Ein schönes Buch, einfach und verständlich geschrieben, das jedoch teilweise recht altbacken daherkommt. Besonders komisch wirds immer dann, wenn die Funktionsweise der von Davis entwickelten Maschinen erzählt wird. Auf der einen Seite ist im Jahr 2000, dort handelt ein Teil der Geschichte, bereits die Zeitreise möglich und man beherrscht die "Kryostatik" (also die Möglichkeit Menschen über Jahrunderte einfrieren zu können), auf der anderen Seite jedoch müssen irgendwelche Tasten an klobigen Maschinen gedrückt werden um mit so etwas simplen wie einem Zeichenprogramm arbeiten zu können. Das ist fast so, als würde der Hauptcomputer an Bord der Enterprise ausfallen, weil der Öldruck auf einen kritischen Wert abgesunken ist.
Heinlein hat lange gebraucht um die Geschichte auf Touren zu bringen. Obwohl in der Ich-Form geschrieben, stellte sich oft der Eindruck ein, dass eine Stimme aus dem OFF die Geschichte rückwirkend erzählt, als das sie sich aus der Handlung heraus entwickelt.
Die Geschichte an sich hat aber durchaus Flair und ein wirklich hollywoodmäßiges Happy End. Das hat mir gut gefallen. Und ich habs auch allen Protagonisten (Davis, Ricky und Petronius (Pete) dem Kater) gegönnt. Das Erzählen von Zeitreisegeschichten ist ohne Frage eine große Stärke von Heinlein. Das hat er schon mit den Kurzgeschichten -By his Bootstraps- und -All you zombies- bewiesen.
© deval