Der Roman befasst sich mit der Suche des Autors Cerca nach einem "Helden" des spanischen Bürgerkrieges, der den flüchtigen Mitbegründer der Faschistischen Partei Spaniens, der Falange, Sanchez Mazas, kurz vor Ende des Krieges vor der sicheren Hinrichtung bewahrte. Mazas konnte bei einer Massenhinrichtung fliehen, stolperte in eine Grube im angrenzenden Wald, während seine Hächer ihm auf der Spur sind. Der gesuchte Held entdeckt Mazas, verrät ihn aber nicht.
Cerca teilt sein Buch in drei Teile: Im Ersten erzählt er von seinen Recherchen. Er sucht Menschen auf, die Mazas damals nach der unglaublichen Rettung halfen, Menschen die irgendwie mit dieser unglaublichen Begegnung zu tun hatten. Über viele Umwege erfährt er den Namen eines ehemaligen republikanischen Kämpfers, der damals bei der Massenhinrichtung dabei gewesen sein soll...
Im mittleren Teil des Romans erzählt Cerca die Lebensgeschichte dieses alten Mannes, den er für den stillen Helden aus den letzten Tagen des Bürgerkrieges hält. Dieser Teil ist äußerst spannend und gibt einen klaren Einblick in das Zeitgeschehen.
Im letzten Teil wird die Begegnung mit diesem alten Mann sehr emotional und liebenswürdig geschildert und an dieser Stelle soll nicht verraten werden, ob der Autor den Richtigen gefunden hat.
Sprachlich ist der Roman auf hohem Niveau und für politisch-historisch interessierte Leser sehr zu empfehlen, denn Cerca schaut tief in die Gräben, die der Spanische Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur in der spanische Gesellschft aufgerissen hat, Gräben, die bis heute nicht vollständig zugeschüttet werden konnten.