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Da ist er wieder, Maarten't Hart in Bestform! Ein Roman wie ein raffiniertes Gericht mit erlesenen Zutaten: Spannung, eine ausgesprochen fantasiereiche und verblüffend gute Story, eine Atmosphäre, die von der ersten Seite an gefangen nimmt und natürlich die typischen Maarten't-Hart-Ausflüge in klassische Musik, Philosophie und Religion. Eine Geschichte, die stimmig ist, wunderbar geschlossen und rund, in der es stellenweise vor Witz und Situationskomik nur so sprüht. Ein Buch, das mit absolut routinierter Handschrift wie in einem Rutsch geschrieben wirkt und das man auch ebenso liest.
Liebevoll und sehr pointiert ausgearbeitet die Hauptakteure: sei es der Notar, jener "stotternde Pyromane", oder der "wildfremde Spanner", der Videos am Strand drehte, oder die Friseuse mit den beiden Söhnen, "der eine ist psychotisch, der andere neurotisch, und alle beide sind chaotisch". Allesamt überzeugende Charaktere, so herrlich unterschiedlich und individuell. Ein höchst unterhaltsames Kaleidoskop an menschlichem Miteinander und Durcheinander.
Viele Bücher hat der sentimentale Holländer, der als freier Autor und Kritiker arbeitet, veröffentlicht. Unvergessen darunter das literarische Highlight Das Wüten der ganzen Welt. Nach mehreren anderen Romanen, die ins Deutsche übersetzt wurden, kommt Die Sonnenuhr jetzt wieder an jene innige, dichte und außergewöhnlich atmosphärische Erzählweise heran. Maarten't Hart in Bestform! --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Unglücklich auch, daß das Ganze vom Verlag so marktschreierisch als Krimi beworben wurde. Hier hätte eine augenzwinkernde Untertreibung wahrscheinlich besser gewirkt. Ja, es gibt in dem Buch einen Kriminalfall, aber eben keinen klassischen Kommissar, und der Schluß ist recht ungewöhnlich und überraschend. Ich fand das Buch abwechsend komisch und spannend und sehr geistvoll. Es ist gespickt mit Bibelzitaten und schönen Verweisen auf Werke der klassischen Musik. Die Frauen im Roman finde ich durchaus realistisch und glaubhaft beschrieben. Jede noch so kleine Nebenfigur hat mich amüsiert und gefreut; es gibt sie bestimmt irgendwo im weiteren Bekanntenkreis des Autors. Und seien wir ehrlich - im richtigen Leben geht es noch tausendmal banaler zu. Ich jedenfalls mochte das Buch, fand es spannend und las es gern.
Übrigens - daß Fingernägel für Frauen tatsächlich wichtig sind, kann ich jedem Mann nur bestätigen. Schon mein Großvater, der Chemiker war, machte in den fünfziger Jahren einen Riesenfehler, als er den Auftrag eines Kunden ablehnte, einen Klebstoff für Kunstnägel zu entwickeln. Das Ganze schien ihm einfach zu albern, und so schickte er den Kunden zu einem Kollegen. Der verdiente sich dann eine goldene Nase an dem überaus erfolgreichen Patent. Hätte mein Großvater bloß damals meine Großmutter gefragt!
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