Eugen Drewermann analysiert in seinem Buch historische Konflikte, die in Krieg mündeten. Dabei beeindruckt er mit einem wahrhaft enzyklopädischen Wissen in Geschichte, Philosophie, Weltliteratur. Angesichts einer stets fesselnden Lektüre merkt der wohlwollende Leser kaum, daß Drewermann sein eigentliches, zwischendurch immer wieder gegebenes, Versprechen nicht einhält: einen Ausweg zu zeigen aus der allgegenwärtigen Logik des Krieges. Man darf argwöhnen, daß es kein Patentrezept gibt oder daß Drewermann es zumindest nicht selbst nicht kennt. In diesem Fall stünde es dem Autor besser an, sich zu seiner eigenen Ratlosigkeit zu bekennen, anstatt geistreich um den heißen Brei herumzureden.