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Je weiter sie in die Vergangenheit von Olga María vordringt, desto klarer wird ihr, wie viele Geheimnisse diese auch vor ihr hatte. So ergeben sich eine Vielzahl von möglichen Hintermännern und Motiven. Diverse Affären und der Zusammenbruch eines Finanzimperiums lassen Laura Rivera in immer neue Richtungen spekulieren.
Die Spiegelbeichte ist in einem einzigen Monolog geschrieben. Die Erzählerin Laura Rivera dringt tief in das Leben der Ermordeten und ihres gemeinsamen Umfeldes ein und entpuppt sich als ausgesprochen unsympathische Erzählerin. Sie fällt voreilige Urteile, ist in Intrigen verstrickt und frönt einem Lebenswandel, der eine mehr als eigenwillige Moralvorstellung offenbart.
Die Oberschicht El Salvadors wird in diesem Roman als durch und durch korrupt dargestellt. Da verwundert es nicht, dass Horacio Castellanos Moya das Land bereits vor Jahren und nach diversen Morddrohungen verlassen musste, und seitdem in Mexiko im Exil lebt. Ein mehr als lesenswertes Buch. --Christian Koch
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