Die Philosophie von Josef Kirschner ist sehr speziell, seine Sichtweisen der Dinge sehr nützlich, aber nur schwer zu übernehmen. Ich kann am ehesten Kirschners zweites Buch "Ein Kunst, ein Egoist zu sein" empfehlen. Darin werden die Grundlagen und der Nutzen eines "egoistischen Lebens" besonders behutsam und leicht verständlich dargestellt. Die folgenden Bücher und das davor ("Manipulieren, aber richtig") sind lediglich Variationen des gleichen Themas. Es ist besonders als Einstieg in die Materie am besten geeignet, wenn man nur innerhalb der Kirschner-Bücher den Zugang sucht.
"Die Spiele des Lebens" sind mit recht dichter Essenz. Es werden in den Kapiteln verschiedene "Spiele" besprochen. Dazu erklärt der Autor jeweils zunächst jeweils seine Position und versucht dann mittels durchdachten fragen, den Leser zum kritischen Reflektieren über seine eigenen Auffassungen nachzusinnen.
Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen. Das Cover erscheint edel, die Inhalte sind kurzweilig und prägnant dargestellt. Ich würde es wie bereits keinem Einsteiger in die Materie empfehlen, sondern eher Fortgeschrittenen auf dem Weg, die sich erneut damit vertraut machen wollen.
Häufiger werden andere Bücher zitiert, allen voran die "Egoisten-Bibel". Innerhalb seiner Schriften erwähnt Kirschner immer wieder, es habe ihm selbst sehr geholfen, dass er sich ein "Lebensbuch" angelegt hat. Anfangs nannte er es seine "Bibel", erst später änderte die Bezeichnung hin zu "Lebensbuch". Die "Egoisten-Bibel" ist das Lebensbuch dieses Autors bzw. sie stellt sein Lebensbuch vor. Daher wird die "Bibel" in den ihr folgenden "Spiele des Lebens" so häufig zitiert.
Das Buch gehört zu den letzten Arbeiten des Autors. Aufgrund des Alters des Autors (79 Jahre) erwarte ich nicht, dass er noch Publikationen plant. Er scheint jedoch bis zum Ende seine Schaffenszeit sehr viel reflektiert und gearbeitet zu haben. Ich hoffe sehr, das seine Arbeiten mit der Zeit wieder mehr Beachtung finden. Mir hat er sehr geholfen.