Der Roman beginnt, als Tully und ihre beiden Freundinnen gerade 17 bzw. 18 Jahre alt sind und verfolgt deren Lebensweg über die folgenden 20 Jahre. Tully ist eine Heldin, mit der ich mich zwar nicht identifizieren konnte, die ich aber meistens verstehen konnte und ihre Entscheidungen größtenteils auch nachvollziehen konnte. Manchmal wollte ich sie jedoch auch schütteln und sie auffordern, endlich aufzuwachen und sich darüber klarzuwerden, wohin ihr Leben sie führen soll. Das Buch hat mich verzweifeln lassen und ich konnte dieses unglaubliche Schicksal Tullys einfach nicht fassen. Sie hatte eine schreckliche Kindheit und auch ihr Weg zum Erwachsenwerden war so bedrückend, dass Tully schließlich einfach nur zu der Person werden musste, die sie schließlich wird. Das Buch ist dramatisch und über mir als Leser hat die ganze Zeit eine bedrückende Stimmung gelastet. Es beschreibt keinerlei Szenen von Glück oder Zufriedenheit, Tully ist stets rastlos und hin und hergerissen und man fragt sich als Leser, wohin ihr Leben sie noch führen soll. Gerne hätte ich gewusst, wie das Leben von Tully weitergeht, doch man hat sie während des Lesens so gut kennengelernt, dass man sich diese Frage wohl auch selbst beantworten kann. Paullina Simons hat den Schlussstrich des Romans definitiv an der richtigen Stelle gezogen.
Das Buch lebt einzig und allein von seiner Dramatik. Es ist weder spannend, noch lustig, noch traurig. Es ist einfach nur erschütternd und hat mich als Leser oft verzweifeln lassen. Und doch lässt mich das Schicksal Tullys nicht los sondern zwingt mich, ihr Seite für Seite zu folgen.