Wohingegen mit dem Paris der 1920er Jahre vor allem Glanz und Glamour assoziiert werden, skizziert Leo Malet in diesem Roman die dreckigen, verruchten, gefährlichen und - folglich: - weniger attraktiven Seiten dieser Stadt und dieser Zeit. Aus der Ich-Perspektive schreibend, erzählt er das Leben von André, welches nach einer Vielzahl von unglücklichen Zufällen durch staatliche Exekution endet. André hat nicht nur das Pech, eine verkorkste Kindheit zu haben, das Pech, moralisch und politisch inkorrekt zu sein, sondern darüber hinaus das unglückliche Talent, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein.
Durch die Beschreibung der Geschichte von André und der Skizzierung der Schattenseiten des Paris der 1920er, gelingt Malet ein spannender Krimi, der, trotzdem er schnell erzählt ist, zum Nachdenken anregt. Wie bei fast allen Büchern aus der inhaltlich gut sortierten "Edition Nautilus", geschieht dieses Nachdenken aus einer Perspektive, die mit den unteren Schichten und Milieus hält.