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Die Sicht der Dinge
 
 
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Die Sicht der Dinge [Taschenbuch]

Jiro Taniguchi
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Erzählte Jiro Taniguchi in Vertraute Fremde vom Vater, der seine Familie verlässt, zeichnet er in Die Sicht der Dinge eine Vater-Sohn-Beziehung nach, die aus der Abwesenheit der Mutter entsteht. Wieder ist die Handlung in den 60er Jahren angesiedelt. Der Vater aber, der bleibt, ist der eigentlich Abwesende.

Tod verursacht die totale Distanz zwischen den Menschen. Grafiker und Fotograf Yoichi erfährt am Arbeitsplatz, dass sein Vater gestorben ist. Widerwillig und nur auf Drängen seiner Frau hin beschließt er, zum Begräbnis zu fahren. Hinter seiner teilnahmslosen Großstadtmentalität verbirgt sich jedoch eine tiefe Verletztheit. Noch immer macht der Wahl-Tokyoter den Verstorbenen für das Weggehen seiner Mutter in seiner Kindheit verantwortlich.

Das ruhige Gesicht des toten Vaters und seine gütigen Gesichtszüge auf dem Foto vor dem offenen Sarg aber lösen bei Yoichi eine erste Annäherung und Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend in den 50er und 60er Jahren aus. Während der Totenwache verändert sich Yoichis Fokus durch die Zwiesprache mit dem Bild des Vaters. Bei Roland Barthes ist die Fotografie die Wiederkehr des Toten; bei Taniguchi ist sie die Wiederkehr der Wahrheit, die Verschiebung der Sicht der Dinge. Und diese führt direkt zu Yoichis Identität.

Die elegische Geschichte rührt zu Tränen. Innerhalb von Carlsens Graphic-Novel-Reihe befindet sie sich in renommierter Gesellschaft mit Osamu Tezukas Adolf. Demnächst erscheint hier auch Taniguchis Träume von Glück -- ein Manga, der nicht vom Tod eines geliebten Menschen, sondern dem eines Familien-Hundes handelt.

Zusammen mit den Taniguchi-Veröffentlichungen bei Schreiber & Leser entsteht so allmählich eine kostbare Sammlung dieses ebenso sensiblen wie lebenserfahrenen Künstlers. -- Melanie Stumpf

Pressestimmen

»Ein großartiges Buch. Bereits im letzten Jahr veröffentlichte der Carlsen-Verlag Taniguchis "Vertraute Fremde" - die meisterhafte Erzählung von einem gehetzten Großstadtmenschen auf der unfreiwilligen Reise in seine Vergangenheit. Dafür wurde der Japaner mit dem Preis als bester Szenarist auf dem renommierten Comic-Festival in Angoulême ausgezeichnet. Kaum vorstellbar schien, dass Taniguchi noch einmal ein solcher Wurf gelingen würde. Doch nun ist es vollbracht. So wie in dem Vorgängerband tritt auch in "Die Sicht der Dinge" ein Vertreter der schnelllebigen Jetztzeit seinen Weg in die Heimat an, die er in jungen Jahren und im Streit mit seinem Vater verlassen hat.« (Christian Schlüter, FRANKFURTER RUNDSCHAU) »Taniguchi erweist sich in dieser nun auch auf Deutsch vorliegenden Graphic Novel erneut als Meister des feinen Strichs und der großen Emotionen. Mit nur wenigen Bildern gelingt es dem Künstler, die ganze Gefühlswelt seiner Figuren vor dem Leser auszubreiten. Nachdenklich und stimmungsvoll kreist seine Geschichte um Begriffe wie Ehrgefühl, Verlust und Vertrauen.« (dpa)

Kurzbeschreibung

Als er die Nachricht vom Tode seines Vaters erhält, fährt Yoichi zu dessen Beerdigung in seinen Heimatort Tottori. 15 Jahre hat er seine Familie nicht mehr besucht, bestrebt die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend zu verdrängen. Nun erweist er seinem Vater bei der Totenwache die letzte Ehre - und verblasste Erinnerungen werden wieder lebendig. Die Gespräche im Kreise der Verwandten revidieren seine festgefahrenen Ansichten, machen Schuldzuweisungen nichtig. Vor Yoichi entfaltet sich ein neues Bild seines Vaters. PRESSESTIMMEN zu DIE SICHT DER DINGE: »Ein großartiges Buch. Bereits im letzten Jahr veröffentlichte der Carlsen-Verlag Taniguchis "Vertraute Fremde" - die meisterhafte Erzählung von einem gehetzten Großstadtmenschen auf der unfreiwilligen Reise in seine Vergangenheit. Dafür wurde der Japaner mit dem Preis als bester Szenarist auf dem renommierten Comic-Festival in Angoulême ausgezeichnet. Kaum vorstellbar schien, dass Taniguchi noch einmal ein solcher Wurf gelingen würde. Doch nun ist es vollbracht. So wie in dem Vorgängerband tritt auch in "Die Sicht der Dinge" ein Vertreter der schnelllebigen Jetztzeit seinen Weg in die Heimat an, die er in jungen Jahren und im Streit mit seinem Vater verlassen hat.« (Christian Schlüter, FRANKFURTER RUNDSCHAU) »Taniguchi erweist sich in dieser nun auch auf Deutsch vorliegenden Graphic Novel erneut als Meister des feinen Strichs und der großen Emotionen. Mit nur wenigen Bildern gelingt es dem Künstler, die ganze Gefühlswelt seiner Figuren vor dem Leser auszubreiten. Nachdenklich und stimmungsvoll kreist seine Geschichte um Begriffe wie Ehrgefühl, Verlust und Vertrauen.« (dpa)
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