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Die Spiegelbeichte [Gebundene Ausgabe]

Horacio Castellanos Moya , Jan Weiz

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Kurzbeschreibung

26. August 2003
Eine Frau aus der salvadorianischen Oberschicht, verheiratet, zwei Töchter, wird zu Hause in ihrem Wohnzimmer mit einem gezielten Schuss getötet. Der Täter genannt Robocop ist bald gefasst, unklar bleibt das Tatmotiv: Wer kann Interesse daran gehabt haben, Olga María, die ein unauffälliges, ruhiges Leben geführt hat, umzubringen? Laura Rivera die engste Freundin der Ermordeten ist geschockt und verfolgt hysterisch alle Fährten, die zum Auftraggeber führen könnten. Spuren führen bis in die hohe Politik. Die Nachforschungen fördern böse Überraschungen an den Tag: Ihre Freundin, die sie durch und durch zu kennen glaubte, hielt vieles vor ihr verborgen ... Ein Roman in einem einzigen Monolog, der die gesellschaftliche Befindlichkeit eines zentralamerikanischen Landes widerspiegelt. Ein Roman, der den Rahmen einer bloßen Detektivgeschichte sprengt, denn er ist zugleich ein bitterböses Sittengemälde der salvadorianischen Oberschicht.

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Olga María, eine eher unauffällige Frau aus der salvadorianischen Oberschicht, wird in ihrem Haus erschossen, der "Robocop" genannte Täter relativ schnell gefasst. Da er sich jedoch über sein Motiv und seine Auftraggeber beharrlich ausschweigt, bleiben die wahren Hintergründe der Tat der Polizei wie auch Freunden und Bekannten ein Rätsel. Laura Rivera, eine enge Freundin der Toten, sammelt Gerüchte und folgt Spuren, um zu erfahren, was wirklich hinter dem Mord steckt.

Je weiter sie in die Vergangenheit von Olga María vordringt, desto klarer wird ihr, wie viele Geheimnisse diese auch vor ihr hatte. So ergeben sich eine Vielzahl von möglichen Hintermännern und Motiven. Diverse Affären und der Zusammenbruch eines Finanzimperiums lassen Laura Rivera in immer neue Richtungen spekulieren.

Die Spiegelbeichte ist in einem einzigen Monolog geschrieben. Die Erzählerin Laura Rivera dringt tief in das Leben der Ermordeten und ihres gemeinsamen Umfeldes ein und entpuppt sich als ausgesprochen unsympathische Erzählerin. Sie fällt voreilige Urteile, ist in Intrigen verstrickt und frönt einem Lebenswandel, der eine mehr als eigenwillige Moralvorstellung offenbart.

Die Oberschicht El Salvadors wird in diesem Roman als durch und durch korrupt dargestellt. Da verwundert es nicht, dass Horacio Castellanos Moya das Land bereits vor Jahren und nach diversen Morddrohungen verlassen musste, und seitdem in Mexiko im Exil lebt. Ein mehr als lesenswertes Buch. --Christian Koch

Pressestimmen

»Moya gelingt es, das Psychogramm einer zerstörten Gesellschaft zu skizzieren.« (Uwe Stolzmann, Neue Zürcher Zeitung)

»Der Roman ist als Chronik eines Mordes äußerst spannend, als Sittengemälde der salvadorianischen Gesellschaft präzise, außerden durch den Jargon der Erzählerin sehr witzig.« (Literatur-Report)

»Horacio Castellanos Moyas Werke haben ein rasches Tempo und sind gleichzeitig gelassen, sie sind transparent wie auch attraktiv düster und zwar nicht, weil sie über Verbrechen, Elend, Gewalt, Verlassensein, Verrat berichten, sondern aufgrund der Dinge, die der Vorstellungskraft des Lesers überlassen werden, denn sie öffnen einen Raum, der das Reflektieren auch über einen einzelnen Satz erlaubt.« (Alexandra Ortiz Wallner, LiteraturNachrichten)

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