Was evtl. die wenigsten bei diesem Film vermuten od. gar wissen - bei "die Spur des Bernsteinzimmers" handelt es sich um die wirklich erste, gesamtdeutsche Defaproduktion, die mit Kinomitteln des Bundesinnenministeriums sowie Fernsehmitteln des Westdeutschen Rundfunks cofinanziert wurden.
Die Story: Wo befinden sich die vierzig Kisten mit dem Zaren-Bernstein-Schatz, den die SS 1941 abtransportiert hatte? Etwa im schönen Thüringen, in Reinhardtsbrunn? Unterschiedliche Leute sind aus verschiedensten Gründen auf abenteuerlicher Schatzsuche und kommen sich ins zwangsläufig ins Gehege. Der eine möchte ein altes Nazi-Verbrechen aufklären (wer steckte seinen Vater ins KZ?), der andere möchte neu ins Geschäft kommen (Gründung eines Joint Venture), darum braucht der alte Standartenführer einen brandneuen Mercedes mit Zürcher Nummer. Es kommt so weit wie es kommen mußte und so fallen zum Schluß auch noch Schüsse.
Ein unterhaltsamer angenehmer Spielfilm mit tollen und wirklich attraktiven Schauspielern (Corinna Harfouch (der kleine Staatsanwalt), Kurt Böwe (der nackte Mann auf dem Sportplatz), Uwe Kockisch (Treffen in Travers) und Ulrich Tukur (Stammheim).
1988 war das Drehbuch für diesen Film fertiggestellt und in Ostberlin abgesegnet worden. Da zur Filmkunst auch das Erhabene seine Berechtigung erfahren soll, hören und sehen wir auf der Spur des Bernsteinzimmers große Oper. Es singen Peter Schreier, Kenneth Riegel, Günter von Kannen, Michael Burt, Karl-Heinz Stryczek, Uta Priew, Roland Bracht, Carol Malone, Michal Shamir, Eberhard Büchner, Lucia Popp, Iris Vermillion und Hanna Schwarz - in einer Richard Wagner-Inszenierung der Deutschen Oper Berlin. Dazu gibt es noch optisch untermalend, die Faszination des Thüringer Waldes in eindrucksvollen Bildern und man taucht entsprechend ein, in Suche nach dem güldenen Schatz.