Diese Abhandlung, nein Einführung in die Theorie von Jaques Lacan, wie der Titel andeutet, speziell in seine Theorie der Sprache (womit bei Lacan die gesamte Psychoanalyse bezeichnet ist) kann als echter Volltreffer auf dem Gebiet der "Einführungen", das Buch ist in Wahrheit viel mehr, gelten.
Endlich jemand, der am Anfang beginnt, langsam, Schritt für Schritt weitergeht und dabei nicht der Versuchung verfällt, es Lacan (und einigen, die "Einführung" als Titel ihrer Bücher wählten) gleichzutun, ein "Buch mit sieben Siegeln" vorzulegen.
Es wird so ziemlich allem Rechnung getragen: es wird deutlich, daß auch ein Genie wie Lacan seine Ahnherren hatte; zu nennen an forderster Front Freud und Heidegger. Man kann sehen, wie die erste Generation - nennen wir sie vorstrukturalistischer Analytiker - wie Medard Boss (seiner Zeit Seelenarzt Heideggers) und Ludwig Binswanger (seinerzeit Schüler Freud's und Heidegger's) einst das Feld bereiteten, wo dann die Ernte durch Lacan eingeholt werden konnte. Man kann sehr effektiv lernen, mit den meistens äußerst rätselhaften Äußerungen Lacan's und - siehe da, wer hätte es gedacht - mit seinen schwierigen Schemata, von ihm "Matheme" genannt, umzugehen.
Das alles verständlich ohne zu vereinfachen, mit Gefühl und Niveau - den Leser, der lernen und verstehen will ernstnehmend.
Dem Buch ist weite Verbreitung zu wünschen unter denen, die eine der faszinierensten Erläuterungen der Freud'schen Theorie etwas besser verstehen wollen.