dem fehlenden Tiefgang anfreunden kann, wird sich durchaus für den Roman begeistern. Leserinnen und Leser, die komplizierte Seelenkämpfe lieber leicht verpackt genießen wollen, werden es sicherlich mögen.
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am 17. Februar 2011
Die Spur der Kinder erzählt die Geschichte einer Mutter (Fiona Seeberger), deren Tochter (Sophie) entführt wurde. Die Autorin Hanna Winter schafft es auf brilliante Weise dem Leser die Trauer, die Verzweiflung und die Machtlosigkeit der Mutter zu vermitteln. Und während man noch mit den Eltern leidet, entblättert sich langsam ein Geflecht aus Lügen und Geheimnissen der Familie Seeberger und deren Freunden. Plötzlich wird quasi jeder Charakter in dem Buch zum Verdächtigen.

Frau Winter hält die Spannung bis kurz vor dem Ende aufrecht und das ist das wirklich Bemerkenswerte an diesem Buch. Meine Gedanken, mein "Täterprofil" wurde in jedem Kapitel erneut umgeworfen. Diese Tatsache lenkt von kleinen Schwachstellen im Buch (sehr undeutlich ausformulierter Handlungsstrang mit Jens Zach; sprachlich teilweise sehr bemüht, Charaktere mit Vor- und Nachnamen beim ersten Auftritt im Buch dazustellen; etwas unglaubwürdiges "Happyend" mit Luna) ab.

Das Buch hat mich sehr gefesselt. Ich hatte es an einem Tag durch und kann es absolut weiterempfehlen.
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