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Die Sonette, m. CD-Audio [Gebundene Ausgabe]

William Shakespeare , Christa Schuenke
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Straelener Manuskripte Verlag (1998)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3891070381
  • ISBN-13: 978-3891070383
  • Größe und/oder Gewicht: 25,5 x 17 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 960.607 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Burkhard Müller bespricht die neuen Taschenbuchausgabe von Christa Schuenkes zweisprachiger Ausgabe der Shakespeare-Sonette gemeinsam mit Franz Josef Czernins Nachdichtungen der gleichen Gedichte (Carl Hanser Verlag).
1) Czernin: "Sonnets/Übersetzungen"
An Czernin lässt er kein gutes Haar. Er schimpft über die altertümelnde Sprache, bekennt, manche Verse überhaupt nicht zu verstehen, und beschwert sich besonders darüber, dass Czernin Shakespeares fünfhebige Verse mir nichts dir nichts in sechshebige Verse überträgt - ein Metrum, das Müller wesentlich schwerfälliger findet. Nein, das ist eine "wacklige Angelegenheit".
2) Schuenke: "Die Sonette"
Wie anders dagegen Schuenkes Übertragungen. Sie übersetze mit dem Ziel der "Wirkungsäquivalenz", ein "zugleich demütiges und anspruchsvolles Ziel". Müller zeigt das am Beispiel des Sonetts "How oft, when thou my music...", wo er verschiedene Übersetzungen mit der Schuenkes vergleicht und sie glaubhaft vor Stefan George, Karl Kraus (geschweige denn Czernin!) siegen lässt. Schuenke sei zugleich am texttreuesten und poetisch am überzeugendsten, meint der begeisterte Rezensent. Und überdies ist die Ausgabe preiswert!

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Kein lyrisches Werk der Weltliteratur hat den Spürsinn von Dichtern, Literaturwissenschaftlern und Übersetzern so angeregt wie Shakespeares Sonett-Zyklus, und nirgendwo ist die Rätselhaftigkeit Shakespeares so zu erfahren wie in diesen 154 Gedichten. Vierhundert Jahre nach der ersten Erwähnung von Sonetten Shakespeares durch Francis Meres, nach zweihundert Jahren heftiger und oft genug indezenter Liebesmühe einer weltweiten Armada von Forschern und Enthusiasten erstrahlt das Werk mehr denn je in ästhetischer Schadenfreude: Es hat nichts preisgegeben, was die gemeine Neugier befriedigt.
Shakespeares Sonette stellen die Frage nach Wahrheit, sie stellen sie dar, richten sie auf, richten sich als sie auf: Doch Wahrheit und Schönschein, Obsession und Treue, Sinn und Widersinn, Lieb und Liebe, Tag und Nacht - in paradoxalen Konfigurationen werden sie der Magie des großen "Durcheinanderwerfers" ausgeliefert, und es erscheint nicht sogleich ausgemacht, wer als wessen Schatten zu gelten habe."William Shakespeare, getauft 23.4.1564 in Stratford-upon-Avon, gest. 23.4.1616 ebenda. Dramatiker Lyriker. Erziehung an der Lateinschule Stratford, seit Ende der 80er Jahre Schauspieler, um 1585 Übersiedlung nach London, wo er als Regisseur, Dramaturg und Bühnenschriftsteller blieb. 1592 erste Erwähnung als erfolgreicher Dramatiker und Schauspieler, Anschluss an Lord Chamberlain's Company, von 1597 an Mitinhaber des Globe-Theaters. Um 1610 Rückkehr nach Stratford als angesehener, begüterter Mann. Die erste maßgebliche Gesamtausgabe von Shakespeares Werken ist die Folio-Ausgabe von 1623."(Zitiert aus dem Theaterlexikon) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Shakespeares berühmte Sonette liegen hier in einer Neuübersetzung von Christa Schuenke vor. Das Buch ist zweisprachig, auf der linken Seite steht der Originaltext, auf der rechten jeweils die Übersetzung. Wobei, eigentlich passt Übertragung ja eigentlich besser: jeder, der des Englischen mächtig ist, wird merken, dass Frau Schuenke sehr frei übertragen hat. Ob das gefällt oder nicht bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, mir persönlich mundeten ihre Übertragungen ausgesprochen gut: sie geben Shakespeares etwas "kantigen" Sprachstil sehr angenehm wieder; und außerdem kann man ab und an nach Studium der Übersetzung den Shakespeare in anderen Blickwinkeln oder Sinnrichtungen als vorher noch einmal im Original genießen. Abgerundet wird das Buch übrigends durch einen Essay von Manfred Pfister über Dichter und Sprache, den man getunlichst vor und nicht erst nach dem Buch lesen sollte. Einen solchen Überblick hat man als Laie nämlich selten vorher gegenwärtig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die englische Originalversion ist kantig und mehrdeutig und verschließt sich so dem schnellen, oberflächlichen Leser. Die Übersetzung ins Deutsche von Christa Schuenke gibt der Versuchung nach Vereinfachung und Harmonisierung des Textes nicht nach und erfordert ebenfalls aufmerksames Lesen.

Shakespeare war, als er die Sonette schrieb, bereits in seiner zweiten Lebenshälfte, also kein jugendlich ungestümer Liebhaber, sondern ein alternder, abgeklärter, der sich der Vergänglichkeit bewußt ist und das Unwandelbare in der Liebe sucht. Auch die Form der Sonette steht, wie aus dem beigefügten Essay von Manfred Pfister hervorgeht, in einer langen Tradition, ausgehend von Petrarcas Sonettzyklus 'Canzoniere', der im 14. Jahrhundert in Italien entstand. Shakespeare baut auf dieser Form des Sonetts auf, führt es aber inhaltlich in völlig neue Dimensionen. So wird aus der Anbetung einer unerreichbaren Frau, die brüchige Verehrung eines jungen Adeligen. Brüchig deshalb, weil er die hohen in ihn gesetzten Erwartungen nicht immer erfüllt. Treulosigkeit und Verrat sind die Folge. Als weitere Personen kommen vor: eine 'Dark Lady', die sowohl den Autor als auch seinen Geliebten in ihren Bann zieht, sowie ein Dichterrivale, der mehr den Modetrends folgend, ebenfalls die Aufmerksamkeit des Angebeteten gewinnt.

Über den ineinanderverschlungenen Beziehungen liegt ein Hauch von Dekadenz. Die Liebe, von der die Rede ist, ist die eines Mannes, der weiß, dass er den Zenit seiner Attraktivität bereits überschritten hat und der mit der ihm verbliebenen Möglichkeit der Dichtkunst nicht nur die Gunst seines Geliebten zu erringen, sondern auch gegen die Vergänglichkeit anzukämpfen sucht. Das geschieht mit gereifter Distanz, mit immer wieder aufblitzendem Witz und mit dem Wissen, dass der Vergänglichkeit der Liebe, weder durch Zeugung von Nachkommen, noch durch das Schreiben, sondern wenn überhaupt, nur in sich selbst - 'Im flinken Lauf der Zeit unwandelbar, besteht die Liebe bis zum Jüngsten Tag' - beizukommen ist.

Gerade weil sich die Sonette nicht sofort erschließen, sind sie von nachhaltiger Wirkung und regen zu wiederholtem Lesen an. Sie wirken, weil trotz der vierhundert Jahre, die sie alt sind, noch immer etwas Aktuelles in unsere Zeit herüberschimmert, das den Autor in seiner Vielschichtigkeit und der ganzen Stärke seines Ausdrucks erkennen läßt.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sprache in Perfektion ...... 30. November 2004
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
... bringt Shakespeare und mit ihm Christa Schuenke in der wunderbaren deutschen Übersetzung, modern, jung und mit dem Empfinden ihrer Zeit. Er im Empfinden seiner Zeit und seinen Erlebnissen, sei es mit Jünglingen oder weniger hübschen Frauen, deren wahren Kern er mehr schätzt, eben mehr ihr Sein als den Schein. Es ist immer sein Herz, welches er an die Öffentlichkeit zerrt, blumig gezeigt, streng beurteilt und auch des Lebens müd.
Ein "Dauerbrenner", dieses Buch, weil es Dinge und Erlebnisse des Lebens in einer faszinierenden Art und Weise beschreibt, so auf den Punkt, dass einem das Herz überläuft, sowohl in der englichen wie in der deutschen Version, Seite an Seite in perfekter und treffsicherer Sprache.
Es ist nie "holprig" in der Übersetzung, Christa Schuenke ist es bewundernswert gelungen, Ursprung und Übersetzung im Einklang zu halten.
Ihr Buch animiert, Sonette in der englischen Form selbst zu schreiben, sich Sonetten anzunehmen und die Dichtkunst in ihrer Tiefe für immer aufzunehmen.
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