Die Geschichte von Majorie, einer "typischen" jungen Frau aus dem weiten Südwesten von Amerika, die Ihre Geschichte erzählt, und zwar aus der Todeszelle, wenige Stunden vor Ihrer Hinrichtung, ist grandios. Sie ist von beeindruckender Intensität und Detaillierung, die den Leser miterleben und mitfühlen läßt. Die Charaktere dieser Geschichte sind, neben der Ich-Erzählerin und Hauptperson Majorie, Ihr Freund Lamont und Ihre Freundin Natalie, allesamt wahnsinng interessant und toll beschrieben. Sie passen wunderbar in die Atmosphäre dieser Geschichte. Aus vermeintlich kleinen Entscheidungen, Fehlern und Zufällen entwickelt sich eine irgenwann nicht mehr aufzuhaltene Story, der es an fast nichts fehlt. Sie spielt in der einsamen und komischen "Sub"welt amerikanischer Kleinstädte im Südwesten der USA. Die genaue und teils sehr gut und authentisch nachzuvollziehende Beschreibung auch kleinster Verhaltens- und Denkweisen der amerikanischen "Unter- bzw. Mittelschicht" ist sehr gelungen und trägt sehr zum Lesegenuß bei. Lediglich die meines Erachtens etwas langatmig erzählte Entwicklung zum Höhepunkt hin, finde ich manchmal nicht so gelungen. Sonst ist es aber ein rundherum guter und spannend, wie tragischer Roman, der besonders den Lesern zu empfehlen ist, die ein Faible für sogenannte "road-novels" haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)