Noch einmal, ein letztes Mal Romy Schneider, und es wurde zu einer ihrer besten darstellerischen Leistungen. Zur Vorgeschichte muss man wissen, dass ihr Sohn David wenige Monate vor Drehbeginn bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Der Film war zu diesem Zeitpunkt schon geplant, doch schien die Produktion zu platzen, und die Produktionsfirma hatte erstens Verständnis dafür und zweitens bestehen für Fälle dieser Art Versicherungen. Wie sich der Produzent Artur Brauner erinnert, war es Romy Schneiders ausdrücklicher Wunsch, diesen Film - wenngleich mit ein wenig Verspätung - doch noch zu machen. Während der Dreharbeiten wurde die Presse von Romy Schneider ferngehalten. Natürlich wollten alle Interviews. Aber so selbstquälerisch war sie dann wohl auch nicht. Romy Schneider spielt zwei unterschiedliche Frauen, keine eigentliche Doppelrolle, zwei völlig verschiedene Charaktäre. Das schafft sie brilliant. In dem Film wirkt sie überaus authentisch, insbesondere bei den Begegnungen mit dem Jungen "Max", der sie mit Sicherheit an ihren David erinnert hat. Ihre Tränen wirken echt, und es muss für sie, die eigentlich eine zerbrechliche Frau war, eine ungeheure Anstrengung gewesen sein, gerade diese Szenen zu spielen. Sie nähert sich dabei sehr dem "Method-Acting". Ob es wirklich - wie manche behaupten - vorgesehen war, die Rolle des Max mit David zu besetzen, das wird sich wohl nie klären lassen. Fakt ist aber, dass Romy Schneider wenige Monate nach Beendigung der Dreharbeiten starb, an "gebrochenem Herzen" vielleicht, wenn es das gibt, oder an Medikamenten, Alkohol, darüber kann man viel spekulieren, vielleicht ist der Gebrauch von Medikamenten manchmal auch gerade Ausdruck von "gebrochenem Herzen", wenngleich das etwas nach Melodramatik schmeckt. Immerhin, es war Romys letzter Vorhang. Vielleicht nicht ihr bester Film, aber der intensivste.